Dagbladet
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Viking FK schlägt Stabäk Bärum spät, aber völlig verdient mit 2:0

Eliteserien | 7. Spieltag | 23.09.26 | Viking FK - Stabäk Bärum 2:0

20.508 Zuschauer, Flutlicht, 20.30 Uhr - und zunächst eine Partie, die sich benahm wie ein schlecht gelaunter Fahrstuhl: Sie bewegte sich, kam aber lange nicht richtig an. Am siebten Spieltag der Eliteserien setzte sich Viking FK gegen Stabäk Bärum mit 2:0 (0:0) durch. Die Tore fielen erst in der Schlussphase, dafür gleich im Doppelpack.

"Wir mussten geduldig bleiben", sagte Viking-Trainer Markus Frey nach dem Abpfiff. "Geduldig, aber nicht schläfrig. Das ist im Fußball ein kleiner, aber entscheidender Unterschied." Eine bemerkenswert treffende Zusammenfassung eines Abends, an dem Viking über weite Strecken den Ton angab, Stabäk Bärum aber immerhin den Ball etwas häufiger hatte. 51,3 Prozent Ballbesitz standen am Ende für die Gäste zu Buche - eine hübsche Statistik, die ihnen allerdings keinen einzigen Punkt schenkte.

Viking begann offensiv und suchte vor allem über die Flügel den Weg nach vorn. Uri Spiegler prüfte die Gäste bereits in der sechsten Minute, Benjamin Huxley legte in der 14. nach. Stabäk antwortete durch Innenverteidiger Steffen Frigard, dessen Versuch in der 17. Minute daran erinnerte, dass auch Abwehrspieler gelegentlich den Drang verspüren, vorne mitzumischen. Marcin Domarski probierte es auf der anderen Seite in der 23. Minute, Spiegler und Huxley blieben ebenfalls aktiv.

Die Hausherren erspielten sich Chance um Chance, doch das Tor blieb zunächst eine Art exklusiver Club, in den niemand eingelassen wurde. Huxley schoss in der 26. und 28. Minute, Domarski in der 35. Minute. Kurz vor der Pause meldete sich Stabäk noch einmal mit Andre Arst und Ronny Iversen zu Wort. Viking hatte bis dahin deutlich mehr Abschlüsse gesammelt, aber die Anzeigetafel zeigte weiterhin jene bei Trainern besonders unbeliebte Zahl: null.

"In der Halbzeit war die Stimmung nicht panisch", berichtete Frey. "Aber wir wollten nicht bis Weihnachten auf das erste Tor warten." Also wechselte Viking dreifach: Georges Gariepy, Amaury Goncalves und Uri Spiegler blieben in der Kabine, Walter Molgaard, Andre Karadas und erneut Jon Frigard kamen. Ein ungewöhnlich umfangreicher Eingriff - und einer, der vor allem frische Beine brachte.

Kurz nach Wiederbeginn prüfte Jon Frigard die Gäste, Ole Berntsen folgte in der 49. Minute. Stabäk blieb zwar im Ballbesitz, kam aber kaum noch gefährlich vor das Tor. Andre Arst hatte in der 69. Minute noch eine Gelegenheit, während Erik Gran und Huxley für Viking weitere Schüsse abgaben. Die Gastgeber erhöhten den Druck, stellten ihr Spiel von Flügelangriffen auf eine ausgewogenere Offensive um und schalteten in der Schlussphase sogar ins aktive Pressing. Stabäk wirkte nun, als hätte jemand den Akku aus dem Angriff gezogen.

Dann die 86. Minute: Jon Frigard bediente Ole Berntsen, und der 18-jährige Mittelstürmer traf zur Führung. 1:0 - endlich. Auf der Tribüne soll ein Zuschauer seinen Nachbarn angesehen und gesagt haben: "Ich wusste, dass sie noch treffen. Ich wusste nur nicht, wann." Das ist eine bemerkenswerte Form von Zuversicht, die nach 85 torlosen Minuten vermutlich auch als kontrollierte Verzweiflung durchgeht.

Zwei Minuten später war die Partie entschieden. Sigfrid Bloch legte für Benjamin Huxley auf, der zum 2:0 vollendete. Viking hatte nun 16 Torschüsse auf dem Konto, Stabäk lediglich vier. Die Zahlen erzählen deshalb ziemlich deutlich, wer diesen Abend verdient gewann - auch wenn der Ballbesitz der Gäste etwas anderes flüstern wollte.

"Wir haben nicht aufgegeben", sagte Huxley nach dem Spiel. "Und irgendwann war der Ball dann offenbar derselben Meinung." Für Stabäk-Trainer blieb dagegen die Erkenntnis, dass Ballbesitz ohne Durchschlagskraft ungefähr so nützlich ist wie ein Regenschirm unter Wasser. Viking nahm drei Punkte mit - spät, humorlos und verdient.

24.09.2026 03:06
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Ich werde nicht akzeptieren, dass gesagt wird: Die Mannschaft ist ein Scheißhaufen. So einfach ist es nicht. Logisch sind wir ein Scheißhaufen. Aber das ist nicht der einzige Punkt.
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