Canadian Soccer
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Bulls galoppieren über Wolves hinweg - 5:0 und kein Ende in Sicht

Okanagan, 13. März 2026 - Es gibt Spiele, die sind schon nach fünf Minuten entschieden. Und dann gibt es Spiele wie dieses, das eigentlich schon nach vier Minuten entschieden war. Die Okanagan Bulls ließen den Trois Wolves zum 34. Spieltag der 1. Liga Kanada keine Luft zum Atmen und fegten sie mit 5:0 vom Platz. 47.807 Zuschauer sahen ein Heimteam, das von der ersten Minute an so spielte, als hätte es etwas nachzuholen - und Gäste, die wohl lieber den Bus nicht verlassen hätten.

Schon in der vierten Minute eröffnete Jaime Couto den Torreigen, als er nach einem Abpraller von Michel Lansbury blitzschnell reagierte. "Ich hab einfach draufgehalten, ehrlich gesagt", grinste der 22-Jährige später. "Ich war selbst überrascht, dass der Ball drin war - der Keeper wahrscheinlich auch."

Von da an entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor - und das stand vor Duarte Aguas. Die Bulls schossen 25-mal auf sein Gehäuse, während die Wolves mit mageren zwei Versuchen auf das Tor kaum auffielen. In der 30. Minute erhöhte Vincent Travassos nach einer mustergültigen Vorlage von Couto auf 2:0. "Wir haben heute gespielt, als wären wir auf einem anderen Planeten", sagte Travassos, der mit seinen 29 Jahren wie ein erfahrener Dirigent über den rechten Flügel wirbelte.

Das 2:0 zur Pause war schmeichelhaft für die Gäste, deren Trainer - man munkelt - in der Kabine das Wort "Katastrophe" mehrmals benutzte. Nach Wiederanpfiff bewies Okanagan-Coach Markus Merk, dass er keine Lust auf Verwaltungsfußball hatte. Kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, da traf Rechtsverteidiger Xavi Gonzalez in der 46. Minute nach Pass von Philippos Alexiou. Zwei Minuten später durfte sich auch Linksverteidiger Luís Albinana in die Torschützenliste eintragen - ein Treffer, der so schön war, dass selbst der Stadionsprecher kurz den Faden verlor.

"Wir wollten eigentlich über die Flügel kommen, aber dass beide Außenverteidiger treffen, war nicht unbedingt Teil des Plans", lachte Merk nach dem Spiel. "Aber wenn’s läuft, dann läuft’s."

Von den Wolves kam indes kaum Gegenwehr. Nur ein kleiner Hoffnungsschimmer in der 34. Minute, als Serge Letourneur einmal abzog - der Ball flog allerdings in den Nachthimmel von Okanagan. Spätestens nach der Gelb-Roten Karte gegen Michel Hawn in der 82. Minute (nach früherer Verwarnung in der 21.) war das Spiel endgültig einseitig. "Ich wollte nur den Ball treffen", verteidigte sich Hawn mit einem Achselzucken. "Leider stand da jemand im Weg."

Den Schlusspunkt setzte Francisco Butragueno in der 93. Minute, nach - wie könnte es anders sein - Vorlage von Jaime Couto. Damit krönte sich Couto zum Mann des Abends: ein Tor, zwei Vorlagen, eine Gelbe Karte (in der 77. Minute) - kurzum, ein kompletter Abend.

Das Publikum feierte jede gelungene Aktion, als ginge es um die Meisterschaft. Und vielleicht tat es das auch: Mit 57 Prozent Ballbesitz, 58 Prozent gewonnenen Zweikämpfen und einer Spielfreude, die man sonst eher in südlicheren Gefilden vermutet, machten die Bulls klar, dass sie in dieser Liga zur absoluten Spitze gehören.

Torhüter Marcio Futre hatte derweil einen der entspannteren Arbeitstage seines Lebens. "Ich hab die Sonne genossen", witzelte der Keeper nach dem Schlusspfiff. "Ich glaube, ich hatte weniger Ballkontakte als unser Busfahrer."

Kurz vor Schluss gab es noch einen kleinen Wermutstropfen: Jean Bethune verletzte sich in der 93. Minute und musste durch Freddie Aubin ersetzt werden. Trainer Merk zeigte sich pragmatisch: "Jean hat sich wohl überanstrengt - bei so viel Laufen kann das passieren. Aber nichts Schlimmes, hoffe ich."

Und die Wolves? Sie verschwanden nach Abpfiff leise in der Kabine. Kein Wunder - wer 0:5 verliert und dabei kaum über die Mittellinie kommt, hat wenig zu erzählen. Ihr Trainer verzichtete auf die Pressekonferenz, schickte aber eine kurze Nachricht: "Wir haben heute eine Lektion erhalten. Danke an die Bulls."

So endete ein Abend, an dem die Okanagan Bulls spielten, als wären sie von einem anderen Stern - präzise, gierig und gnadenlos. Wenn sie so weitermachen, könnte es bald eng werden an der Tabellenspitze. Für die Wolves dagegen heißt es: Wunden lecken, aufstehen, weitermachen.

Oder, wie ein Zuschauer beim Hinausgehen trocken murmelte: "Das war kein Fußballspiel - das war eine Vorführung."

07.10.643993 18:10
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Wir waren alle vorher überzeugt davon, dass wir das Spiel gewinnen. So war auch das Auftreten meiner Mannschaft, zumindest in den ersten zweieinhalb Minuten.
Peter Neururer
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