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SV Linx zaubert Aschaffenburg schwindlig - 3:1-Heimsieg mit Drama in Rot

Es war ein dieser Winterabende, an denen man merkt, dass Fußball mehr ist als Statistik - es ist Herz, Chaos und ein bisschen Wahnsinn. Der SV Linx besiegte im Liga-Pokal (Regionalliga A) vor 2134 Zuschauern die Gäste aus Aschaffenburg mit 3:1 (3:0). Eine Partie, die schon nach einer halben Stunde entschieden schien, sich aber in den Schlussminuten zu einem kleinen Theaterstück steigerte - mit Verletzung, Platzverweis und einer gehörigen Portion Drama.

Von Beginn an zeigten die Linxer, dass sie an diesem Samstagabend Lust auf Fußball hatten - und zwar auf den mit Toren. Schon in der 6. Minute donnerte Bernt Kühne, der 32-jährige Taktgeber im Mittelfeld, den Ball nach Vorlage von Mark Fritsch unhaltbar unter die Latte. "Ich hab einfach draufgehalten", grinste Kühne später, "manchmal muss man gar nicht nachdenken - das ist mein Erfolgsgeheimnis."

Vier Minuten später folgte der nächste Streich: Der 17-jährige Christian Stein, kaum älter als der neue Mannschaftsbus, traf eiskalt zum 2:0 - wieder nach Vorarbeit von Fritsch. Trainer Michal Dickschat raufte sich am Spielfeldrand die Haare, aber vor Freude. "Ich wusste, dass der Junge was kann. Aber dass er gleich so cool bleibt? Hut ab!"

Aschaffenburgs Coach Tesco Toni hingegen kaute an seiner Kappe. Seine Elf, offensiv eingestellt, aber defensiv flatterhaft, fand kaum Zugriff. Und als Kühne in der 38. Minute nach einer butterweichen Flanke von Linksverteidiger Morgan Shepherd zum 3:0 einköpfte, schien alles gelaufen. Zur Pause lagen die Gäste am Boden - nicht sportlich tot, aber sichtlich benommen.

Doch Aschaffenburg wäre nicht Aschaffenburg, wenn sie nicht wenigstens ein Zeichen setzen würden. Direkt nach Wiederanpfiff (47.) nutzte Dieter Schmitz einen Moment der Linxer Nachlässigkeit, netzte nach Pass von Sebastian Hess zum 3:1. Plötzlich war wieder Leben auf dem Platz - und in der Gästekurve. "Da haben wir kurz geglaubt, es könnte noch was gehen", seufzte Schmitz später.

Statistisch gesehen war das Spiel erstaunlich ausgeglichen: 51 Prozent Ballbesitz für Linx, 49 für Aschaffenburg, 12 zu 11 Torschüsse - Zahlen, die ein knapperes Ergebnis vermuten ließen. Aber Fußball wird eben nicht nach Excel entschieden. Linx spielte abgeklärt, hielt den Ball, wartete auf Lücken - und Aschaffenburg lief an, ohne wirklich durchzubrechen.

In der 89. Minute wurde es dann kurios: Innenverteidiger Joshua Gebhardt blieb nach einem Zweikampf liegen und musste verletzt raus. Trainer Dickschat brachte Bernt Prinz - frisch, motiviert, und, wie sich gleich zeigte, etwas übermotiviert. Keine fünf Minuten später sah Prinz nach einem rustikalen Einsteigen glatt Rot (94.). "Er hat den Ball gesucht und das Bein gefunden", kommentierte Dickschat mit trockenem Humor. Prinz selbst murmelte nur: "Ich wollte ein Zeichen setzen. Aber vielleicht war’s das falsche."

Das Publikum nahm’s sportlich, applaudierte dem kämpferischen Auftritt und verabschiedete die Mannschaft mit stehenden Ovationen. Der SV Linx hatte nicht nur verdient gewonnen, sondern auch gezeigt, dass Routine und jugendlicher Leichtsinn eine explosive Mischung sein können - im besten Sinne.

Tesco Toni fasste den Abend trocken zusammen: "Wir haben uns in der ersten Halbzeit selbst geschlagen. Danach war’s Schadensbegrenzung." Und als ihn ein Reporter fragte, was er seiner Abwehr mit auf den Heimweg gebe, antwortete er: "Ein Video vom ersten Durchgang. In Dauerschleife."

Michal Dickschat hingegen grinste zufrieden in die Kameras: "Drei Tore, drei Punkte, ein Platzverweis - das ist Emotion pur. Ich sag’s mal so: Wir machen’s nie langweilig."

Am Ende stand ein verdienter 3:1-Erfolg, der Linx im Liga-Pokal weiter nach vorn bringt. Und während die Flutlichtmasten langsam verlöschten, hallte noch ein letzter Kommentar eines Fans über die Tribüne: "Wenn das so weitergeht, brauchen wir bald ein größeres Stadion!"

Vielleicht ein bisschen übertrieben - aber wer diesen Abend erlebt hat, weiß: Ganz so abwegig war das nicht.

03.05.643987 04:36
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Wenn mein Vater da gewesen wäre, hätte sich mein Leben vollkommen anders entwickelt. Viel zielgerichteter. Dann wäre meine Mutter zu Hause gewesen. Ich hätte vernünftig für die Schule gearbeitet, einen normalen Beruf erlernt und wäre nicht in den Fußball abgedriftet.
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