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Valencia siegt mit Geduld und Pinto-Magie - 2:1 gegen tapferes CD?Leon

Ein lauer Januarabend in Valencia, 27 821 Zuschauer im Mestalla, und eigentlich hätte alles nach einem friedlichen Fußballabend aussehen können - bis CD Leon nach acht Minuten eiskalt zuschlug. Knut Fostervold, der bullige Mittelstürmer mit dem Charme eines Betonmischers, nutzte die erste Unachtsamkeit in Valencias Abwehr und drosch den Ball humorlos ins Netz. Torwart Francisco Pelegrin sah dem Leder nur hinterher - vermutlich dachte er noch über die beste Tapas-Bar für nach dem Spiel nach.

"Wir haben uns den Start anders vorgestellt", knurrte Valencia-Trainer Sascha Schmidt später, "aber vielleicht brauchten wir diesen Schlag ins Gesicht." Und tatsächlich: Nach dem Rückstand wachte sein Team endlich auf. Lasse Breuer, der Motor im Mittelfeld, dirigierte das Spiel mit der Präzision eines Konzertpianisten. In der 32. Minute wurde er dann selbst zum Solisten: Ein abgefangener Ball, ein Doppelpass, ein trockener Abschluss - 1:1. Der Jubel war so laut, dass selbst die Möwen vom Hafen kurz den Kurs verloren.

Bis zur Pause entwickelte sich ein munteres Spiel. Valencia mit mehr Ballbesitz (52,9 Prozent) und zwölf Torschüssen insgesamt, Leon konterstark, aber ineffizient. Gudmund Bruhn und Emanuele Manca versuchten es mehrfach, doch ihre Schüsse landeten wahlweise auf der Tribüne oder in Pelegrins sicheren Händen. "Wir haben eigentlich gut gespielt", meinte Leon-Coach Torsten Hoppe später mit stoischer Ruhe, "nur leider das Tor zu selten getroffen."

Nach dem Seitenwechsel brachte Schmidt frischen Wind - und Christiano Pinto. Der 24-jährige Flügelflitzer ersetzte den müden George Leech und brauchte ganze neun Minuten, um das Spiel zu entscheiden. In der 54. Minute setzte Breuer zu einem butterweichen Pass in die Tiefe an, Pinto nahm den Ball mit der Eleganz eines Tangotänzers und schob ihn am herauseilenden Adriano Custodio vorbei zum 2:1. Das Stadion bebte, und Pinto grinste, als hätte er gerade den Lottojackpot gezogen.

"Ich wollte einfach Spaß haben", sagte Pinto hinterher lachend. "Lasse hat den Ball perfekt gespielt - ich musste nur noch den Fuß hinhalten. Na ja, fast." Sein Trainer kommentierte trocken: "Genau deswegen habe ich ihn gebracht. Und weil George Leech mich gebeten hat, endlich duschen zu dürfen."

CD Leon versuchte danach alles, blieb aber im Abschluss harmlos. Emiliano Ferrari prüfte Pelegrin in der 62. Minute, doch der Keeper war nun hellwach. Zwei Gelbe Karten - Patrik Taube (52.) und Alexander O’Leary (88.) - zeigten, dass die Gäste wenigstens kämpferisch dagegenhielten. Hoppe gestikulierte wild an der Seitenlinie, doch seine Mannschaft blieb offensiv blass. "Wenn du keine zweite Welle hast, wirst du in Valencia überrollt", murmelte er später in die spanische Nacht.

Valencia hingegen spielte die letzten Minuten abgezockt herunter. Die Defensive stand stabil, der eingewechselte Youngster Ingo Zubiaurre sorgte in der 79. Minute sogar noch für etwas Betrieb vorne. Selbst als Ruben de Galvez in der 82. Minute noch einmal abzog, schien der Ballbesitzfußball der Hausherren fast meditativ zu werden. Schmidt schmunzelte: "Ich glaube, wir haben heute Erwachsenwerden geübt."

Statistisch gesehen war das Spiel kein Feuerwerk, aber effizient: 12 Torschüsse für Valencia, 5 für Leon, dazu eine solide Zweikampfquote von 53 Prozent für die Gastgeber. Die Gäste hielten zwar tapfer dagegen, doch am Ende fehlte ihnen schlicht die letzte Präzision - und vielleicht auch ein zweiter Fostervold.

Als der Schlusspfiff ertönte, klatschten die Fans zufrieden. Pinto winkte ins Publikum, Breuer nahm sich ein Kind für ein Selfie, und irgendwo in der Kabine dürfte Pelegrin leise gesungen haben - von Erlösung und drei Punkten.

Schlusswort? Nun, Valencia hat an diesem Abend nichts erfunden, aber vieles richtig gemacht: ein Rückstand, zwei kluge Tore, eine Prise Geduld und ein Hauch Ironie. Und Trainer Schmidt? Der verschwand mit einem Grinsen in den Katakomben und murmelte: "Ich mag Spiele, die erst wehtun und dann gut tun." Genau so fühlte sich dieses 2:1 an.

21.04.643987 17:38
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