Diarios de Futbol
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Turbion Mamore trotzt Cerrense nach 3:1-Halbzeitführung ein 3:3 ab

Es war ein Fußballabend, der alles hatte - Tore, Gelbe Karten, Drama und eine Prise Slapstick. Vor 34.764 Zuschauern in der "Arena dos Ventos" verspielte CD Cerrense gegen Turbion Mamore eine komfortable 3:1-Halbzeitführung und musste sich am Ende mit einem 3:3 begnügen. Wer die Partie nur zur Pause sah, hätte wohl auf eine klare Angelegenheit für die Gastgeber getippt - doch Mamore hatte andere Pläne.

Schon früh ging es rund. In der 7. Minute schlich sich Cerrenses Innenverteidiger Xabier Sainz nach einer Ecke in den Strafraum, wo ihn Kay Schäfer so präzise bediente, dass selbst der Linienrichter kurz irritiert war, ob das wirklich der Abwehrchef war, der da mit der Brust einnetzte. "Ich wollte eigentlich nur stören", grinste Sainz später. "Aber wenn der Ball so schön kommt, muss man ja irgendwas damit machen."

Die Antwort der Gäste ließ keine 60 Sekunden auf sich warten. Elmo Buckhout, der Stürmer mit der Frisur eines Rockstars und dem Torriecher eines Trüffelschweins, traf nach Zuspiel von Serge Amyot zum 1:1. Cerrense-Keeper Thierry Benveniste sah dabei nicht gut aus - er rutschte auf dem nassen Rasen aus, als wolle er sich selbst eine Grätsche verpassen.

Doch Cerrense blieb Herr im Haus. Die Hausherren kontrollierten das Spiel, hatten mit fast 60 Prozent Ballbesitz klare Vorteile im Mittelfeld, und in der 20. Minute belohnte sich Duarte Galindo nach feinem Pass von Pol Longas mit dem 2:1. Nur eine Minute später erhöhte Jose Enrique Vazquez, diesmal nach Flanke von Hugo Pacos, auf 3:1. Das Stadion bebte, die Fans sangen, und Trainer Leahcim Gnipeur klatschte so begeistert, dass er fast seine Uhr verlor.

"Wir haben in der ersten Halbzeit unseren besten Fußball gespielt", sagte Gnipeur später leicht zerknirscht. "Leider dauert ein Spiel 90 Minuten. Das ist jedes Mal wieder eine Überraschung."

Nach der Pause nahm Mamore das Heft in die Hand. Trainer Andre Niesenhaus hatte offenbar die richtigen Worte gefunden - oder den richtigen Kaffee. Seine Mannschaft kam mit Feuer aus der Kabine. In der 51. Minute war es wieder Buckhout, der nach Vorarbeit von Meir Spiegler auf 3:2 verkürzte. Spiegler, der kurz vor der Pause noch Gelb gesehen hatte, spielte plötzlich wie entfesselt - bis ihn in der 91. Minute eine Muskelverletzung stoppte.

Cerrense wirkte nun nervös, das Publikum unruhig. Der Ball lief nicht mehr so flüssig, und die Gäste witterten ihre Chance. In der 71. Minute war es Serge Amyot, der nach Flanke von Amaury Mendo am langen Pfosten zum 3:3 einköpfte. Es war die Krönung einer Aufholjagd, die selbst Niesenhaus überraschte. "Ich habe den Jungs gesagt: Wenn ihr schon verliert, dann wenigstens mit Stil. Dass sie es dann so ernst nehmen, war nicht geplant", witzelte der Trainer nach dem Abpfiff.

In den Schlussminuten drückte Cerrense noch einmal - Sainz hatte in der 83. Minute die große Chance auf seinen zweiten Treffer, scheiterte aber am glänzend reagierenden Keeper Oliver Bosworth. Auf der Gegenseite hätte Nikifor Frolow in der Nachspielzeit sogar noch den Sieg für Mamore klarmachen können, doch sein Schuss landete im Fangnetz.

Statistisch gesehen hatte Cerrense mehr vom Spiel (59,9 Prozent Ballbesitz, 8 Schüsse aufs Tor), aber Mamore war schlicht effektiver - 14 Abschlüsse, drei Treffer, und eine Moral, die man in Flaschen abfüllen könnte. "Wir haben uns in der Pause angeschaut und gesagt: Wir haben nichts zu verlieren. Also warum nicht einfach Fußball spielen?", erzählte Doppeltorschütze Buckhout mit einem breiten Grinsen.

Als Schiedsrichter Dario Velasquez nach 93 Minuten abpfiff, lagen Emotionen und Erschöpfung eng beieinander. Cerrense-Spieler sanken auf den Rasen, während die Gäste ausgelassen jubelten - als hätten sie gerade das Finale gewonnen.

Und irgendwo zwischen den Tribünen stand ein älterer Fan von Cerrense und murmelte resigniert: "Früher hätten wir sowas 5:1 gewonnen." Vielleicht. Aber an diesem Abend war der Fußball einfach zu launisch, um sich an alte Gewohnheiten zu halten.

Ein 3:3, das sich anfühlt wie ein Sieg für Mamore und wie eine bittere Lektion für Cerrense. Oder, wie Trainer Gnipeur es trocken zusammenfasste: "Wir wollten zeigen, dass wir offensiv denken. Leider hat das auch unsere Abwehr getan."

16.12.643993 08:38
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Mit David Odonkor will ich mich dennoch nicht messen. Fußball ist nicht nur rennen, da ist auch der Ball dabei. Und es ist wichtig, dass man den trifft.
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