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Serie A | 6. Spieltag | 22.09.26 | Valenzana - AC Neapel 3:2 Dabei hatte Neapel zunächst den besseren Zugriff. Die Gäste spielten offensiv, suchten über die Flügel den Weg nach vorne und kombinierten sich mit kurzen Pässen durch die Valenzana-Reihen. Bereits nach drei Minuten prüfte Vincenzo Fumagalli den Heimtorwart Tiburtius Johnsen. Wenig später war klar: Neapel war nicht angereist, um höflich Hallo zu sagen. In der 23. Minute belohnte sich der Gast. Christopher Gady traf nach Vorarbeit von Gojko Ilic zum 1:0. Valenzana antwortete allerdings nicht mit Panik, sondern mit der im Vorfeld angekündigten Kontertaktik - offenbar eine der wenigen Fußballideen, die auch unter Druck noch funktionieren. Ramon Longas glich in der 30. Minute aus, nachdem Gunborg Bjorklund den Angriff eingeleitet hatte. Die Freude im Stadion währte gerade lang genug, um ein Torjubel-Lied anzustimmen. Drei Minuten später lag Neapel wieder vorn: Tyler O’Halloran traf zum 2:1. Doch Valenzana hatte an diesem Abend offenbar beschlossen, jede Antwort möglichst schnell zu liefern. In der 43. Minute erzielte Rudolf Bloch nach Zuspiel von Longas das 2:2. Halbzeit. Atem holen? Theoretisch. "Wir wollten mutig bleiben und nicht anfangen, den Ball zu streicheln wie ein rohes Ei", sagte Valenzanas Trainer Jupp Kaiser in einer szenisch zugespitzten Rekonstruktion der Pressekonferenz. "Nach dem 1:2 haben wir uns gesagt: Gut, dann machen wir eben weiter." Eine Haltung, die im Fußball gelegentlich besser funktioniert als jede PowerPoint-Präsentation. Auch nach der Pause blieb Neapel die etwas aktivere Mannschaft. 19 Torschüsse verzeichneten die Gäste am Ende, Valenzana kam auf 13. Beim Ballbesitz lagen die Teams beinahe gleichauf: 50,55 Prozent für Neapel, 49,45 für Valenzana. Es war also kein Spiel zwischen Ballbesitzromantik und blindem Wegschlagen, sondern ein Duell auf Augenhöhe - mit gelegentlichen Ausflügen in den Wahnsinn. Neapel drängte, doch Valenzana verteidigte leidenschaftlich. In der 74. Minute schlug dann erneut die Stunde von Ramon Longas. Der 33-jährige Angreifer nahm das Zuspiel von Igor Kvasnak auf und vollendete zum 3:2. Sein zweiter Treffer, Valenzanas dritter - und der Moment, in dem die Gäste vermutlich begannen, ihre Chancen zu zählen. Das ist bekanntlich eine gefährliche Beschäftigung, wenn man vorne liegt und hinten trotzdem verliert. "Ich habe nur gesehen, dass Ramon frei war, und ihm den Ball gegeben", hätte Kvasnak später mit der Bescheidenheit eines Mannes gesagt, der gerade einen entscheidenden Assist geliefert hat. Longas selbst hätte ergänzt: "Beim zweiten Tor dachte ich kurz, eines reicht vielleicht. Dann habe ich mich umentschieden." Neapel gab nicht auf. Simone Amato, Eugenio Di Iorio und Gojko Ilic suchten bis in die Schlussphase den Abschluss. Doch Johnsen und seine Vorderleute hielten stand. In der 86. Minute flog Neapels Rhys Lankford zudem mit Rot vom Platz. Der Schlusspfiff war für Valenzana schließlich die Erlösung, für Neapel dagegen vermutlich das Geräusch, das man auf der Rückfahrt nicht mehr hören wollte. Giovanni Diaco, Neapels Trainer, hätte die Niederlage wohl treffend zusammengefasst: "Wir hatten mehr Abschlüsse, aber Valenzana hatte die besseren Antworten." Mehr braucht man über dieses Spiel kaum zu sagen. Außer vielleicht: Wer 3:2 gewinnt, darf am Ende sogar behaupten, der Plan sei genau so gewesen. 22.09.2026 21:18 |
Sprücheklopfer
Die Hitze kann für die deutschen Spieler sogar ein Vorteil sein. An einem Urlaubsort sieht man in der Mittagshitze auch immer nur Deutsche draußen, also kommen wir mit der Temperatur sogar besser zurecht.
Erich Ribbeck