Diarios de Futbol
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Greenstars GSC siegt dank Jean-Pierre und eiserner Nerven

Ein lauer Winterabend, 61.645 Zuschauer im Greenstar-Dome - und ein Spiel, das eher nach Hochofen roch als nach Fußballidylle. Greenstars GSC gewann am Donnerstagabend in der Amerikaliga-Gruppenrunde mit 1:0 gegen Felinos Chiapas. Ein Ergebnis, das so knapp wie verdient war. Und einer hatte wieder seinen großen Auftritt: Jean-Pierre Jean-Pierre - ja, der Mann heißt wirklich so - erzielte in der 31. Minute das Tor des Tages.

Der Treffer fiel in einer Phase, in der die Greenstars das Spiel an sich rissen, obwohl sie statistisch gesehen weniger Ballbesitz hatten (44,8 % zu 55,2 %). "Wir wollten heute nicht den Ball streicheln, sondern ihn ins Tor prügeln", erklärte Trainer Ostkurve Berlin nach der Partie mit einem Grinsen, das zwischen Stolz und Erleichterung schwankte.

Tatsächlich war die Marschroute von Beginn an klar: offensiv, aggressiv, mit starkem Einsatz - so hatten es die Taktiktafeln angezeigt, und so sah es auch aus. Schon nach einer Minute prüfte Guy Larocque den gegnerischen Keeper Joaquin Exposito mit einem satten Schuss - die erste von insgesamt 20 Abschlüssen des Heimteams.

Felinos Chiapas hingegen wirkte bemüht, aber zahnlos. Trainer Pavel Pardo ließ seine Elf mit balanciertem Ansatz und gepflegtem Passspiel antreten, doch das sah nur hübsch aus - gefährlich wurde es selten. Sieben Torschüsse in 96 Minuten sprechen Bände. "Wir haben den Ball gehabt, aber nicht das Herz", seufzte Pardo und blickte in den Nachthimmel, als wolle er dort eine Antwort finden.

Das Tor fiel nach einem dieser Momente, die in Lehrbüchern unter "einfach, aber effektiv" laufen würden: Rene Bridges flankte von rechts, Jean-Pierre Jean-Pierre kam eingelaufen, nahm den Ball volley - und der zappelte im Netz. 31. Minute, 1:0, Stadion am Kochen. "Ich hab’ gar nicht gesehen, dass er kommt", behauptete Bridges später lachend. "Ich hab’ einfach gehofft, jemand läuft da rein." Jean-Pierre grinste breit: "Ich war halt jemand."

Danach setzten die Greenstars nach. Zwischen der 33. und 37. Minute feuerten sie gleich vier Torschüsse ab - Prentiss, Larocque, Bostwick, alle wollten nachlegen. Doch Exposito im Tor der Felinos hielt, was zu halten war, und manchmal sogar mehr. "Wir hatten den besseren Torwart, aber leider das schlechtere Ergebnis", knurrte Innenverteidiger Sebastien Urban nach dem Spiel und schob selbstironisch hinterher: "Aber wenigstens habe ich heute niemanden umgetreten."

In der zweiten Halbzeit verflachte die Partie ein wenig. Die Greenstars verwalteten - wenn auch mit offenem Visier - und die Felinos suchten verzweifelt nach einem Durchbruch, den sie nicht fanden. Besonders der junge Javier Bermudez versuchte es in der 95. Minute noch einmal aus der Distanz, aber Laurent Boulanger im Greenstar-Tor streckte sich und pflückte den Ball sicher herunter, bevor er kurz darauf ausgewechselt wurde - wohl eine Vorsichtsmaßnahme. "Er meinte, er wollte dem jungen Ersatztorwart Jay Dunn auch mal die Atmosphäre gönnen", witzelte Trainer Berlin später.

Ein kleiner Moment der Rührung kam in der 88. Minute: Der 19-jährige Dominique Landry feierte sein Debüt, kam für Rene Bridges und prüfte in der Nachspielzeit gleich zweimal den gegnerischen Keeper. Der Ball wollte zwar nicht rein, aber das Publikum feierte ihn, als hätte er das 2:0 erzielt. "Ich war so aufgeregt, dass ich beinahe vergessen hätte, in welche Richtung wir spielen", plauderte Landry nach Abpfiff - und das war kein Scherz.

Am Ende blieb es beim 1:0, ein Ergebnis, das auf dem Papier knapp aussieht, aber auf dem Platz deutlich war. 20:7 Torschüsse, mehr Zweikämpfe gewonnen, mehr Leidenschaft - Greenstars GSC war an diesem Abend schlicht die Mannschaft mit der klareren Idee.

Trainer Ostkurve Berlin fasste es trocken zusammen: "Wir waren vielleicht nicht die Schönsten, aber die Effektivsten. Und manchmal ist das im Leben wie im Fußball: Schönheit vergeht, Punkte bleiben."

Die Fans sahen das ähnlich - viele blieben nach Abpfiff noch auf den Rängen, sangen, winkten, und einer hielt ein Schild hoch: "Jean-Pierre² - unser Quadrat des Glücks."

Ein bisschen Pathos darf sein, wenn man nach 90 Minuten Kampf den Sieg einfährt. Und wer weiß - vielleicht war dieses 1:0 mehr als nur ein Ergebnis. Vielleicht war es der Start einer kleinen Greenstar-Geschichte in dieser Amerikaliga.

Oder, wie es Jean-Pierre Jean-Pierre später sagte: "Ich schieße nicht viele Tore. Aber wenn, dann meistens das Richtige." Und da konnte selbst der Reporter nur nicken.

29.06.643987 23:17
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Ja, aber das war kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.
Holger Fach auf die Frage, ob er schon einmal vor dem DFB-Sportgericht stand
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