Athlitiki Icho
+++ Sportzeitung für Griechenland +++

Atromitos stürmt durch Tripolis - Celine trifft doppelt beim 3:1-Auswärtssieg

Der Abend in Tripolis begann mit Feuerwerk - und zwar nicht nur auf den Rängen. 36.153 Zuschauer sorgten im Stadion für eine Atmosphäre, die den Spielern von Astra Tripolis Flügel verleihen sollte. Und tatsächlich: Schon in der 7. Minute ließ Henry Sterling das Stadion beben, als er nach feinem Zuspiel von Dylan Malfoy den Ball mit einem satten Linksschuss unter die Latte jagte. "Ich hatte das Gefühl, der Ball wollte einfach rein", grinste Sterling später. Für einen Moment schien alles perfekt für die Gastgeber - zu perfekt, wie sich bald zeigen sollte.

Denn Atromitos schüttelte den frühen Rückstand gelassen ab. Nur vier Minuten später antwortete Daniel Celine mit eiskalter Präzision: Nach Vorarbeit von Heinz Kroll blieb der Mittelstürmer cool und schob den Ball am herausstürzenden Keeper Raphael Baillon vorbei - 1:1. Trainer Michael Graf, sonst kein Mann großer Emotionen, ballte an der Seitenlinie die Faust. "Wir wussten, dass Astra uns Räume bieten würde. Es war nur eine Frage der Zeit", kommentierte er später mit einem Lächeln, das irgendwo zwischen Zufriedenheit und Gelassenheit pendelte.

Astra Tripolis suchte in der Folge die Balance zwischen Leidenschaft und Struktur, fand aber vor allem Letzteres nicht. Die Statistik sprach zwar von 50,4 Prozent Ballbesitz - was nach Gleichgewicht klingt -, doch auf dem Platz war spürbar, dass Atromitos die gefährlicheren Ideen hatte. Zwölf Schüsse aufs Tor gegenüber acht bei den Gastgebern belegten das. In der 31. Minute setzte Celine noch einen drauf: Wieder war es eine Kombination über die linke Seite, diesmal mit Vorarbeit von Nicola Sala. Celine drehte sich auf engstem Raum, ließ Verteidiger Jay Poulin ins Leere laufen und hämmerte den Ball ins rechte Eck. 1:2 - und die Fans von Astra verstummten abrupt.

"Wir haben nach dem zweiten Gegentor den Kopf verloren", räumte Astra-Trainer Kostas Karagounis nach dem Spiel ehrlich ein. "Wir wollten dann zu viel, zu schnell." Sein Blick verriet, dass ihm die Erinnerung an Minute 55 noch weh tat: Da machte Timm Rauch den Sack zu. Nach einem klugen Pass von Aitor Olazabal zog der 34-Jährige von rechts nach innen und knallte den Ball aus 18 Metern unhaltbar ins lange Eck - 1:3. "Ich dachte, warum nicht mal probieren", sagte Rauch danach schmunzelnd. "Und plötzlich war’s drin."

Von da an wurde das Spiel ruppiger. Drei Gelbe Karten und eine Gelb-Rote gegen Atromitos-Verteidiger Arnau Ortega (89.) zeigten, dass es an Härte nicht mangelte. Ortega stapfte vom Platz und rief Richtung Bank: "Ich habe doch nur den Ball getroffen!" - was seine Mitspieler mit einem vielsagenden Lächeln quittierten. Sein Trainer Graf nahm’s mit Humor: "Wenn man so viel läuft wie Arnau, darf man auch mal früher duschen."

Astra Tripolis versuchte in den letzten zwanzig Minuten noch einmal alles. Branko Lomic kam für den ausgepumpten Sterling, Manuel Morais und der junge Arno Cornet sollten frische Impulse bringen. Doch es blieb bei bemühten Angriffen, die meist an der robusten Innenverteidigung von Jacques Pilat und Mitroglou scheiterten. In der 80. Minute hatte Dylan Malfoy zwar noch eine gute Gelegenheit, sein Schuss strich aber knapp über die Latte - sinnbildlich für einen Abend, an dem Astra vieles, aber nicht das Tor traf.

Während die Fans von Atromitos nach Abpfiff ausgelassen feierten, blieb den Gastgebern nur der Applaus für den Einsatz. "Wir haben uns nicht hängen lassen", betonte Kapitän Nico Schreiner. "Aber am Ende zählen eben Tore - und da war Atromitos einfach kalt wie ein Nordwind."

Die Zahlen unterstreichen das: Atromitos mit 51,2 Prozent gewonnener Zweikämpfe, einem leicht geringeren, aber effizienteren Ballbesitz und drei Treffern aus zwölf Abschlüssen. Astra dagegen mit viel Aufwand, aber wenig Ertrag.

Karagounis nahm’s sportlich: "Das war heute Lehrgeld. Vielleicht zu viel Lehrgeld, aber so ist Fußball." Und wie zum Beweis, dass Humor der beste Trost ist, fügte er hinzu: "Ich habe meinem Team gesagt: Wenn wir schon verlieren, dann wenigstens stilvoll - und das haben wir geschafft."

Am Ende stand es 1:3 (1:2) - ein verdienter Sieg für Atromitos, der dank Doppeltorschütze Celine und Routinier Rauch den Auswärtsdreier einsackte. Astra Tripolis dagegen bleibt das Team mit vielen Ideen, aber wenig Fortune. Vielleicht hilft ein freier Abend und eine Ladung Gyros, um die Köpfe wieder klarzubekommen. Denn eins ist sicher: In Tripolis ist man schon ganz andere Stürme gewohnt - aber dieser aus Athen wehte besonders kräftig.

04.05.643994 01:59
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