La Nacion
+++ Sportzeitung für Paraguay +++

General Luque siegt mit Stil und einem Hauch Ironie über UD Guarane

Ein lauer Abend in Luque, 20 Uhr Ortszeit, 40.038 Zuschauer im Stadion - und ein Heimteam, das von der ersten Minute an klarmachte, wer hier die Musik spielt. Club General Luque besiegte am 4. Spieltag der 1. Liga Paraguay die Gäste von UD Guarane verdient mit 2:0 (1:0) und zeigte dabei Fußball, der so schnörkellos wie effizient war.

Trainer Rolando Rolando - ja, der Mann heißt wirklich so - hatte sein Team offensiv eingestellt. "Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir nicht zum Tanzen, sondern zum Treffen gekommen sind", grinste er nach dem Spiel. Schon die ersten Minuten ließen erkennen, dass seine Elf ernst machte: Stephane Caron prüfte Guaranes Keeper Agemar Simao bereits in der dritten Minute mit einem satten Schuss - der erste von insgesamt 13 Torschüssen der Hausherren.

UD Guarane dagegen? Zwei Schüsse aufs Tor in 90 Minuten, einer davon ausgerechnet vom rechten Verteidiger Göran Söderberg in Minute 16. "Ich dachte, ich probier’s mal, bevor wir gar nicht in den Strafraum kommen", sagte der Schwede halb lachend, halb resigniert.

Die Gäste standen tief, fast zu tief, und hatten Mühe, das Spielgerät aus der eigenen Hälfte zu befördern. General Luque kontrollierte mit 51,5 Prozent Ballbesitz das Geschehen, ohne in Ballbesitzorgien zu verfallen. Kurzpassspiel, überlegte Flanken - und dann kam die 38. Minute: Stephane Caron setzte sich auf der rechten Seite durch, passte mit chirurgischer Präzision in die Mitte, wo Michel Capucho lauerte. Der Angreifer hielt den Fuß hin - 1:0.

"Ich habe einfach gespürt, dass der Ball zu mir kommt", erzählte Capucho später mit einem Lächeln, das irgendwo zwischen Bescheidenheit und Selbstzufriedenheit pendelte. "Und dann? Na ja, dann hab ich gemacht, was ein Stürmer eben macht."

Bis zur Pause blieb es beim knappen Vorsprung. UD Guarane-Trainer (dessen Name die Statistik uns schuldig blieb, was womöglich ganz gut ist) gestikulierte wild an der Seitenlinie, während seine Elf mit der eigenen Ideenlosigkeit kämpfte. Einziger Höhepunkt der Gäste: Dimas Galindo sah in der 9. Minute Gelb - immerhin eine Farbe, die Guarane an diesem Abend noch erreichte.

Nach dem Seitenwechsel brachte Rolando Rolando frische Beine: Paul Mayer kam für Caron, Vincent Hennessy ersetzte Gabriel Houghton. Doch am Spielbild änderte sich wenig - Luque blieb dominant, Guarane blieb harmlos.

In der 71. Minute fiel die Entscheidung. Billy Onnington flankte von rechts, Julian Celis kam eingelaufen und schob den Ball überlegt ins linke Eck. 2:0 - das Stadion bebte. "Wir haben genau das trainiert", behauptete Onnington später mit einem Augenzwinkern. "Na gut, vielleicht nicht genau so, aber fast."

UD Guarane versuchte danach, das Ruder herumzureißen, doch mit nur zwei Abschlüssen blieb der Versuch eher symbolisch. David Gerlach versuchte es in der 51. Minute aus der Distanz - ein Schuss, der wohl mehr Staub als Gefahr verursachte.

General Luque dagegen spielte die Partie souverän herunter. Selbst als in der 87. Minute Cedric Van Gheem für Georges Blanqui eingewechselt wurde, blieb die Ordnung stabil. Die Gastgeber wussten: Das hier war ihr Abend.

Nach dem Schlusspfiff wirkte Trainer Rolando zufrieden, aber nicht euphorisch. "Wir haben solide gespielt, das war der Plan. Und wenn man solide spielt, gewinnt man eben solide", erklärte er trocken. Eine Aussage, die ungefähr so spektakulär war wie ein Rückpass in der 90. Minute - aber seine Mannschaft hatte geliefert.

Die Statistik unterstreicht das Bild: 13:2 Torschüsse, 56,8 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 51,5 Prozent Ballbesitz. UD Guarane wirkte, als hätte man sie mit dem falschen Navigationsgerät ins Stadion geschickt.

Michel Capucho, Mann des Spiels, wurde nach Abpfiff gefragt, ob er sich nun als Torgarant sehe. "Ich garantiere gar nichts", grinste er, "außer, dass ich nächste Woche wieder hungrig bin."

Ein Reporter witzelte noch, Rolando Rolando könne nun doppelt feiern - als Trainer und als Namenswiederholung. "Ich feiere nur Siege", konterte der Coach knapp.

Und so feierte Luque einen Abend, an dem vieles passte: zwei Tore, null Gegentor, eine stabile Defensive, ein gut gelauntes Publikum und ein Gegner, der kaum wehtat. Nur der Rasen war leicht ramponiert - vermutlich vor lauter Freude.

Fazit: General Luque hat gezeigt, dass man auch ohne Glanz gewinnen kann - mit Struktur, Geduld und einem Schuss Humor. UD Guarane hingegen dürfte noch eine Weile an diesem Abend zu knabbern haben. Oder, wie ein Fan beim Rausgehen sagte: "Wenn man keine Ideen hat, hilft nur eins: eine gute Ausrede."

Und die hatten die Gäste an diesem Abend leider auch nicht.

22.02.643987 17:47
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Die Alte ist trotzdem unheimlich in Ordnung! Ich habe sie kennengelernt, als ihr Zahnarzt mir das Esszimmer neu tapeziert hat. Kerstin merkte sofort, dass ich bei der Behandlung ein bißchen Schiss hatte. Sie hielt mir ganz lieb das Händchen.
Rudi Assauer über seine neue 24-jährige Lebensgefährtin, die als Zahnarzthelferin arbeitet
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