Sverige Fotboll
+++ Sportzeitung für Schweden +++

**Forward SK und FC Nauco trennen sich in dramatischem Duell 1:1**

Es war ein frostiger Januarabend in der 1. Liga Schweden, doch die 16.000 Zuschauer im Stadion von Forward SK kamen schnell auf Betriebstemperatur. Beim 1:1 gegen den FC Nauco erlebten sie ein Spiel, das an Intensität kaum zu überbieten war - taktisch fein gewürzt, emotional aufgeladen und im besten Sinne unberechenbar.

Schon vor dem Anpfiff deutete sich an, dass Forward SK von Beginn an aufs Gaspedal treten würde. Trainer Erik Lund - bekannt für seine Vorliebe für Offensivfußball - hatte seine Elf sichtbar offensiv eingestellt. Und tatsächlich: Kaum war das Flutlicht richtig warm, brannte es bereits lichterloh im Strafraum der Gäste. Nicolas Dewitte prüfte in der vierten Minute FC-Nauco-Keeper Baltsar Dahlin mit einem satten Schuss - der erste von insgesamt zwölf Abschlüssen der Hausherren.

"Wir wollten früh zeigen, dass wir das Spiel gewinnen wollen", erklärte Dewitte nach Abpfiff mit einem spitzbübischen Grinsen. "Leider wollte der Ball öfter in den Fangzaun als ins Tor."

Doch in der 16. Minute klappte es dann doch: Georg Johnsson, der unermüdliche Motor im Mittelfeld, fasste sich ein Herz und drosch den Ball nach Vorlage von Sigvard Nelsen unhaltbar unter die Latte - 1:0! Der Jubel war ohrenbetäubend, die Zuschauer sangen, als hätte man gerade die Meisterschaft gewonnen.

Die Gäste aus Nauco zeigten sich davon zunächst beeindruckt, doch Trainer Mr. Hawk - ein Mann, der auch im Schneesturm noch ruhig bleiben würde - blieb stoisch. "Wir wussten, dass Forward SK in der ersten halben Stunde wild anläuft. Danach wird’s ruhiger", sagte er mit einem Lächeln, das irgendwo zwischen britischer Gelassenheit und nordischer Kälte pendelte.

Tatsächlich bekam Nauco mit zunehmender Spieldauer mehr Kontrolle. Björn Dahlin und der blutjunge Vilhelm Paulsson (17!) wirbelten über die Flügel, während Anders Norman hinten rechts immer wieder mit nach vorne marschierte. Und ausgerechnet dieser Norman war es, der in der 62. Minute den Ausgleich erzielte - nach feinem Zuspiel von Linksverteidiger Halvard Brun. Ein Musterbeispiel für modernes Außenverteidigerspiel: Ballgewinn, Doppelpass, Abschluss - 1:1.

Plötzlich war das Spiel offen wie ein Wintermantel. Chancen hüben wie drüben: Bruhn scheiterte in der 77. Minute knapp per Kopf, Pfeiffer auf der anderen Seite zwang Baiao im Tor von Forward SK zu einer Glanzparade. "Das war ein wilder Tanz", schnaufte Baiao später und wischte sich den Schweiß von der Stirn. "Ich bin froh, dass ich noch alle Finger habe."

In der 65. Minute musste FC Nauco dann gleich doppelt wechseln: Der 29-jährige Abwehrchef Paul Simard verließ das Feld, für ihn kam der 17-jährige Vilhelm Eriksson - der wenig später prompt Gelb sah. Gleichzeitig wurde Keeper Dahlin durch den 18-jährigen Tiburtius Johansson ersetzt, nachdem er sich wohl leicht am Knie verletzt hatte. "Ich hab ihm gesagt, er soll einfach festhalten, was auf ihn zufliegt", grinste Trainer Hawk nach dem Spiel. "Er hat’s wörtlich genommen - sogar die Schneeflocken."

Die Statistik spricht am Ende für ein ausgeglichenes Spiel: 49 Prozent Ballbesitz für Forward SK, 51 Prozent für Nauco. 12 zu 14 Torschüsse, ein leichtes Plus für die Gäste, aber kein Sieger in Sicht. "So ist Fußball", meinte Johnsson lakonisch. "Mal trifft man, mal trifft man - den Pfosten."

In den Schlussminuten wurde es noch einmal hitzig. Dewitte versuchte in der 86. Minute mit einem sehenswerten Seitfallzieher die Führung zurückzuholen, doch Johansson fischte den Ball spektakulär aus dem Winkel - und grinste dabei wie jemand, der gerade zum ersten Mal in seiner Karriere den eigenen Namen im Stadionlautsprecher hört.

Nach 96 intensiven Minuten pfiff der Schiedsrichter ab. 1:1 - ein Ergebnis, das beiden Teams irgendwie gerecht wurde. Forward SK hatte den besseren Start, Nauco das längere Stehvermögen.

"Ich bin zufrieden, aber nicht glücklich", sagte Forward-Trainer Lund in der Pressekonferenz. "Das ist so ein typisches Unentschieden, bei dem man sich fragt, ob man jetzt Pizza oder Salat essen soll."

Und Mr. Hawk? Der zog seinen Mantel zu, nickte knapp und meinte nur: "Ein Punkt ist besser als kein Punkt. Und meine Jungs haben heute Charakter gezeigt - und das ohne Pressing."

Ein Spiel, das vielleicht keinen Sieger hatte, aber jede Menge Geschichten. Und wer weiß - vielleicht treffen sich diese beiden Mannschaften am Ende der Saison wieder, um zu klären, wer eigentlich das bessere "Vilhelm"-Team ist.

Denn davon gab es an diesem Abend gleich drei auf dem Platz. Und mindestens einer davon wird sich noch lange an dieses 1:1 erinnern.

01.05.643987 19:55
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