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2. Liga | 32. Spieltag | 12.09.26 | Tirol Innsbruck - SV Hallwang 2:1 Hallwang begann mit dem nötigen Einsatz und offenbar ohne Interesse an einer längeren Abtastphase. Nach gerade einmal drei Minuten traf Benyamin Maurer zur Führung für die Gäste. Der Rechtsverteidiger schaltete sich nach Vorarbeit von Callum McGowan nach vorn ein und vollendete eiskalt. Die Tiroler Defensive, von Trainerin Tamara Müller grundsätzlich defensiv und mit kurzem Passspiel eingestellt, wirkte in diesem Moment ungefähr so überrascht wie ein Zuschauer, der bei einem Fußballspiel tatsächlich pünktlich sein möchte. Hallwang blieb gefährlich. Adriano Rodrigo, Sergi Chalana, Fabio Morte und Daniel Naumann sorgten immer wieder für Unruhe. Besonders Morte prüfte Tirols Torhüter mehrfach und brachte die Abwehr mit seinen Läufen auf der rechten Seite ins Schwitzen. Die Gäste kamen insgesamt auf elf Torschüsse - zwei mehr als Innsbruck. Trotzdem gehörte der Ausgleich den Hausherren. In der 26. Minute schlug Dragan Stevic zu. Der Mittelstürmer, bereits zuvor mehrfach auffällig, nahm die Vorlage von Javier Moutinho auf und schob zum 1:1 ein. Es war Stevics konsequente Antwort auf die Frage, was ein Stürmer tut, wenn er schon viermal vergeblich aufs Tor geschossen hat: Er versucht es einfach ein fünftes Mal. "Wir wollten ruhig bleiben, auch wenn Hallwang früh sehr unangenehm war", hätte Trainerin Tamara Müller nach dem Spiel wohl sagen können. "Ganz ruhig waren wir nicht immer. Aber immerhin haben wir nicht angefangen, mit den Eckfahnen zu diskutieren." Tatsächlich war Innsbruck nun besser im Spiel. Die Hausherren hatten 54,1 Prozent Ballbesitz und versuchten, sich mit kurzen Pässen aus dem Druck zu lösen. Hallwang hielt mit großem Einsatz dagegen, gewann 52 Prozent der Zweikämpfe und blieb bei eigenem Ballbesitz immer wieder angriffslustig. Nach der Pause änderte sich am grundsätzlichen Bild wenig. Tirol blieb defensiv ausgerichtet und wartete geduldig auf Lücken, Hallwang spielte ausgewogen, aber mit starkem Einsatz. Das Spiel wurde zunehmend zu einem offenen Tauschgeschäft: Hallwang schoss, Innsbruck konterte, beide Seiten ließen sich von der jeweils anderen Mannschaft nur widerwillig beeindrucken. In der 78. Minute fiel schließlich die Entscheidung. Mike Breze traf für Tirol, nachdem Joshua Kinmont vorbereitet hatte. Der rechte Mittelfeldspieler setzte den Ball ins Netz und verwandelte das Stadion in eine akustische Großbaustelle. Hallwang versuchte anschließend noch einmal alles, doch auch Fabio Morte und Callum McGowan fanden keinen Weg zum Ausgleich. Die Tiroler Abwehr hielt stand, obwohl sie in der Schlussphase vermutlich lieber eine Betriebsanleitung für Beton gesucht hätte. "Wir hatten genügend Chancen, aber Fußball ist leider kein Wettbewerb für besonders überzeugende Torschuss-Sammlungen", hätte Hallwangs Trainer Florian Maurer trocken feststellen können. Am Ende blieb es beim 2:1. Tirol Innsbruck zeigte nicht die größere Schussfreude, wohl aber die bessere Effizienz. Und manchmal ist das im Fußball bereits der gesamte Unterschied zwischen einem langen Heimweg mit drei Punkten und einem langen Heimweg mit sehr viel Gesprächsbedarf. 13.09.2026 09:27 |
Sprücheklopfer
Ich muß von jedem Spieler in Europa wissen, was für ein Duftwasser er benutzt.
Otto Rehhagel