Diarios de Futbol
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Felinos Chiapas beißt sich zurück - 1:1 gegen CA Belgrano

Was für ein Abend in Chiapas! 52.000 Zuschauer schrien, sangen, fluchten - und am Ende teilten sich Felinos Chiapas und CA Belgrano im ersten Gruppenspiel der Copa-Libertadores-Qualifikation die Punkte. 1:1 stand auf der Anzeigetafel, aber dahinter verbarg sich ein kleines Fußball-Drama mit südamerikanischer Seele, mexikanischem Temperament und argentinischer Geduld.

Schon der erste Torschuss nach 60 Sekunden - ein Versuch von Nuno Domingos - ließ das Stadion kurz die Luft anhalten. Der Ball rauschte knapp vorbei, und Torhüter Giacomo Andali rief seinem Abwehrchef Xavi Postiga zu: "Wenn das so weitergeht, brauch ich ’nen Herzschrittmacher!" Die Gäste aus Córdoba wirkten in dieser Anfangsphase abgeklärter, während die Felinos noch zwischen Defensive und Angriff schwankten - ganz so, als hätten sie den Matchplan ihres Trainers Felino Felinos noch nicht vollständig verstanden.

Belgrano spielte, wie man es von ihnen kennt: ruhig, balanciert, fast stoisch. In der 31. Minute dann der große Auftritt von Vincent Adao - ausgerechnet ein Innenverteidiger! Nach einer butterweichen Flanke von Inigo Allegri stieg der 32-Jährige am höchsten und köpfte den Ball unhaltbar ins Netz. 0:1, und plötzlich konnte man das Rascheln der Panik durch die Tribünen hören. "Wir wussten, dass sie bei Standards gefährlich sind", knurrte später Felinos. "Aber ich wusste nicht, dass Adao auch noch fliegen kann."

Das Tor war verdient - Belgrano hatte zu diesem Zeitpunkt mehr Ballbesitz (52 Prozent) und wirkte in jeder Aktion einen Tick wacher. Die Hausherren brauchten eine Weile, um zu reagieren. Miguel Viejo versuchte es aus allen Lagen, Caio Postiga prüfte Keeper Gabri Moutinho nach der Pause gleich zweimal. Doch das Glück blieb zunächst aus.

Dann kam Minute 70 - und mit ihr die Explosion. Ruben Albinana, der rechte Außenverteidiger (!), fasste sich nach einem Zuspiel des jungen Javier Bermudez ein Herz und drosch den Ball aus 20 Metern in den Winkel. Moutinho flog vergeblich, die Arena tobte. "Ich wollte eigentlich flanken", gab Albinana grinsend zu. "Aber dann dachte ich: Warum nicht mal ein bisschen Zauberei?"

Danach war das Spiel offen wie ein mexikanischer Straßenmarkt. Chancen hüben wie drüben: Domingos verfehlte in der 78. Minute nur um Zentimeter, Viejo schoss in der 89. gleich dreimal in Folge auf das Tor, als wollte er die Kugel hypnotisieren. Am Ende blieb es beim 1:1 - ein Ergebnis, das beide Seiten als "gerecht" bezeichneten, was im Fußball bekanntlich heißt: keiner ist wirklich zufrieden.

Trainer John Lock von Belgrano zeigte sich nachdenklich: "Wir hatten das Spiel im Griff, aber wir haben vergessen, das zweite Tor zu machen. Im Süden sagen wir: Wer beim Tanzen anhält, stolpert." Sein Gegenüber Felinos sah das naturgemäß anders: "Unsere Jungs haben Herz bewiesen. Und manchmal reicht Herz, um aus einer Niederlage ein Unentschieden zu machen."

Statistisch betrachtet war das Spiel beinahe ausgeglichen: 12 Torschüsse für Chiapas, 9 für Belgrano, Ballbesitz 48 zu 52 Prozent - Zahlen, die den Eindruck bestätigen, dass hier zwei Teams auf Augenhöhe um jeden Meter kämpften. Die Zweikampfquote von 52 Prozent für die Gastgeber zeigt, dass sie sich im zweiten Durchgang in die Partie bissen - im wahrsten Sinne des Wortes.

Amüsant war auch die Szene in der 65. Minute, als Miguel Viejo nach einem missratenen Abschluss lachend in Richtung Trainerbank rief: "Coach, der Ball war schwerer als beim Training!" Felinos winkte nur ab. "Wenn du triffst, ist er leicht genug", soll er später gesagt haben.

Das Publikum in Tuxtla Gutierrez verabschiedete seine Mannschaft mit Applaus - und einer Mischung aus Erleichterung und Hoffnung. Denn das Team hat Moral gezeigt. Und das braucht es in einer Gruppe, in der jeder Punkt Gold wert sein wird.

Fazit: Ein 1:1, das keinem richtig weh tut, aber auch keinen wirklich glücklich macht. Belgrano war die reifere Mannschaft, Chiapas das leidenschaftlichere Team. Und irgendwo auf der Pressetribüne summte ein Kollege: "So sieht Fußball aus, wenn beide Angst haben zu verlieren."

Man könnte sagen, beide Mannschaften taten genug, um Respekt zu verdienen - aber nicht genug, um zu gewinnen. Vielleicht passt das ja ganz gut zu diesem Wettbewerb, in dem selbst ein Innenverteidiger zum Torjäger und ein Außenverteidiger zum Hoffnungsträger werden kann.

Oder, wie es Torschütze Albinana beim Hinausgehen formulierte, während er noch Autogramme gab: "Ein Punkt ist kein Festmahl - aber wenigstens kein leerer Teller."

11.11.643993 12:40
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Was der Rudi Bommer heute mit seinen 800 Jahren geleistet hat, war schon phänomenal.
Dragoslav Stepanovic
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