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Cymru Premier | 31. Spieltag | 05.08.26 | Flint Silkmen - Broughton Wingmakers 0:2 Dabei begann Flint durchaus gefällig. Die Gastgeber hatten am Ende 55,5 Prozent Ballbesitz und damit mehr vom Spiel - zumindest in jener statistischen Disziplin, in der man den Ball möglichst lange herumreichen kann. Vor dem Tor allerdings blieb es überschaubar: zwei Torschüsse verzeichneten die Silkmen im gesamten Spiel. Broughton kam auf 18. Der Unterschied zwischen Kontrolle und Wirkung war an diesem Abend ungefähr so groß wie zwischen einem Einkaufszettel und einem vollen Kühlschrank. Die Wingmakers, von Trainer Tupac Shakur offensiv eingestellt, starteten mit bemerkenswerter Klarheit. Schon in der neunten Minute prüfte Artjom Buzajew den Flint-Schlussmann Reece Mayhew, eine Minute später zwang Callum Dunne die Defensive erneut zur Beschäftigung. Flint antwortete in der 13. Minute durch Leo Allington, doch der Versuch des rechten Mittelfeldspielers blieb eine Ausnahme und kein Auftakt zu einer Belagerung. In der 16. Minute wurde aus Broughtons Druck schließlich Zählbares. Mattias Kristinsson leitete den Angriff ein, Artjom Buzajew vollendete zum 1:0. Der 21-jährige Mittelstürmer hatte bis dahin bereits mehrfach angeklopft - irgendwann öffnet auch die hartnäckigste Tür. Auf der Tribüne soll ein Zuschauer gerufen haben: "Wenn sie noch einmal schießen, müssen wir das statistisch als Bewerbung anmelden." Ganz falsch lag er nicht. Flint mühte sich, blieb aber im eigenen, ausgewogenen Ansatz gefangen. Kein aktives Pressing, kein erkennbarer Sinneswandel, keine große Flucht nach vorn. James Wyler kam in der 33. Minute zu einem Versuch, Riley Smith sah drei Minuten später die Gelbe Karte. Broughton dagegen blieb gefährlich: Dunne und Buzajew tauchten immer wieder vor dem Tor auf. Zur Pause führte der Gast verdient mit 1:0. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Broughton blieb offensiv ausgerichtet, suchte gute Abschlusspositionen und lauerte zugleich auf den Moment, in dem Flint den eigenen Ballbesitz mit einem Fehlpass verwechseln würde. In der 47. und 54. Minute war Buzajew erneut zur Stelle, später versuchten sich Thomas Robinson, Cesc Quaresma und Dunne. Die Wingmakers spielten nicht hektisch, sondern zielstrebig - was im Fußball häufig der angenehmere Luxus ist. In der 64. Minute fiel die Entscheidung. Ricardo Marin bediente Cesc Quaresma, der linke Flügelspieler ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und erhöhte auf 2:0. Ein sauberer Angriff, ein klarer Abschluss, ein kurzer Moment kollektiver Stille im Flint-Block. "Wir hatten den Ball", soll ein Silkmen-Spieler anschließend gesagt haben. "Leider wollte er nicht mit ins Tor." Eine Erklärung, die zwar nicht taktisch, aber immerhin ehrlich klingt. Broughton verwaltete den Vorsprung anschließend souverän. In der 78. Minute brachte Shakur mit Logan Latham, Leon Hunt und Lewis Bostwick gleich drei frische Kräfte. Die Auswechslungen verliehen dem Gast neue Beine, während Flint weiterhin vergeblich nach einer Lücke suchte. Cesc Quaresma hätte in der Schlussphase sogar noch nachlegen können, doch es blieb beim 0:2. So endete ein Abend, an dem Flint mehr Ballbesitz hatte, Broughton aber das Spiel. Die Wingmakers flogen davon - und die Silkmen müssen sich fragen, ob der Ballbesitz künftig gelegentlich auch ein Ziel bekommen könnte. 05.08.2026 23:19 |
Sprücheklopfer
Ein Denkmal will ich nicht sein, darauf scheißen ja nur die Tauben.
Toni Polster auf die Frage, ob er in Köln schon ein Denkmal sei