Diarios de Futbol
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Felinos fressen Wirbelsturm - Chiapas schlägt San Lorenzo mit 3:1

Es war ein Abend, an dem 45.745 Zuschauer in Chiapas das Gefühl hatten, dass ihre Mannschaft nicht nur Fußball spielte, sondern ein ganzes Opernlibretto auf den Rasen brachte - mit Drama, Leidenschaft und einem Hauch Größenwahn. Die Felinos Chiapas bezwangen Ciclon San Lorenzo mit 3:1 und festigten damit ihren Ruf als offensivhungrige Raubkatzen der Amerikaliga.

Schon die ersten Minuten machten klar, wer hier das Heft in der Hand hielt: Die Felinos pressten, kombinierten und schnurrten sich förmlich in den gegnerischen Strafraum. In der 14. Minute dann der erste Auftritt des Abends: Joschua Henning, 32 Jahre jung, aber mit der Ruhe eines Altmeisters, schlenzte den Ball nach Vorarbeit von Hans Simon ins lange Eck. "Ich hab’ einfach mal draufgehalten - und gehofft, dass der Ball mich mag", grinste Henning später, während Trainer Felino Felinos daneben die Arme verschränkte und nur trocken meinte: "Das war so geplant. Fast."

San Lorenzo, trainiert vom stoischen Eiko Henke, wirkte dagegen wie ein Windstoß, der in der Hitze von Chiapas schnell verpuffte. Vier Torschüsse in 90 Minuten - und das bei 40 Prozent Ballbesitz. Die Statistik erzählte, was die Augen längst gesehen hatten: Die Gäste standen unter Dauerdruck. Keeper Javi Ximenes rettete mehrfach spektakulär, einmal sogar mit dem Rücken, was bei den Fans der Felinos nur zu halbem Applaus führte - man wollte Tore sehen, keine Akrobatik.

Nach der Pause ging es dann Schlag auf Schlag. In der 48. Minute schlich sich Linksverteidiger Giuseppe Bruzzone unbemerkt nach vorne und drosch den Ball nach feiner Vorarbeit von Nevio Dominguez in die Maschen. "Ich bin eigentlich Verteidiger", sagte Bruzzone hinterher lachend, "aber in dem Moment hatte ich einfach Lust auf Abenteuer." Trainer Felinos schüttelte den Kopf: "Wenn meine Abwehrspieler anfangen, Tore zu schießen, weiß ich, dass ich irgendwas richtig gemacht habe - oder alles falsch."

Doch Ciclon San Lorenzo weigerte sich, kampflos unterzugehen. In der 62. Minute sorgte Adriano Quaresma aus dem Nichts für den Anschlusstreffer. Sein Distanzschuss, von Miguel Futre vorbereitet, zischte ins linke Eck - der erste richtige Lebenszeichen des Wirbelsturms. Kurz darauf gab’s Gelb für Patrick Featherstone, der offenbar beschlossen hatte, dass der Ball zu schnell rollte und ihn kurzerhand mit dem Gegner verwechselte.

Der Jubel der Gäste währte allerdings nur kurz. Sechs Minuten später drehte Thijmen Schoonhoven, der junge Wildfang auf der linken Seite, endgültig das Licht aus: Nach Pass von Hans Simon tanzte er sich durch den Strafraum, ließ Ximenes aussteigen und schob locker zum 3:1 ein. "Ich hab’ gar nicht gemerkt, dass ich schon im Fünfer war", sagte Schoonhoven später grinsend, "ich wollte eigentlich noch querlegen."

Die restliche halbe Stunde? Ein Katz-und-Maus-Spiel - wobei die Katze deutlich mehr Spaß hatte. 21 Torschüsse standen am Ende auf Seiten der Felinos, die Gäste kamen auf ganze vier. Und während sich Giuseppe Bruzzone und Ruben Albinana noch Gelbe Karten abholten (wohl aus purer Langeweile), wechselte Henke frustriert dreimal, ohne dass sich am Spielrhythmus etwas änderte.

Einmal gab’s noch Gelächter auf der Pressetribüne, als Henke nach der Partie erklärte: "Wir hatten das Spiel im Griff - zumindest mental." Sein Gegenüber Felinos konterte trocken: "Dann hätten sie’s behalten sollen."

Die Stimmung im Stadion war ausgelassen, die Fans sangen, tanzten, und ein älterer Zuschauer fasste es auf der Tribüne perfekt zusammen: "Diese Felinos - die jagen nicht, die genießen." Treffender kann man den Fußballabend kaum beschreiben.

Unterm Strich bleibt: Ein verdienter 3:1-Sieg, drei verschiedene Torschützen (Henning, Bruzzone, Schoonhoven) und jede Menge Spielfreude. Die Felinos zeigten, dass man auch mit 60 Prozent Ballbesitz nicht langweilig sein muss, und dass selbst Linksverteidiger ab und zu Märchen schreiben dürfen.

Oder wie Trainer Felinos am Ende sagte, während er mit einem breiten Grinsen in die Kameras blickte: "Wir haben heute nicht nur gewonnen, wir haben getanzt - und Ciclon hat uns den Rhythmus gelassen."

Ein Abend für die Fans, für die Statistik - und für das Geschichtsbuch der Felinos, das wieder um ein Kapitel reicher ist.

07.03.643994 00:57
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