El Peruano
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Stadtduell in Lima: Academia fegt CD Lima mit 3:0 vom Platz

Wenn in der peruanischen Hauptstadt zwei Limaner Vereine aufeinandertreffen, ist meist Feuer drin - diesmal allerdings brannte das Feuer nur auf einer Seite. Die Academia Lima zeigte am 9. Spieltag der 1. Liga Peru eindrucksvoll, wer derzeit die sportliche Lufthoheit über die Stadt besitzt. Mit einem klaren 3:0 (3:0) über CD Lima sicherte sich das Team von Trainer Olli Kahn nicht nur drei Punkte, sondern auch reichlich Selbstbewusstsein.

Dabei waren die 27.000 Zuschauer im Estadio Nacional zunächst noch guter Dinge. CD Lima begann engagiert, die ersten beiden Torschüsse kamen von Raul Pacos (5.) und Marcel Pasieka (6.). Doch das war es dann auch mit der Offensivherrlichkeit der Gastgeber. Ab Minute zehn übernahm die Academia das Kommando - und wie.

Es war die 10. Spielminute, als der erst 20-jährige Jordi Roy einen blitzsauberen Angriff über David Galindo vollendete. Der Schuss schlug unhaltbar im rechten oberen Eck ein. "Ich hab einfach draufgehalten - typisch Stürmerinstinkt", grinste Roy später. Typisch war auch, dass er damit noch nicht genug hatte. Nach weiteren Angriffswellen und einem sehenswerten Zusammenspiel mit Oscar Hathaway traf Roy in der 23. Minute erneut.

CD Lima wirkte nun so konsterniert, dass man in der Pressezone kurz das Gefühl hatte, man beobachte ein Trainingsspiel. Drei Minuten später hätte es sogar 0:3 stehen können - tat es dann auch. Oscar Hathaway, der Taktgeber im Mittelfeld, krönte seine starke Leistung mit einem satten Distanzschuss nach Vorarbeit von Carlos Galindo (30.). Der Ball setzte kurz vor Torhüter Raul Andrade auf und zappelte dann im Netz - der Rest war Schweigen.

"Wir wollten eigentlich kompakt stehen", erklärte ein sichtlich ratloser CD-Coach nach der Partie, dessen Name auf dem Spielberichtsbogen kurioserweise fehlte. "Aber irgendwie stand dann keiner da, wo er sollte." Ein Satz, der das Spiel wohl besser zusammenfasst als jede Statistik.

Denn Zahlen lügen selten: 17 Torschüsse für Academia, nur 5 für CD Lima. Der Ballbesitz lag beinahe ausgeglichen (51 zu 49 Prozent), aber die Gäste wussten schlicht mehr damit anzufangen. Auch in den Zweikämpfen hatte Kahns Team mit einer Quote von knapp 55 Prozent die Nase vorn.

Der ehemalige Weltklassekeeper Kahn, mittlerweile mit sonnengegerbtem Gesicht und stoischer Ruhe an der Seitenlinie, kommentierte das Geschehen trocken: "Ich habe den Jungs gesagt, sie sollen einfach Fußball spielen - und nicht nachdenken." Ein Rat, den seine Mannschaft offenbar wörtlich nahm.

Nach der Pause verwaltete Academia das Spiel mit einer Lässigkeit, die fast schon arrogant wirkte. Der junge Joaquin Gutierrez, frisch eingewechselt zur zweiten Halbzeit, holte sich in der 69. Minute noch eine gelbe Karte ab - offenbar um zu zeigen, dass er auch da ist. "Ich wollte ein Zeichen setzen", sagte der 19-Jährige später lachend.

CD Lima mühte sich redlich, aber mehr als ein paar harmlose Distanzschüsse von Gabri Mascarenhas (62., 72., 89.) sprangen nicht heraus. Als Raul Pacos in der 86. Minute wegen eines taktischen Fouls Gelb sah, war das sinnbildlich: viel Einsatz, wenig Ertrag.

"Die Jungs haben gekämpft, aber uns fehlt im Moment einfach die Leichtigkeit", meinte Mittelfeldmann Mascarenhas nach dem Schlusspfiff, während im Hintergrund ein Fan rief: "Vielleicht hilft Beten!"

Ganz anders die Stimmung auf der anderen Seite. Jordi Roy, zweifacher Torschütze und mit 20 Jahren der Mann des Abends, wurde von seinen Mitspielern gefeiert. "Ich habe Olli versprochen, dass ich treffe", sagte er - und Olli Kahn nickte zufrieden. "Versprechen muss man halten", murmelte er, als er die Kabine betrat.

So bleibt nach 90 Minuten ein deutliches Fazit: CD Lima hat viel zu tun, Academia Lima dagegen Spaß am Fußball. Und wer weiß - vielleicht träumt Kahn schon vom Titel, während sein Gegenüber vom nächsten freien Wochenende träumt.

Ein kleines Trostpflaster für die heimischen Fans: das Bier im Stadion war kalt, und wenigstens darüber konnte man sich am Ende des Abends einig sein.

12.02.643994 09:30
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He, Brrrand, du - du bist doch bolitisch, bist du doch, du Grüner, machst auf sozial und hetzt hier den Schirri gegen uns auf.
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