Jamaica News Bulletin
+++ Sportzeitung für Jamaica +++

Greenstars drehen auf: 3:1-Sieg gegen die Falmouth Villagers

Ein lauer Samstagabend, 71.156 Zuschauer und ein Spiel, das erst spät richtig Fahrt aufnahm - der 13. Spieltag der 1. Liga Jamaica bot beim Duell Greenstars GSC gegen die Falmouth Villagers alles, was Fußballfreunde lieben: Tore, Emotionen, Gelbe Karten und einen gewissen Didier Hoskins, der das Mittelfeld in eine Bühne verwandelte.

Die Villagers begannen mutig, fast übermütig. Trainer Hermann Tüllinghoff hatte seine Elf offensiv eingestellt - "Wir wollten früh zeigen, dass wir keine Angst haben", sagte er später mit einem Lächeln, das die 90 Minuten Lärm im Stadion kaum übertönen konnte. In der 20. Minute hatte Theo Boyle den ersten großen Auftritt: Nach feinem Zuspiel von Connor Fairchild zog der junge Linksaußen trocken ab - 0:1. Laurent Boulanger im Tor der Greenstars streckte sich vergeblich. Der Gästeblock jubelte, die Heimfans schwiegen kurz. Ganz kurz.

Denn nur sieben Minuten später zündete Guy Larocque auf der rechten Seite den Turbo. Jerome Bostwick legte quer, Larocque nahm Maß und hämmerte den Ball ins linke Eck. 1:1 - und die Osttribüne explodierte. Trainer Ostkurve Berlin (ja, er heißt wirklich so) ballte die Faust: "Das war pure Energie. Genau das, was ich sehen wollte."

Die Statistik zur Pause sprach für die Gäste (Ballbesitz 50,2 zu 49,8 Prozent - eine hauchdünne Sache), aber der Eindruck täuschte: Die Greenstars wirkten gefährlicher, zielstrebiger, entschlossener. Vier Torschüsse mehr, mehr Biss in den Zweikämpfen, etwas weniger Show, dafür mehr Substanz.

Zur zweiten Halbzeit wechselte Berlin dreifach - und traf damit goldrichtig. Der erst 18-jährige David Raum kam für Ashton Carter, Charlie Cochran ersetzte Julien Prentiss im Sturm, und in der Innenverteidigung tauschte Thierry Gagnon den etwas wackeligen Pascal Carter aus. "Ich wollte frische Beine und frische Ideen", erklärte der Coach später. Raum zeigte prompt, dass er nicht nur laufen, sondern auch flanken kann.

47. Minute: Didier Hoskins, bis dahin der heimliche Regisseur, zog aus 20 Metern ab - und Raum hatte den Pass gegeben. Der Ball flog wie an der Schnur gezogen ins rechte obere Eck. 2:1 für die Greenstars. Hoskins riss die Arme hoch, drehte sich zu Raum und brüllte: "Das war kein Zufall, Kleiner!"

Die Villagers wirkten beeindruckt, fast eingeschüchtert. Ihre langen Bälle ins Nichts fanden keinen Abnehmer mehr, und während Tüllinghoff hektisch Ersatzleute aufwärmen ließ, bekam seine Abwehr zunehmend Probleme. Caio Veloso sah in der 68. Minute Gelb, kurz darauf musste er raus. Der junge Heiko Westermann kam - und wurde prompt von Larocque überlaufen.

Larocque war ohnehin der Mann des Abends. In der 85. Minute machte er alles klar: Nach feinem Doppelpass mit Hoskins tauchte er vor Keeper Juan Pablo Ferreira auf und schob eiskalt ein. 3:1 - das Stadion bebte. "Ich hatte einfach Spaß da draußen", grinste Larocque später. "Und wenn’s läuft, dann läuft’s."

Die Schlussphase brachte noch ein paar rustikale Zweikämpfe, Gelb für Franck Bridges und eine Schrecksekunde in der Nachspielzeit, als Jerome Bostwick nach einem Sprint verletzt liegen blieb. "Nur eine Zerrung", beruhigte Trainer Berlin danach, "aber wir müssen schauen, ob er nächste Woche fit ist."

Am Ende stand ein verdienter Sieg für die Greenstars, die trotz minimal weniger Ballbesitz (49,8 Prozent) das Spiel klar kontrollierten und mit 14 Torschüssen gegenüber 9 der Villagers eindeutig gefährlicher waren.

Tüllinghoff fasste es trocken zusammen: "Wir haben stark angefangen und stark nachgelassen." Sein Gegenüber Berlin konterte mit einem breiten Grinsen: "Ich sag’s mal so: Wir waren heute nicht die Schönsten, aber die Schlauesten."

Die Fans feierten noch lange, während die Flutlichter über den Rasen glitzerten. Larocque wurde mit Sprechchören verabschiedet, Hoskins als "Motor der Mannschaft" gefeiert. Ein Abend, der in Kingston noch lange Thema sein dürfte - und ein Spiel, das zeigte, dass Fußball manchmal einfach nur Spaß macht.

Und wer Trainer Ostkurve Berlin nach seinem Erfolgsrezept fragte, bekam eine Antwort, die typisch für ihn ist: "Ein bisschen Wahnsinn, ein bisschen Mut und ein sehr guter Larocque - das reicht meistens."

30.03.643994 08:52
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Ich grüße meine Mama, meinen Papa und ganz besonders meine Eltern.
Mario Basler
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager