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Glasgow Gers verlieren 1:3 - Dunfermline Pars tanzen im Ibrox

Ein kalter Februarabend, 16.000 Zuschauer, Flutlichtromantik - und am Ende doch wieder Ernüchterung für die Glasgow Gers. Mit 1:3 unterliegt die Mannschaft von Sir Alex im heimischen Ibrox den frechen Gästen aus Dunfermline. Ein Ergebnis, das so gar nicht zum Spielverlauf passen wollte, aber Fußball hat bekanntlich seine eigene Logik - und manchmal schlicht gar keine.

Dabei fing alles vielversprechend an. Die Gers legten los, als wollten sie das Spiel schon in der ersten halben Stunde entscheiden. Bereits in der vierten Minute prüfte der junge Max Sutherland den gegnerischen Keeper Tiago de la Fuente mit einem satten Linksschuss. "Ich wollte zeigen, dass wir hier Herr im Haus sind", erklärte der 19-Jährige später mit trotzigem Lächeln. Und tatsächlich - Chancen gab’s zuhauf. Cameron MacKintosh, quirlig wie ein Eichhörnchen auf Espresso, tauchte immer wieder gefährlich vor dem Tor auf.

In der 29. Minute belohnte sich der Rechtsaußen endlich: Nach feiner Vorarbeit von Ernesto Mendilibar drückte MacKintosh den Ball über die Linie - 1:0 für Glasgow. Das Stadion jubelte, Sir Alex ballte die Faust, und man wähnte sich schon auf dem Weg zu einem souveränen Heimsieg. Doch genau eine Minute später kam die kalte Dusche.

Dunfermlines Fernando Nene, bisher eher unauffällig, nutzte die erste echte Chance eiskalt. Nach Pass von Leonardo Cerva schlenzte er den Ball aus halblinker Position ins Eck - 1:1. "Wir wollten sofort antworten", grinste Nene nach dem Spiel, "und das haben wir wohl getan." Sir Alex hingegen wirkte auf der Bank, als hätte ihm jemand den Tee mit Zitronensaft verdünnt.

Zur Halbzeit stand es also 1:1 - und die Statistiken erzählten eine trügerische Geschichte: 50,8 Prozent Ballbesitz für Glasgow, 15 Torschüsse zu 10 für Dunfermline. Doch Effizienz schlägt Ästhetik, das wussten die Pars an diesem Abend zu nutzen.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel ruppiger. Erst sah Dunfermlines Innenverteidiger Louis Wyler Gelb (20.), später handelte sich Göran Gottskalksson auf Seiten der Gers ebenfalls eine Verwarnung ein (48.). Besonders pikant: Wyler schaffte es in der 87. Minute, mit einer Gelb-Roten Karte den Abgang zu machen - da stand es allerdings schon 1:3, und seine Kollegen konnten über den Platzverweis nur müde schmunzeln.

Die Entscheidung fiel zwischen der 74. und 81. Minute. Zuerst traf Thomas Fouquet nach einem feinen Doppelpass mit Jack Maxwell zum 2:1 für Dunfermline - ein Treffer, der aus dem Lehrbuch des Konterfußballs stammte. Nur sieben Minuten später machte erneut Fernando Nene den Deckel drauf: eine Mischung aus Instinkt, Timing und Glück, als der Ball nach einem Abpraller genau vor seine Füße fiel. "Ich bin halt oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort", sagte er und zwinkerte in Richtung der Presse.

Glasgow versuchte in der Schlussphase alles - Mendilibar schoss in der 80. Minute knapp vorbei, Sutherland prüfte de la Fuente erneut (88.), aber das Tor blieb verriegelt. "Wir hatten genug Chancen für zwei Spiele", knurrte Sir Alex später. "Aber wenn du vorne nicht triffst, klingelt’s hinten."

Dunfermline-Coach - namentlich nicht genannt, aber laut Spielern ein Mann mit Sinn für trockenen Humor - kommentierte das Ganze lakonisch: "Wir haben das gemacht, was man auswärts tun muss: Chancen nutzen und den Bus gut parken. Und wenn der Bus dann auch noch Tore schießt - perfekt."

Am Ende standen die Gers mit leeren Händen da, obwohl sie statistisch gleichwertig waren. 50 Prozent Ballbesitz, mehr Zweikämpfe gewonnen, mehr Schüsse - aber eben nur ein Tor. Die Pars hingegen reisten mit drei Treffern, drei Punkten und einem breiten Grinsen zurück nach Fife.

Im Ibrox-Stadion hingegen hingen die Köpfe. Ein älterer Fan auf der Tribüne brachte es mit typisch schottischem Pragmatismus auf den Punkt: "Wir waren besser - aber das hat der Ball wohl nicht mitbekommen."

Vielleicht war es einer dieser Abende, an denen Fußball keine Gerechtigkeit kennt - oder einfach einer, an denen Dunfermline Pars das Glück der Tüchtigen hatte. Eines steht jedenfalls fest: Die Gers müssen sich bis zum nächsten Spiel etwas einfallen lassen. Vielleicht weniger schön spielen, dafür öfter treffen.

Und Sir Alex? Der verschwand mit einem Kopfschütteln in den Katakomben, murmelte noch: "Ich hasse Statistik." - und ließ Tiago de la Fuente und Co. als verdiente Sieger zurück.

25.04.643990 09:44
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