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Frankfurts Feuerwerk gegen Oldenburg - 3:0 und jede Menge Spaß am Spiel

Einheit Frankfurt hat am Samstagabend eindrucksvoll gezeigt, dass Tabellenmittelfeld auch nach Fußball aussieht - und nicht nach Verwaltungsakt. Mit einem klaren 3:0 schickten die Hessen den VfB Oldenburg zurück in den Norden, und das vor 15.363 begeisterten Zuschauern, die sich bei winterlichen Temperaturen an drei handfesten Toren und etlichen warmen Angriffswellen erfreuen durften.

Schon in der vierten Minute war die Frankfurter Welt in Ordnung. Ausgerechnet Innenverteidiger Vaclav Votava, sonst eher für rustikale Grätschen als für feine Töne bekannt, stand nach einer Ecke goldrichtig und drosch den Ball mit der Entschlossenheit eines Mannes, der seit Wochen auf ein Erfolgserlebnis wartet, in die Maschen. "Ich hab’ nur die Augen zugemacht und gehofft, dass keiner im Weg steht", grinste der Tscheche später in der Mixed Zone. Rui Pinto, der die Ecke hereingebracht hatte, ergänzte trocken: "Das war genau so geplant - fast."

Oldenburg wirkte zunächst nicht geschockt, sondern eher überrascht, dass Frankfurt tatsächlich Fußball spielte. Trainer Kurt Kurt (ja, der heißt wirklich so) rief von der Seitenlinie: "Jungs, das war nur ein Tor, kein Weltuntergang!" Doch seine Stimme verhallte im Frankfurter Angriffswirbel. Die Gastgeber hatten Lust, und Rui Pinto zeigte, warum er das kreative Herz dieser Mannschaft ist. Kurz vor der Pause, in der 44. Minute, zog er aus gut 20 Metern ab - abgelegt hatte der junge Asier Antunez - und traf präzise ins Eck. 2:0, und das Stadion sang sich warm.

"Wir haben’s versucht, aber Frankfurt war heute einfach wacher", gab Oldenburgs Mittelfeldmann Vincent Doucet später zu. Seine Schüsse aus der zweiten Reihe (und davon gab es einige) landeten jedoch meist in den sicheren Armen von Torhüter Vicente Derlei, der nicht nur sicher hielt, sondern auch Zeit für ein paar theatralische Flugparaden fand - zur Freude der Zuschauer und zum Leidwesen der Oldenburger.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig: Frankfurt blieb ruhig, Oldenburg rannte - allerdings eher planlos. In der 57. Minute folgte der endgültige K.o.-Schlag: Rechtsverteidiger Jannik Rau, der bis dahin vor allem durch solide Abwehrarbeit aufgefallen war, tauchte plötzlich im Strafraum auf und verwandelte eine flache Hereingabe von Helmut Miller zum 3:0. "Ich wollte eigentlich flanken", gab Rau schmunzelnd zu, "aber wenn der Ball schon mal drin ist, beschwert sich ja keiner."

Trainer Oliver Steinke wirkte nach dem Spiel fast väterlich stolz: "Drei Tore, drei verschiedene Torschützen - so stelle ich mir Teamgeist vor. Und dass Vaclav trifft, ist ungefähr so wahrscheinlich wie ein ruhiger Abend in der Fan-Kurve."

Oldenburgs Coach Kurt Kurt hingegen suchte nach Worten. Nach langem Schweigen sagte er schließlich: "Wir hatten 14 Torschüsse, aber wenn man nicht trifft, bleibt’s halt beim Versuch." Er zuckte mit den Schultern und stapfte in Richtung Mannschaftsbus, während seine Spieler noch auf dem Rasen diskutierten, ob das jetzt ein gebrauchter Tag oder gleich eine ganze gebrauchte Woche war.

Statistisch betrachtet war das Duell gar nicht so einseitig, wie das Ergebnis vermuten lässt: 54 Prozent Ballbesitz für die Frankfurter, 18 zu 14 Torschüsse - also fast ausgeglichen. Doch während Frankfurt seine Chancen mit chirurgischer Präzision nutzte, schienen die Niedersachsen im Strafraum eher auf Feldforschung als auf Torerfolg aus zu sein.

Rui Pinto, der an zwei Treffern direkt beteiligt war, wurde folgerichtig zum Spieler des Abends gewählt. "Wir haben endlich verstanden, dass Fußball auch Spaß machen darf", sagte er lächelnd. Und tatsächlich, das war zu spüren: Lässige Kombinationen, mutige Pässe, kein hektisches Gebolze - Frankfurt spielte mit jener Leichtigkeit, die man in dieser Liga sonst nur selten sieht.

Als der Schlusspfiff ertönte, applaudierte das Publikum minutenlang. Ein älterer Fan auf der Haupttribüne rief begeistert: "So kann’s weitergehen - aber bitte ohne Herzinfarkt!"

Vielleicht war es kein perfektes Spiel, aber eines, das Lust auf mehr machte. Einheit Frankfurt lebt - und das mit Stil. Oldenburg dagegen fährt mit vielen Fragezeichen nach Hause. Trainer Steinke verabschiedete sich mit einem Augenzwinkern: "Ich hab den Jungs gesagt, sie sollen den Ball einfach öfter ins Tor schießen. Heute haben sie’s endlich ernst genommen."

Ein Abend, der zeigte, dass Fußball manchmal ganz einfach sein kann: Tore schießen, Spaß haben, gewinnen. Frankfurt tat all das - und das Publikum dankte es mit stehenden Ovationen.

21.03.643990 12:16
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