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SV Linx verliert turbulente Partie gegen FSV Frankfurt mit 1:2

Ein kalter Februarabend, Flutlicht über dem Stadiondach von Linx, 5.201 Zuschauer mit heißem Atem und kalten Fingern - und ein Spiel, das alles andere als frostig war. Der SV Linx unterlag dem FSV Frankfurt am 5. Spieltag der Regionalliga A knapp mit 1:2 (1:2), trotz beherztem Auftreten, mutigem Pressing in der Schlussphase und einem Tor, das kurzzeitig für Hoffnung sorgte.

Es begann vielversprechend für die Gastgeber: In der 22. Minute schloss Robert Jahn einen schnell vorgetragenen Angriff über die rechte Seite ab. Nach feinem Zuspiel von Bernt Kühne, der den Ball mit der Präzision eines Uhrmachers in den Lauf seines Stürmers legte, schloss Jahn trocken ab - 1:0 für Linx. "Da dachte ich kurz, heute könnte was gehen", grinste Trainer Michal Dickschat später, "aber dann kam Frankfurt und hat uns gezeigt, wie schnell Träume platzen können."

Nur fünf Minuten nach der Linxer Führung schlug der FSV zurück. Morgan Kirwan, der quirlige Linksaußen, traf nach Vorlage von Rechtsverteidiger Yannik Schumacher zum Ausgleich (27.). Ein Schuss, der so platziert war, dass Linx-Keeper Oscar Haase nur noch höflich winken konnte. "Ich hab ihn kommen sehen, aber der Ball wollte einfach nicht anhalten", meinte Haase mit einem Schulterzucken.

Und Frankfurt hatte noch nicht genug. In der 39. Minute vollendete Christopher Young, nach Vorarbeit von Kirwan, zum 2:1 für die Gäste. Der Angriff war so schnörkellos wie effektiv - ein Pass in die Tiefe, ein schneller Abschluss, und schon lag Linx hinten. "Das war Schulbuch-Fußball", lobte FSV-Trainer Simone Niruak. "Wir haben unser Spiel ruhig durchgezogen, auch wenn Linx uns im Mittelfeld das Leben schwer gemacht hat."

Tatsächlich hatte Linx mit 51 Prozent Ballbesitz etwas mehr vom Spiel, doch Frankfurt war zielstrebiger: 16 Torschüsse der Gäste standen nur sechs Linxer Versuchen gegenüber. Immer wieder tauchte Young gefährlich vor dem Tor auf, während Linx in der zweiten Halbzeit zwar angriff, aber selten durchkam.

Nach der Pause reagierte Dickschat taktisch - offensivere Ausrichtung, mehr Risiko. Linx presste, kombinierte, kämpfte. "Wir wollten Frankfurt hinten reindrücken", erklärte der Coach, "aber die haben das clever runtergespielt." Frankfurt blieb ruhig, ließ den Ball laufen, und wenn doch einmal Gefahr drohte, war Torhüter Charles Fryer zur Stelle.

Ab der 70. Minute wurde es hektisch: Dickschat brachte den jungen Detlev Miller für Torschütze Jahn, später musste Ralph Konrad verletzt raus - der 19-Jährige hatte sich nach einem energischen Sprint am Oberschenkel gepackt und humpelte unter Applaus vom Platz. Für ihn kam der 17-jährige Joshua Merz, der prompt Gelb sah (81.). Merz nahm’s mit Humor: "Ich wollte halt zeigen, dass ich da bin."

Auch Frankfurt wechselte: Knud Krauss kam in der 60. Minute und sorgte sofort für Betrieb. Kurz vor Schluss holte sich Helmut Eder noch den gelben Karton ab, vermutlich aus Sympathie für Merz.

Die Schlussphase gehörte dann Linx. Kühne prüfte Fryer in der 63. Minute mit einem Schuss aus der Distanz, der Keeper faustete den Ball mit Mühe weg. Urban verzog in der 40. Minute noch knapp, und als der Schlusspfiff kam, rannte Bernt Kühne verzweifelt Richtung Schiedsrichter, ehe er resigniert abwinkte. "Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt", schimpfte er später. "Aber Fußball ist halt kein Wunschkonzert."

Die Frankfurter Spieler feierten dagegen abgeklärt, als hätten sie gerade einen Trainingssieg eingefahren. Trainerin Niruak lobte ihre Mannschaft: "Wir haben reif gespielt, auch wenn es eng wurde. Linx hat es uns nicht leicht gemacht."

Statistisch gesehen war die Partie ausgeglichen, doch der Unterschied lag in der Konsequenz. Frankfurt nutzte seine Chancen - Linx ließ sie liegen. Die Gäste verteidigten diszipliniert, während die Linxer Defensive bei beiden Gegentoren einen Tick zu spät kam.

Am Ende blieb für Linx nur die Erkenntnis, dass guter Wille allein keine Punkte bringt - und dass man gegen abgezockte Frankfurter mehr braucht als Ballbesitz und Moral. "Wir nehmen das Positive mit", sagte Dickschat zum Abschied, "nämlich dass wir nächste Woche wieder eine Chance haben, alles besser zu machen."

Ein Zuschauer auf der Tribüne brachte es wohl am besten auf den Punkt: "Schön gespielt, aber schön verliert sich schlecht."

Und so ging ein Abend zu Ende, an dem Linx zwar kämpfte, aber Frankfurt cleverer war - ein 1:2, das sich knapper anfühlte, als es war, und doch genau so verdient war, wie Fußball manchmal eben ist: gnadenlos ehrlich.

15.07.643990 05:06
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