Diarios de Futbol
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Blues drehen das Spiel: Quebec fegt Spanish Town mit 4:2 vom Platz

Die 43.500 Zuschauer im "Stade du Nord" hatten am Sonntagabend alles, was man sich von einem Copa-Libertadores-Abend wünschen kann: Drama, Tempo, Tore - und einen Carsten Döring, der plötzlich wieder aussah wie 25. Die Quebec Blues besiegten Spanish Town nach frühem Rückstand mit 4:2 (0:1) und legten damit den Grundstein für den Einzug in die K.-o.-Runde.

Dabei begann alles nach Plan - nur eben für die Gäste. Spanish Town spielte in der ersten Halbzeit wie ein Team, das vergessen hatte, dass Auswärtsspiele eigentlich unangenehm sein sollen. In der 37. Minute nutzte Pedro da Costa eine präzise Hereingabe seines Sturmpartners Philippe Benoi und brachte die Jamaikaner verdient in Führung. "Ich dachte, wir hätten sie im Griff", seufzte Quebec-Trainer Lutz Lindemann später. "Aber offenbar hatten sie uns im Griff - zumindest bis zur Pause."

Die Blues hatten zwar mehr Ballbesitz (53,6 %) und feuerten in der ersten Hälfte eine ganze Salve von Schüssen ab, doch der Ball wollte einfach nicht rein. Linus Wiese prüfte Torhüter Davib Wyler schon in der 5. Minute, Jaime Mourino verzog in der 13., und Carsten Döring schüttelte nach jeder vergebenen Chance nur den Kopf. "Ich hab gedacht, das Ding ist verhext", grinste der Stürmer später, "aber dann kam Yves rein - und plötzlich war der Bann gebrochen."

Lindemann reagierte zur Pause: Julio Ordonez, der sich kurz zuvor noch Gelb abgeholt hatte, blieb draußen, Yves Crichton kam. Ein Wechsel, der das Spiel kippte. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff war es Döring selbst, der nach einer butterweichen Flanke von Crichton zum 1:1 einköpfte. Das Stadion explodierte, und Lindemann ballte an der Seitenlinie die Faust - so wie man es von Trainern kennt, die wissen, dass sie gerade goldrichtig lagen.

Doch Spanish Town antwortete prompt: Wieder war es da Costa (58.), der nach einem Steilpass von Göran Ohlson eiskalt blieb. 1:2 - und plötzlich wurde es unruhig in den Rängen. "Ich hab kurz ans Schicksal geglaubt", witzelte Lindemann später. "Aber dann fiel mir ein: Wir haben ja Carsten." Döring traf nur sieben Minuten später erneut - wieder nach Vorarbeit von Crichton. Es war ein Tor, wie es in jedem Lehrbuch stehen sollte: links hereingegeben, einmal antäuschen, abschließen, jubeln.

Ab da rollte der Quebec-Express. Spanish Town, das sein Pressing laut Statistik auf "No" eingestellt hatte, wirkte, als hätten sie das Memo zum Verteidigen verlegt. In der 72. Minute war es dann André Paré, der nach Doppelpass mit Döring das 3:2 besorgte. Und während die Gäste nur noch sporadisch nach vorne kamen, sich aber immerhin tapfer in jeden Zweikampf warfen (ihre Tacklingquote lag trotzdem nur bei 47 %), spielten die Blues frei auf.

In der 94. Minute setzte Daan Bolsius den Schlusspunkt. Nach Vorarbeit des eingewechselten Kobe Piersens wuchtete der Mittelfeldmotor den Ball aus 20 Metern in den Winkel. Das Stadion bebte, und Lindemann grinste breit: "Den hat er so noch nie getroffen - nicht mal im Training. Aber ich beschwere mich nicht."

Spanish Towns Trainer Ioannis Exis nahm die Niederlage mit gallischem Humor. "Wir haben zwei Tore geschossen - das ist doppelt so viel wie letzte Woche. Leider hat Quebec beschlossen, vier zu machen." Sein Kapitän da Costa nickte müde daneben: "Manchmal trifft man, manchmal trifft man die Latte. Heute hat Quebec beides gemacht - und das viermal."

Statistisch gesehen war der Sieg verdient: 20 Torschüsse zu 9, mehr Ballbesitz, mehr Einsatz. Die Blues waren aggressiv, liefen viel, pressten hoch - und fanden in der zweiten Hälfte endlich die Balance zwischen Chaos und Kreativität.

Und so endete ein Abend, der als Lehrstück in Sachen Comeback-Mentalität durchgehen könnte. Quebec Blues - wieder einmal ein Team, das erst dann aufwacht, wenn es brennt. Lindemann grinste beim Hinausgehen: "Wir mögen’s halt dramatisch."

Ein Satz, der auch gut auf das Trikot gedruckt werden könnte - gleich neben dem Ergebnis: 4:2.

14.05.643987 15:20
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Die Alte ist trotzdem unheimlich in Ordnung! Ich habe sie kennengelernt, als ihr Zahnarzt mir das Esszimmer neu tapeziert hat. Kerstin merkte sofort, dass ich bei der Behandlung ein bißchen Schiss hatte. Sie hielt mir ganz lieb das Händchen.
Rudi Assauer über seine neue 24-jährige Lebensgefährtin, die als Zahnarzthelferin arbeitet
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