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Premier Division | 20. Spieltag | 31.08.26 | Waterford Reds - Dundalk Lilywhites 0:1 Vor 34.785 Zuschauern begann die Partie um 20.30 Uhr mit einer Waterforder Mannschaft, die offenbar beschlossen hatte, den Ball möglichst oft in Richtung Dundalk-Tor zu befördern. Kian Stapleton prüfte in der 10. Minute erstmals die Aufmerksamkeit der Gäste, zwei Minuten später zog Alfie Kelly ab. Salvatore Cattaneo folgte in der 15. Minute, als wolle er dem Dundalk-Torwart Taylor Kinsella schon früh klarmachen, dass dieser Abend arbeitsreich werden könnte. Dundalk blieb zunächst geduldig. Die Lilywhites spielten ausgewogen, verzichteten auf aktives Pressing und warteten eher auf die passende Gelegenheit als auf den großen Fußball-Donnerschlag. Ellis O’Shea und Dylan Connolly gaben in der 19. und 38. Minute die einzigen nennenswerten Antworten der Gäste in der ersten Halbzeit ab. Waterford kam dagegen weiter: İbrahim Topal versuchte es in der 34. Minute, Cattaneo legte zwei Minuten später nach. Joan de la Fuente sah kurz vor der Pause Gelb, Topal folgte in der 42. Minute. Es war die konsequente Fortsetzung eines Spiels, in dem Waterford mit starkem Körpereinsatz vorging und Dundalk lieber die Übersicht behielt. "Wir hatten genug Möglichkeiten, um mindestens einen kleinen Torvorrat anzulegen", sagte Waterfords Trainer Costa Brava später mit jener Ruhe, die Trainer meist dann entwickeln, wenn ihre Mannschaft gerade verloren hat. "Leider haben wir die Chancen nicht eingelagert." Zur Pause stand es 0:0. Waterford reagierte mit zwei Wechseln: Dominique Heinemann kam für Topal, William Latham ersetzte de la Fuente. Die Reds erhöhten nun das Pressing und wollten den Druck endlich in Zählbares verwandeln. Es kam anders. In der 47. Minute schlug Dundalk zu: Adam McGrath, auf der rechten Seite unterwegs, erzielte das 1:0. Der erste echte Stich der Gäste saß - und Waterford stand plötzlich vor der unangenehmen Frage, ob 13 Torschüsse wirklich besser sind als zwei. "Ich dachte kurz, der Ball sei noch gar nicht gefährlich", soll McGrath nach dem Abpfiff gesagt haben. "Dann war er drin. Manchmal ist Fußball erfreulich unkompliziert." Waterford ließ sich nicht hängen. Pal Egressy versuchte es in der 55. Minute, Luke Delap eine Minute später. Jamie Winston tauchte in der 66., 82. und 83. Minute auf, Kelly schoss in der 75. Minute, Heinemann in der 77. Delap durfte es in der 85. Minute noch einmal probieren. Doch Kinsella und seine Vorderleute hielten stand. Dundalk brachte insgesamt nur zwei Torschüsse zustande, Waterford deren 13. Auch beim Ballbesitz lagen die Reds mit 53,75 Prozent leicht vorn. Selbst die Zweikampfquote sprach mit 55,86 Prozent für Waterford. "Wir haben heute nicht den Schönheitspreis gewonnen", befand Dundalk-Coach nach dem Spiel. "Aber dafür gibt es auch keine Punkte." So blieb McGraths Treffer der einzige. Waterford hatte mehr Ball, mehr Abschlüsse und mehr Gründe, auf den Schiedsrichter, den Rasen oder das Schicksal zu zeigen. Dundalk nahm drei Punkte mit. Die Statistik wird Waterford trösten - sofern Statistiken das können. unerquicklich. 31.08.2026 21:13 |
Sprücheklopfer
Vielleicht war es mit mir wie mit Helmut Kohl. Dessen Gesicht haben sie ja auch nicht mehr gewollt.
Berti Vogts