Jamaica News Bulletin
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Bull Bay schießt Greenstars in Grund und Boden - 6:3-Spektakel im Karibikstadion

Es war ein lauer Märabend auf Jamaika, aber auf dem Rasen von Kingston bebte die Luft: Bull Bay fertigte die Greenstars GSC mit 6:3 ab - und das, obwohl die Gäste aus Berlin (Trainer Ostkurve Berlin, nomen est omen) zeitweise so wirkten, als hätten sie vergessen, dass Fußball auch Verteidigung beinhaltet. 69.224 Zuschauer sahen ein Spiel, das mehr an einen Karnevalsumzug erinnerte als an taktische Feinarbeit.

Schon in der 9. Minute legte Joao del Rio los, als hätte er persönlich beschlossen, dem Abend den Stempel "Tor-Feuerwerk" zu verpassen. Nach feinem Pass von Jakub Lukes zimmerte der Brasilianer den Ball ins Netz - 1:0. "Ich hab einfach geschossen, weil ich Hunger auf Tore hatte", grinste del Rio später. Trainer Sports Mann kommentierte trocken: "Er hat auch vorher schon drei Mal Hunger gehabt, aber da war das Tor noch zu."

Was dann folgte, war Moritz Jahns persönliche Viertelstunde Ruhm. Zwischen der 15. und 34. Minute traf der rechte Mittelfeldmann gleich dreimal - ein lupenreiner Hattrick, wie man ihn sonst nur aus nostalgischen VHS-Aufnahmen kennt. Erst auf Vorlage von Rechtsverteidiger Felix Afzelius (15.), dann per Direktabnahme nach Zuspiel von Bruno Calvente (16.), und schließlich nach einem klugen Pass von Lukes (34.). Zur Halbzeit stand es 4:0 - und viele Greenstars-Fans überlegten bereits, ob sie früher an die Strandbar wechseln sollten.

Trainer Ostkurve Berlin war in der Pause hörbar angefressen. "Ich habe den Jungs gesagt, sie sollen spielen, als ob ihre Mütter zuschauen. Leider hat das keinen beeindruckt", seufzte er später. Doch immerhin kam etwas Leben in die grün-weißen Gäste: Jacob Hubbert (54.) traf nach Vorlage von Innenverteidiger William Primes - ja, der Innenverteidiger! - und Daniel Abrial (63.) schob kurz darauf zum 4:2 ein. Bull Bay wackelte kurz, aber fiel nicht.

Denn Joao del Rio hatte noch nicht genug. Nach einem langen Ball von Youngster Dominique Lancaster drosch er die Kugel in der 71. Minute erneut in die Maschen - 5:2. "Ich wollte eigentlich flanken", gestand Lancaster später, "aber wenn Joao schießt, ist das sowieso egal." Zwei Minuten später durfte Greenstars noch einmal jubeln: Charlie Cochran (73.) verwandelte nach feiner Vorarbeit von Franck Bridges zum 5:3. Doch das letzte Wort hatte der Mann des Mittelfelds. Jakub Lukes (78.) krönte seine starke Leistung mit einem satten Schuss ins lange Eck, vorbereitet von Jannik Hoppe - 6:3.

Danach verflachte das Spiel etwas. Bull Bay verwaltete, Greenstars kämpfte tapfer, aber ohne Fortune. Ein paar Gelbe Karten sorgten für kosmetische Spannung: Afzelius (79.) auf Seiten der Gastgeber und Liam Burton (89.) bei den Gästen wurden verwarnt - beide für Fouls, die eher aus Frust als aus Notwendigkeit entstanden.

Statistisch war das Ganze eindeutig: 18 Schüsse aufs Tor für Bull Bay, nur 7 für Greenstars. Der Ballbesitz lag mit 52,7 Prozent leicht bei den Hausherren, die auch in den Zweikämpfen mit 53,6 Prozent die Nase vorn hatten. Trainer Sports Mann fasste es nach Abpfiff zusammen: "Wir wollten offensiv spielen und Spaß haben - das Ergebnis zeigt, dass beides funktioniert hat."

Sein Gegenüber Ostkurve Berlin hingegen klang resigniert: "Wenn man in einer Halbzeit vier Stück kriegt, ist der Rest meist nur noch Schadensbegrenzung. Aber immerhin hat keiner geweint."

Ein kleiner Trost für die Greenstars: Ihre zweite Halbzeit war ansehnlich, mit drei Treffern und einigen flotten Angriffen. Doch das reichte nicht, um den frühen Knockout vergessen zu machen. Bull Bay hingegen darf sich über eine Gala freuen, die wohl noch länger in Erinnerung bleibt - zumindest bei den Fans, die nicht schon in der 60. Minute an der Rumbar standen.

Oder, wie Moritz Jahn es launig ausdrückte: "Wenn du drei Tore machst und trotzdem nach der Pause kurz Angst bekommst, dann weißt du, dass der Gegner auch Fußball spielen kann. Aber Gott sei Dank nur kurz."

Ein Spektakel mit neun Toren, jeder Menge Emotionen und der Erkenntnis: Auf Jamaika wird nicht nur Reggae gespielt - manchmal eben auch Rock’n’Roll auf dem Rasen.

02.09.643993 15:52
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