Jamaica News Bulletin
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Duhaney Park fegt Whistling FC mit 4:1 vom Platz - Grenier trifft doppelt

Es gibt Spiele, die beginnen, bevor der Schiedsrichter überhaupt pfeift - und genau so eines erlebten die 45.263 Zuschauer im Duhaney Park Stadium an diesem lauen Märzabend. Noch ehe die ersten Fans ihre Kokosnuss geöffnet hatten, zappelte der Ball schon im Netz: Nach gerade einmal 60 Sekunden war Joseph Grenier zur Stelle, und Whistling FC wusste gar nicht, wie ihm geschah. "Ich wollte eigentlich nur den ersten Pass spielen", grinste Grenier nach dem Spiel, "aber wenn der Ball so schön kommt, darf man ihn halt nicht beleidigen."

Trainerin Elisa Fernanda konnte sich beim Jubel kaum zurückhalten. Ihre offensive, konterstarke Marschroute ging von Beginn an auf. Während Whistling-Coach Jokel Star noch mit seinem Notizblock kämpfte, hatte Duhaney Park schon zwei gefährliche Angriffe gefahren. Und Grenier, der 32-jährige Routinier auf dem linken Flügel, war überhaupt nicht bereit, an diesem Abend Kompromisse zu machen.

In der 40. Minute war es wieder Grenier, der nach einer butterweichen Flanke von Sebastien Auch per Direktabnahme auf 2:0 erhöhte. Das Stadion bebte - und Whistling FC wirkte, als hätte man ihnen die Trillerpfeife geklaut. "Wir hatten eigentlich einen offensiven Plan", versuchte Trainer Star später zu erklären, "aber Duhaney Park hat uns einfach ausgekontert, als wären wir ein Jugendteam."

Zur Pause stand es 2:0, und die Statistiker notierten 8:3 Torschüsse für die Hausherren. Ballbesitz? Nahezu ausgeglichen - 50,6 zu 49,4 Prozent. Doch wer hinsah, wusste: Das war eine dieser Partien, in denen Statistik nichts mit Realität zu tun hatte. Duhaney Park spielte schnell, direkt und mit einer Spielfreude, die man sonst eher am Strand mit Flip-Flops sieht.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Whistling FC tatsächlich, mehr Druck zu machen. Thomas Abati prüfte in der 60. Minute Keeper Luka Haag, der mit einer Flugparade Marke "Katze auf Zucker" klärte. Doch kaum hatte Whistling Blut geleckt, schlug Duhaney wieder zu. Grenier leitete einen perfekten Konter ein, Niels Klausen vollendete in Minute 63 eiskalt zum 3:0. "Ich hab’ einfach die Augen zugemacht und gehofft, dass er reingeht", gab der Däne ehrlich zu. Es funktionierte.

Die Gäste gaben sich aber nicht völlig auf. In der 74. Minute belohnte sich Abati mit einem Treffer nach schöner Vorarbeit von Corey Hannigan - 3:1, der Ehrentreffer. Für einen kurzen Moment wirkte es, als könnte Whistling noch einmal Spannung aufbauen. Doch diese Hoffnung dauerte genau zehn Minuten.

Denn in der 84. Minute trat Innenverteidiger Alfonso Vazques auf den Plan, der offenbar beschlossen hatte, dass Tore nicht nur Stürmern vorbehalten sind. Nach einer Ecke von Bradley Blanchard wuchtete Vazques den Ball per Kopf ins Netz - 4:1, Feierabend. Der Jubel war so laut, dass man ihn vermutlich bis Kingston hörte.

Die Schlussphase bestand dann vor allem aus gelben Karten und geplatzten Frustrationen. Olivier Sander (65.) und Diego Galva (78.) kassierten Verwarnungen für Whistling, während Duhaney-Verteidiger Mario Butragueno in der 90. Minute Gelb sah - wohl aus reiner Langeweile, denn das Spiel war da längst entschieden.

Trainerin Elisa Fernanda zeigte sich nach dem Schlusspfiff zufrieden, aber nicht überschwänglich: "Wir haben heute vieles richtig gemacht, aber noch mehr vor. Ich will, dass die Jungs so weiterspielen - nur mit etwas weniger Herzinfarkt in der ersten Minute."

Ihr Gegenüber Jokel Star wirkte dagegen ratlos. "Manchmal ist Fußball wie ein schlechter Witz - du lachst, aber nur die anderen haben Spaß." Immerhin nahm er’s mit Humor.

Statistisch betrachtet war das Ergebnis klar verdient: 15 Torschüsse für Duhaney, 6 für Whistling. Eine ordentliche Zweikampfquote von fast 55 Prozent rundete den Abend der Gastgeber ab. Und wer gesehen hat, wie Grenier und Klausen sich gegenseitig die Bälle zuspielten, der ahnt: Dieses Duo könnte in dieser Saison noch für einige schlaflose Nächte bei gegnerischen Abwehrreihen sorgen.

Als die Flutlichtmasten langsam erloschen und die letzten Fans ihre Trommeln verstauten, blieb vor allem ein Gedanke: Duhaney Park hat nicht nur gewonnen, sie haben begeistert. Und wenn Elisa Fernanda weiterhin so lässig Regie führt, könnte man glatt meinen, sie coache eine Samba-Truppe statt einer jamaikanischen Erstligamannschaft.

Oder, wie Grenier mit einem Zwinkern sagte, bevor er in die Kabine verschwand: "Manchmal reicht ein guter Start - und ein bisschen Sonne im Herzen."

03.09.643993 03:50
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