Jamaica News Bulletin
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Feuer und Flamme in Buff Bay - Fire-House FC brennt die Saints nieder

Das Flutlicht glühte, der Karibikwind trug den Duft von Zuckerrohr und Erwartung durchs Stadion, und 40.000 Fans hofften auf ein Fußballfest. Sie bekamen eins - allerdings einseitiger, als es den Buff Bay Saints lieb war. Am Ende stand ein 2:4 gegen die Gäste vom Fire-House FC, die ihrem Namen alle Ehre machten: Sie spielten, als wären ihre Schuhe aus Zunder.

Schon früh deutete sich an, dass Buff Bay zwar den Ball (52 % Ballbesitz) hatte, Fire-House aber den Plan. 23 Torschüsse der Gäste gegen nur 7 der Hausherren sprechen eine deutliche Sprache - oder wie Saints-Kapitän Bernard Primes nach dem Spiel trocken meinte: "Wir hatten den Ball, sie hatten die Tore. Vielleicht sollten wir mal tauschen."

Das erste Mal jubelten die Gäste in der 41. Minute: Julian Arredondo, der bullige Mittelstürmer, traf nach feinem Zuspiel von Sander Vogel zum 0:1. Der Treffer war verdient, denn Fire-House hatte bereits zuvor einige Male an die Grenzen des Möglichen geschossen - und an die Fäuste von Saints-Keeper Oscar Chevallier.

Arredondo legte gleich nach: Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff (47.) stocherte er den Ball nach einem Standard über die Linie. Der Pass kam kurioserweise von Innenverteidiger Salvador Barbosa - der offenbar beschlossen hatte, dass Verteidigen überbewertet ist. "Ich hab einfach mal mitgelaufen", grinste Barbosa später in der Mixed Zone. "Arredondo meinte, ich solle öfter vorbeischauen."

Doch Buff Bay gab sich nicht geschlagen. In der 52. Minute brachte Cristobal Carvalho die Saints zurück ins Spiel. Nach Vorarbeit von Linksverteidiger Vincent Tonel drosch der erfahrene Mittelfeldmann den Ball unter die Latte - ein Tor, das selbst Trainer Dottore Caballero kurz applaudieren ließ.

"Ich mag schöne Tore, auch wenn sie gegen uns fallen", sagte der Fire-House-Coach hinterher mit einem verschmitzten Lächeln. "Aber nur, wenn wir danach drei machen."

Fast hätte er recht behalten. Denn kaum hatten sich die Saints sortiert, schlug Fire-House wieder zu: Wouter Brill (66.) erhöhte nach einem mustergültigen Konter auf 1:3. Der flinke Linksaußen hatte einen Sahnetag erwischt, bereitete unermüdlich Druck und ließ die Buff-Bay-Abwehr reihenweise stehen.

Als Joshua Carter in der 69. Minute nach feinem Zuspiel von Ezequiel Guillen das 2:3 erzielte, keimte kurz Hoffnung auf. Die Fans tobten, die Trommeln dröhnten, und ein älterer Herr auf der Tribüne rief so laut "Jetzt geht’s los!", dass selbst die Balljungen lachten. Doch der Optimismus währte nur fünf Minuten - dann traf ausgerechnet Barbosa, der Held von hinten, zum 2:4-Endstand (74.).

"Ich wollte eigentlich nur aufräumen", sagte Barbosa, "aber wenn der Ball so schön da liegt, wäre es ja unhöflich, ihn liegen zu lassen."

Danach verwaltete Fire-House das Ergebnis souverän. Zwei Gelbe Karten (Pohl in der 59., Vanderveer in der 87.) zeigten zwar, dass es phasenweise ruppig wurde, aber die Gäste hatten das Geschehen im Griff. Coach Caballero ließ sogar seine Joker glänzen: Rafael Da Cru und Charles Chamberlain kamen frisch aufs Feld und sorgten dafür, dass Buff Bay kaum noch Luft bekam.

Die Statistik bestätigt den Eindruck: Fire-House agierte mit offensiver Ausrichtung, hohem Einsatz und aggressivem Pressing in der Schlussphase - genau das, woran Buff Bay scheiterte. Während die Saints ausgeglichen und taktisch brav agierten, spielten die Gäste mit Feuer und Flair.

Nach dem Abpfiff wirkte Saints-Trainer (dessen Name in den Unterlagen verschämt fehlte - vielleicht zu seinem Glück) gefasst, aber resigniert: "Manchmal spielt man 90 Minuten brav mit, und trotzdem sieht’s am Ende aus, als hätte man auf dem Parkplatz trainiert."

Und Fire-House? Dottore Caballero nahm einen tiefen Zug aus seiner Wasserflasche und sagte mit italienischem Akzent: "Wir sind Fire-House. Wenn’s brennt, dann richtig."

So endete ein Abend, an dem Buff Bay mit 52 % Ballbesitz die Statistik, Fire-House aber das Spiel gewann. Und während die Heimfans träge vom Stadion in die Nacht trotteten, hallte von der Gästetribüne noch der Gesang der Fire-House-Anhänger - so laut, dass man fast glauben konnte, das Stadion selbst würde in Flammen stehen.

Ein Fußballabend wie ein Sommergewitter: laut, blitzend, und am Ende blieb nur Rauch über Buff Bay.

22.02.643987 17:48
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Ich glaube nicht, dass der Verein mir Steine in den Vertrag legt.
Torsten Legat zu evtl. Wechselproblemen mit Eintracht Frankfurt
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