Diarios de Futbol
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Blues siegen in Torfestival - Malfoy trifft dreifach beim 4:3-Wahnsinn

Es war ein eiskalter Abend in Quebec, aber auf dem Rasen des ausverkauften Stadions kochte die Luft. 43.500 Zuschauer sahen ein Spiel, das alles bot, was ein Drehbuchautor für ein Fußball-Drama braucht: sieben Tore, gelbe Karten, Verletzungen, und einen 34-jährigen Routinier, der plötzlich wieder jung wirkte. Die Quebec Blues besiegten Estudiantes Quito mit 4:3 (2:2) - und das nach einem Spielverlauf, der selbst erfahrene Reporter zwischendurch an die Realität zweifeln ließ.

Schon früh legten beide Teams den Turbogang ein. In der 10. Minute zündete Julien Malfoy, der Mann mit der Stürmerseele eines Dirigenten, den ersten Knaller. Rechtsverteidiger Fabio Makukula hatte ihn mustergültig bedient, und Malfoy schob eiskalt ein - 1:0. "Ich hab gar nicht gezielt, ich hab gefühlt", grinste der Routinier später und schulterzuckte, als hätte er soeben nur sein Auto eingeparkt.

Doch die Blues hatten kaum aufgehört zu jubeln, da schlug Estudiantes doppelt zurück. Matias Quaresma (11.) und Ethan Colquhoun (12.) drehten das Spiel innerhalb von 90 Sekunden. Trainer Oliver Bielefeld sprang wie ein überzuckerter Teenager an der Seitenlinie auf und brüllte: "So spielt man Libertadores!" - ein Satz, der ihm später noch bitter aufstoßen sollte.

Die Partie blieb wild, die Zuschauer zwischen Jubel und Schnappatmung. Quebecs Mittelfeldmotor Daan Bolsius glich in der 36. Minute mit einem wuchtigen Schuss aus - Vorlage Marwin Sonnenschein, der seinem Namen alle Ehre machte und in der Offensive permanent glänzte. 2:2 zur Pause, und niemand wagte zu wetten, wohin das noch führen sollte.

Die zweite Hälfte begann mit einem personellen Wackeltanz. Coach Lutz Lindemann brachte Olivier Krieger und Fabio Makukula - letzterer hatte bereits Gelb gesehen und sah nun aus, als wolle er den Schiri persönlich zum Tee einladen, um Missverständnisse zu vermeiden. Quebec blieb offensiv, hielt den Ball zu 55 Prozent in den eigenen Reihen und sammelte 13 Torschüsse. Doch Estudiantes blieb gefährlich.

In der 59. Minute war es wieder Albert Oliveira, der mit einem präzisen Abschluss die Blues-Abwehr alt aussehen ließ. 3:2 für Quito - und im Stadion wurde es kurz still, nur der Gastblock tobte. "Wir haben gedacht, das war’s", gab Lindemann später zu. "Aber dann hat Julien beschlossen, dass das hier sein Abend ist."

In der 82. Minute war der Routinier wieder zur Stelle. Nach feiner Vorarbeit des quirligen Julio Ordonez ließ Malfoy Keeper Luca Behrens keine Chance - 3:3. Ein Tor, das den Blues neues Leben einhauchte. Während Bielefeld wild gestikulierte und seine Männer zum Halten des Ergebnisses aufforderte, schaltete Quebec noch einmal in den "Alles oder nichts"-Modus.

Dann kam die Nachspielzeit. Minute 94. Makukula, der zuvor schon fast ausgewechselt worden wäre, marschierte noch einmal über rechts, flankte blind in den Strafraum. Und wer stand da? Natürlich: Julien Malfoy. Kopfball, Tor, 4:3! Das Stadion explodierte. Der Routinier riss die Arme hoch, rannte Richtung Eckfahne, und irgendwo im Jubel flüsterte jemand: "Er ist 34, aber spielt wie 24."

"Ich wollte einfach nicht, dass es unentschieden ausgeht", sagte Malfoy nach dem Spiel trocken. Trainer Lindemann konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen: "Julien war heute wie ein guter Rotwein - reif, kräftig und mit Nachgeschmack."

Estudiantes kämpfte bis zum Schluss, doch nach der Gelben Karte für Marcus Ulrich (83.) und der Verletzung von Danilo Silvestri (57.) ging ihnen am Ende die Luft aus. Bielefeld wirkte auf der Pressekonferenz wie ein Mann, der gerade den letzten Bus verpasst hat: "Wir haben schön gespielt, aber Schönheit gewinnt keine Punkte."

Statistisch war das Spiel fast ausgeglichen, doch die Blues waren entschlossener. Mehr Ballbesitz, mehr Torschüsse, mehr Mut. Und am Ende der Unterschied: ein Stürmer, der einfach nicht altern will.

Als die Spieler den Platz verließen, hallte noch lange das "Malfoy! Malfoy!"-Echo durch die Tribünen. Und irgendwo in der Mixed Zone sagte ein leicht verschmitzter Lindemann: "Ich hoffe nur, er will morgen nicht frei haben - ich brauch ihn auch im Training."

Ein Auftakt nach Maß für Quebec in der Copa Libertadores - und ein Spiel, das in die Vereinschronik eingehen wird. Wer dabei war, wird noch lange erzählen: "Weißt du noch, damals, als Malfoy Quito fast im Alleingang besiegte?" Und wer es nicht gesehen hat, wird’s kaum glauben.

29.03.643987 08:21
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Die Alte ist trotzdem unheimlich in Ordnung! Ich habe sie kennengelernt, als ihr Zahnarzt mir das Esszimmer neu tapeziert hat. Kerstin merkte sofort, dass ich bei der Behandlung ein bißchen Schiss hatte. Sie hielt mir ganz lieb das Händchen.
Rudi Assauer über seine neue 24-jährige Lebensgefährtin, die als Zahnarzthelferin arbeitet
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