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Tiago trifft doppelt, Devils kontern spät - 2:2 im St. Mary's voller Drama

Der Abend in Southampton hatte alles, was ein englischer Fußballabend braucht: Regen in der Luft, Bier im Blut - und ein Spiel, das niemand so schnell vergessen wird. Vor 52.072 Zuschauern trennten sich der FC Southampton und die Manchester Devils mit 2:2. Es war ein Duell zwischen Entschlossenheit und Chaos, zwischen einem Stürmer mit portugiesischem Feingefühl und einer Teufels-Elf, die nie aufhört zu glauben.

Southampton begann, als hätte Trainer Michael Böning heimlich den Espresso in die Trinkflaschen gemischt. Bereits in der 3. Minute prüfte Innenverteidiger Kai Peter den Devils-Keeper Benito mit einem Distanzschuss. "Ich dachte, der Ball sei schon draußen, aber er kam wie ein Bumerang zurück", lachte Peter später. Kurz darauf machte Manuel Tiago ernst: In der 20. Minute verwertete er eine butterweiche Vorlage von William Corey und traf zum 1:0. Ein Treffer, so präzise, dass selbst die Gegengerade kurz den Atem anhielt.

Die Devils, angeführt vom schwedischen Trainer-Philosophen Ronnie Ekström, wirkten überrascht - und leicht beleidigt. "Wir wussten, dass Southampton Druck machen würde. Aber wir dachten nicht, dass sie so früh treffen wollen", knurrte Ekström anschließend. Seine Mannschaft kam zwar zu Chancen - Mika Kuqi und Rafet Kisa prüften den Torwart Clancy -, doch irgendwie fehlte die letzte Überzeugung, oder wie der Engländer sagt: der Glaube an den eigenen Mythos.

Zur Pause führte Southampton verdient. Der Ballbesitz? 48 zu 52 - also fast ausgeglichen. Aber die Saints wirkten klarer, aggressiver, bissiger. Böning hatte sein Team offensiv eingestellt, mit starkem Pressing und schnellen Pässen durch die Mitte. In der Kabine, so erzählte ein Insider, sprach der Coach von "mutigem Fußball, nicht von mathematischem".

Doch kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, da zeigte Manchester, warum man sie Devils nennt. Agafon Swetlow, 32, alternder Künstler im roten Trikot, nahm sich in der 46. Minute ein Herz - und den Ball - und schlenzte ihn zum 1:1 in den Winkel. Kein Mensch im Stadion wusste, wie er das gemacht hatte, vermutlich auch er selbst nicht. "Ich wollte eigentlich flanken", grinste Swetlow hinterher.

Southampton antwortete postwendend, wie beleidigt von dieser Dreistigkeit. Wieder war es Tiago, wieder nach Vorlage von Corey, diesmal in der 51. Minute. 2:1, Doppelpack, Jubel im Regen. "Wenn der Ball zu Manuel kommt, kann man schon mal anfangen, sich zu freuen", sagte Trainer Böning später trocken.

Doch das Spiel war noch lange nicht entschieden. Ekström brachte frische Kräfte, ließ Kuqi runter und den jungen Marcus Steffens stürmen. Die Gäste erhöhten den Druck, pressten aggressiver, spielten ihre Pässe nun mutiger. Und in der 68. Minute fiel der erneute Ausgleich: Jean-Pierre Bettencourt, der elegante Franzose auf der rechten Seite, vollendete nach Vorarbeit von Swetlow zum 2:2. Ein Treffer, der die Heimfans verstummen ließ - und die Devils wieder an ihre dunkle Magie glauben ließ.

Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch: Nilsson prüfte Benito in der 76. Minute, Bettencourt vergab kurz darauf die mögliche Führung. In der Nachspielzeit zirkelte Nilsson erneut einen Ball aufs Tor - aber Benito, mittlerweile halbheldisch, lenkte ihn über die Latte.

Statistisch war es ein ausgeglichenes Duell: 10 Torschüsse Southampton, 11 die Devils. Der Ballbesitz sprach leicht für die Gäste, die Zweikampfquote ebenfalls. Doch das Spielgefühl sagte etwas anderes: Hier hatten zwei Teams Grenzen verschoben - die eigenen und die nervlichen der Zuschauer.

"Das war ein 2:2 mit Charakter", fasste Böning nach Abpfiff zusammen. "Wir hätten gewinnen können, aber wir haben gezeigt, dass wir nicht untergehen." Ekström nickte: "Untergehen? Bei dem Wind heute wäre das schwer gewesen."

Und so endete der Abend mit feuchten Trikots, zufriedenen Fans und dem leisen Gefühl, Zeuge eines Spiels gewesen zu sein, das mehr war als ein Unentschieden. Es war ein englischer Fußballabend in Reinform - laut, wild, unvorhersehbar.

Oder wie ein Fan beim Hinausgehen sagte, während er sich den Schal überzog: "Ich bin pitschnass - aber glücklich. Genau so soll’s sein."

19.01.643994 23:08
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He, Brrrand, du - du bist doch bolitisch, bist du doch, du Grüner, machst auf sozial und hetzt hier den Schirri gegen uns auf.
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