Diarios de Futbol
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Diablos Guadalajara beißen sich zurück - 1:1 gegen UD Lanus

Es war ein Abend, an dem 79.500 Zuschauer im Estadio de Fuego ihr Herz in Schweiß verwandelten - und ihre Stimmbänder vermutlich gleich mit. Diablos Guadalajara und UD Lanus trennten sich im fünften Gruppenspiel der Copa Libertadores mit einem 1:1, ein Resultat, das beiden irgendwie zu wenig und doch zu viel war.

Trainer Ralf Mr. hatte vor dem Spiel noch gewarnt: "Lanus spielt nicht nur Fußball, die machen ihn hässlich." Damit sollte er nicht ganz Unrecht behalten. Schon nach 14 Minuten nutzte Thomas Chamberlain, 33 Jahre jung und mit der Eleganz eines britischen Rasenmähers, die erste echte Chance. Nach Vorarbeit von Leandro Galindo drosch er das Leder unhaltbar ins Netz - 0:1, und das Stadion murmelte ungläubig. "Ich dachte, der Ball sei schon draußen", erklärte Chamberlain später mit einem Grinsen, das irgendwo zwischen Unschuld und Überheblichkeit pendelte.

Die Diablos wankten, aber sie fielen nicht. Archie Valentine und der junge Caio Delgado feuerten aus allen Lagen, während die Defensive um Jacques Michaud eher wie ein improvisiertes Kunstprojekt wirkte. Der Halbzeitpfiff kam schließlich wie eine Gnade.

In der Kabine muss es laut geworden sein. Ralf Mr. soll dem Vernehmen nach die Taktiktafel mit einem gezielten "Pressing-Schlag" an die Wand befördert haben. Jedenfalls kehrten die Diablos mit einer ganz anderen Energie zurück. Der Wechsel von Philippos Dimoutsos auf die linke Seite zahlte sich aus - und wie! In der 49. Minute ließ der 20-Jährige die Arena explodieren. Nach einem cleveren Steckpass des eingewechselten 18-jährigen Marco Verratti legte Dimoutsos den Ball vorbei an Tomasz Alex ins lange Eck. 1:1, pure Erlösung.

"Ich hab einfach geschossen, weil ich keine Lust auf Ralf hatte, wenn wir verlieren", witzelte Dimoutsos hinterher. Sein Trainer konterte trocken: "Dann soll er ruhig weiter Angst haben."

Guadalajara übernahm nun das Kommando, zumindest statistisch. 51,9 Prozent Ballbesitz, 14 Torschüsse - aber das Netz blieb stumm. Die Lanus-Abwehr, angeführt vom robusten Sergio Jorge, verteidigte mit der Entschlossenheit von Männern, die wussten, dass das Hotelbuffet nur bei einem Punkt offen bleibt.

In der 59. Minute stoppte das Spiel kurz, als Marc Ramirez von Lanus nach einem Zweikampf verletzt liegen blieb. Der rechte Verteidiger musste runter, Lucas Serfontein kam - und brachte frischen Beton mit. Kurz darauf holte sich Oscar Galindez von Guadalajara Gelb, nachdem er mehr Ball als Gegner getroffen hatte, aber der Schiedsrichter das offenbar anders sah.

Die letzten zwanzig Minuten gehörten den Diablos - zumindest vom Willen her. Caio Delgado prüfte den Keeper gleich dreimal (64., 82. und 89.), aber Alex im Tor von Lanus hatte offenbar beschlossen, an diesem Abend unsterblich zu werden. "Ich hab einfach getan, was Torhüter tun", sagte der bescheidenste Mann des Abends - und grinste dabei so breit, dass selbst die mexikanischen Journalisten applaudierten.

Auch der eingewechselte Nuno Olazabal konnte in der Schlussphase nichts mehr reißen. Ein Kopfball in der 88. Minute verfehlte das Ziel nur um Haaresbreite - oder, wie sein Trainer es formulierte: "Wenn er sich den Bart nicht rasiert hätte, wär der Ball drin gewesen."

Lanus selbst kam in der zweiten Halbzeit kaum noch gefährlich vor das Tor, abgesehen von einem späten Versuch von Sergio Jorge (87.), der die Latte erzittern ließ. Danach war Schluss - und beide Teams wussten nicht so recht, ob sie sich freuen oder ärgern sollten.

UD-Coach Ralf Reiner zeigte sich zufrieden: "Ein Punkt in Guadalajara ist wie zwei in der Sonne." Sein Kollege Mr. dagegen knurrte: "Wir haben heute mehr geschossen als ein Westernheld - nur leider nicht öfter getroffen."

Am Ende blieb ein intensives, leicht chaotisches Spiel, in dem Leidenschaft und jugendlicher Leichtsinn auf Erfahrung und Beton trafen. Die Fans feierten trotzdem, als hätten sie gewonnen - und vielleicht hatten sie das auch ein bisschen: an Drama, an Emotion und an heiserer Stimme.

Fazit: Ein 1:1, das nach mehr schmeckte. Guadalajara hat Moral gezeigt, Lanus Erfahrung - und beide haben bewiesen, dass Fußball manchmal kein Ergebnis, sondern ein Zustand ist. Oder, wie der Stadionsprecher es zum Abschied formulierte: "Hasta la próxima - und nehmt eure Nerven mit."

29.06.643987 23:00
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