Diarios de Futbol
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Feuriger Schlagabtausch endet unentschieden - Whistling FC und Fire-House FC trennen sich 1:1

59.000 Zuschauer sahen im ausverkauften Whistling Stadium einen Copa-Libertadores-Abend, der alles bot außer Langeweile. Zwei Tore innerhalb von drei Minuten, ein paar verzweifelte Flanken, eine gelbe Karte zum Dessert - und mittendrin zwei Trainer, die das Spiel so unterschiedlich interpretierten, als hätten sie auf zwei verschiedenen Planeten gestanden.

"Ich habe meine Jungs gesagt: spielt mit Herz, aber bitte nicht mit dem Feuer", knurrte Whistling-Coach Gus Hidding nach dem Schlusspfiff. Ganz geklappt hat das nicht - denn Fire-House FC machte seinem Namen alle Ehre und brannte in der ersten Halbzeit ein Offensivfeuerwerk ab. 15 Torschüsse insgesamt, fast doppelt so viele wie die Gastgeber, sprachen eine deutliche Sprache.

Doch den Anfang machte Whistling FC. In der 26. Minute brach Andrej Beresuzki über die linke Seite durch, bekam den Ball mustergültig von William Carey serviert und schlenzte ihn ins rechte Eck. Keeper Sergio Fortun streckte sich vergeblich, während Beresuzki mit einem Jubel posierte, der irgendwo zwischen Rocky Balboa und Ballett lag. "Ich wollte eigentlich gar nicht so feiern", grinste der Stürmer später, "aber das Adrenalin hat mich erwischt."

Drei Minuten später allerdings war der Zauber dahin. Fire-House FC antwortete prompt: Wouter Brill, zuvor schon mit zwei Abschlüssen gescheitert, nahm diesmal Maß. Nach feiner Vorarbeit von Oscar Zahinos drosch er den Ball kompromisslos unter die Latte - das 1:1 (29.). Whistling-Keeper Adrian Miguel sah dem Geschoss nur noch hinterher und murmelte später mit einem gequälten Lächeln: "Ich habe den Ball kommen sehen - aber er kam einfach zu schnell. Vielleicht sollte ich mir die Wiederholung in Zeitlupe anschauen."

Die Partie blieb temporeich, aber keineswegs filigran. Fire-House spielte mit starker Aggressivität, wie es Trainer Dottore Caballero liebt. "Wir gehen dahin, wo es weh tut", erklärte der Coach gewohnt charmant mit einem Schulterzucken. Sein Team hielt Wort - besonders im Mittelfeld, wo Kobe Van Gheem und Razvan Lacatus die Räume eng machten und Whistling kaum zur Entfaltung kam.

Whistling FC hingegen blieb bei seiner offensiven, aber kontrollierten Linie. Kein wildes Pressing, dafür geduldige Ballzirkulation - zumindest so lange, bis Fire-House wieder einmal mit gestrecktem Bein dazwischenfuhr. Der Ballbesitz sprach mit 47 zu 53 Prozent leicht für die Gäste, die auch mehr Abschlussversuche hatten, doch die klareren Szenen gehörten Whistling.

Kurz nach der Pause versuchte Christoph Lachance, den alten Spielwitz wiederzubeleben, scheiterte aber zweimal am glänzend reagierenden Fortun. Auf der Gegenseite schepperte es beinahe in der 65. Minute, als Tiago Santos einen satten Linksschuss losließ - Miguel parierte spektakulär mit einer Hand. Das Publikum johlte, als hätte der Keeper gerade einen Elfmeter gehalten.

In der Schlussphase wurde es wild. Gelbe Karte für Whistlings Linksverteidiger Albert Dorland in der 90. Minute - ein Foul, das so unnötig war wie ein Regenschirm in der Wüste. "Ich wollte nur den Ball treffen", verteidigte sich Dorland, während Coach Hidding ihm mit einem Blick zu verstehen gab, dass das wohl kaum gelungen war.

Fire-House drückte bis zum Ende, wechselte offensiv: Santos kam für Brill, Da Cru für Zahinos. Doch Whistling hielt stand. Irgendwo zwischen heroisch und hektisch verteidigten sie das Remis, und als der Schlusspfiff ertönte, wirkten beide Teams gleichermaßen erleichtert wie erschöpft.

"Ein gerechtes Ergebnis", bilanzierte Caballero später, "obwohl wir hätten gewinnen können - nein, müssen." Hidding konterte trocken: "Wenn sie das müssen, dann sollen sie’s im Rückspiel tun. Wir kommen jedenfalls nicht, um Geschenke zu verteilen."

So endet das Hinspiel 1:1 - ein Ergebnis, das beide Seiten leben lässt. Whistling FC hat gezeigt, dass Leidenschaft und Struktur sich nicht ausschließen. Fire-House FC wiederum bewies, dass Aggressivität und Technik Hand in Hand gehen können, solange der Schiedsrichter ein Auge zudrückt.

Auf dem Papier also ein Unentschieden. Auf dem Rasen aber ein kleiner Sieg für den neutralen Zuschauer, der alles bekam: Tempo, Emotionen, kleine Dramen - und das Gefühl, dass Fußball manchmal eben doch ein bisschen Theater ist.

Und wer das Rückspiel sieht, sollte den Popcorn-Vorrat aufstocken. Denn wenn Whistling pfeift und Fire-House brennt, wird’s garantiert wieder laut.

15.08.643987 09:00
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