Sportecho
+++ Sportzeitung für Deutschland +++

FC?Kreuzberg tanzt den Greifswald?Blues - 4:3 nach epischem Comeback

Berlin, 14. Januar 2026 - 56.411 Zuschauer im prall gefüllten Kreuzberger Stadion bekamen an diesem frostigen Abend alles, was der Fußball zu bieten hat: Drama, Tore, Gelbe Karten und einen Trainer, der nach dem Schlusspfiff aussah, als habe er gerade die Berliner U‑Bahn eigenhändig angeschoben. Der FC Kreuzberg bezwang den Greifswalder SV nach 0:2‑Rückstand mit 4:3 (0:2) - ein Spiel, das in der Vereinschronik künftig vermutlich unter "Herzinfarkt‑Partien" abgelegt wird.

Dabei hatte es zu Beginn gar nicht nach einem Kreuzberger Feiertag ausgesehen. Schon in der 13. Minute traf Jonas Lemke für die Gäste, nach Vorarbeit von Linksverteidiger Olav Baum. Nur drei Minuten später erhöhte Oscar Coluna - Greifswalds linker Wirbelwind - nach Pass von Joaquin Muno auf 2:0. "Da dachte ich kurz, wir haben das falsche Drehbuch bekommen", gestand Kreuzberg‑Coach Atze Matze später mit einem schiefen Grinsen. Seine Mannschaft wirkte wie eingefroren, während Greifswalds Offensive mit chirurgischer Präzision durch die Kreuzberger Abwehr schnitt.

Der FC Kreuzberg hatte zwar mehr Ballbesitz (57 Prozent) und schoss aus allen Lagen (18 Torschüsse), doch zur Pause stand es 0:2 - begleitet von einem ungeduldigen Pfeifkonzert. "Wir wussten, dass wir besser sind, aber Theorie und Praxis… naja", murmelte Mittelfeldmann Rui Molina, der in der Kabine angeblich den berühmten Satz rief: "Jetzt spielen wir mal Fußball, nicht Schach!"

Gesagt, getan. Nach dem Seitenwechsel kam die Wende - in vier Akten. In der 60. Minute bediente Ion Stancu den bulligen Thijmen van Antwerp, der den Ball trocken ins Netz wuchtete. Nur sieben Minuten später hämmerte Ignacio Arrieta nach einer Flanke von Gerard Ganesvoort den Ball zum 2:2 unter die Latte. Das Stadion tobte, Bierbecher flogen, und Trainer Matze rannte die Seitenlinie entlang, als hätte er gerade selbst getroffen.

Greifswald wirkte kurz geschockt, fing sich aber wieder - bis Matze in der 65. Minute den 21‑jährigen Jose Enrique Galindo brachte. Ein Wechsel, der sich als goldrichtig erweisen sollte. Zunächst markierte der Youngster in der 82. Minute das 3:2, nach Vorlage von Van Antwerp. "Ich hab einfach draufgehalten, weil ich keine Lust auf Verlängerung hatte", grinste Galindo nach Abpfiff.

Doch wer dachte, das Drama sei vorbei, wurde eines Besseren belehrt. Nur drei Minuten später schlug erneut Jonas Lemke für Greifswald zu - sein zweiter Treffer, wieder nach Vorlage von Muno. 3:3, die Nordlichter jubelten, Kreuzberg schnaufte. "Da dachte ich: Typisch wir - wir machen’s spannend, bis der Arzt kommt", gestand Verteidiger Noe Quaresma.

Aber Kreuzberg hatte noch eine letzte Szene parat, die selbst Hollywood neidisch gemacht hätte. 86. Minute, Galindo flankt butterweich von links, Matthias Henkel, der 33‑jährige Publikumsliebling, rauscht heran und drückt den Ball per Kopf über die Linie. 4:3! Das Stadion explodierte. Henkel verschwand unter einem Berg jubelnder Mitspieler, und über die Lautsprecher brüllte der Stadionsprecher: "Matthiiiiias Henkelllll!" - als wolle er ihn für den Rest des Jahres auf der Anzeigetafel behalten.

Greifswald warf in den letzten Minuten noch einmal alles nach vorn, doch Kreuzbergs Ersatzkeeper Maurizio Squillace, der in der 70. Minute für Jose de Almeida gekommen war, hielt den Sieg fest. "Ich hatte kaum Zeit, mir die Handschuhe richtig anzuziehen", lachte er, "aber besser so, als auf der Bank einzuschlafen."

Die Statistiken unterstreichen den wilden Charakter der Partie: 18 Torschüsse für Kreuzberg, nur 6 für Greifswald; Ballbesitz 57 zu 43 Prozent; Zweikampfquote 54 Prozent zugunsten der Berliner. Gelbe Karten gab’s reichlich - Velazquez (32. Minute) und Goddaert (77.) für Kreuzberg, Butragueno (47.) und Lemke (62.) für Greifswald - aber immerhin keine Platzverweise.

Greifswalds Trainer Jan Pehnert nahm die Niederlage mit Galgenhumor: "Wenn man vier Tore in einer Halbzeit kassiert, war die Taktik wohl eher poetisch als praktisch." Seine Mannschaft hatte in der ersten Hälfte mit aggressivem Offensivfußball überzeugt, danach aber den Stecker gezogen bekommen.

Atze Matze dagegen strahlte nach dem Schlusspfiff wie ein Kind vor dem Süßigkeitenregal. "Ich hab den Jungs in der Pause gesagt: Wir schreiben heute Geschichte oder wir schreiben Entschuldigungsbriefe. Sie haben sich zum Glück für Geschichte entschieden."

Und so endete ein denkwürdiger Abend in Kreuzberg mit Jubelgesängen, heiseren Kehlen und der Erkenntnis, dass Fußball eben jener seltsame Sport ist, bei dem man in 45 Minuten vom Weltuntergang in den Himmel katapultiert werden kann.

Oder, wie Stadionsprecher Dieter "die Stimme" Krull beim Abpfiff trocken meinte: "Wer heute nicht da war, darf sich morgen nicht beschweren, dass Netflix langweilig ist."

18.06.643987 17:49
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Ich bin mir sicher, unserer Mannschaft wird nichts passieren.
Berti Vogts als Kapitän bei der WM 1978 zur Folterpraxis des argentinischen Militärregimes
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager