Noticiero VeneVision
+++ Sportzeitung für Venezuela +++

Sporting Petare bestraft Zulia: 3:1 trotz fast ausgeglichenem Ballbesitz

Primera Division | 18. Spieltag | 29.08.26 | Deportivo Zulia - Sporting Petare 1:3

Sporting Petare hat am 18. Spieltag der Primera Division einen ebenso verdienten wie effizienten Auswärtssieg gefeiert. Beim Deportivo Zulia setzte sich die Mannschaft von Trainer Marcel Skupzig mit 3:1 (2:0) durch. 45.580 Zuschauer sahen ein Spiel, in dem die Gastgeber zwar beinahe genauso viel Ballbesitz hatten wie der Gegner, mit dem Ball aber deutlich weniger anzufangen wussten. Fußball kann manchmal grausam sein. Und manchmal ist er einfach nur konsequent.

Petare begann, als hätte Trainer Skupzig vor dem Anpfiff ausdrücklich darum gebeten, die Gastgeber nicht lange über ihre Chancen nachdenken zu lassen. Bereits in der ersten Minute prüfte Diego Forlan den Zulia-Torhüter Francisco Lopez. Es war der erste Hinweis darauf, dass der Abend für die Heimabwehr ungemütlich werden könnte. Jake Long legte wenig später nach, Joseph Ogilvie schoss ebenfalls auf das Tor - und in der 23. Minute war es dann so weit: Nevio Quiles brachte Sporting Petare mit 1:0 in Führung.

Zulia bemühte sich um eine Antwort. David Adao kam in der 19. Minute zu einem Abschluss, blieb dabei jedoch ebenso erfolglos wie später erneut in der 61. Minute - wobei dieser zweite Versuch deutlich mehr Wirkung entfalten sollte. Zunächst aber schlug Petare noch einmal zu. In der 30. Minute erhöhte Joseph Ogilvie auf 2:0, vorbereitet von Quiles. Ein Rechtsverteidiger als Torschütze und ein Mittelstürmer als Vorlagengeber: Die Rollenverteilung war offenbar an diesem Abend angenehm flexibel.

Auf der Tribüne entwickelte sich derweil ein Dialog, der sinngemäß so überliefert werden könnte:
"Wir haben doch fast 50 Prozent Ballbesitz."
"Ja", antwortete der Nachbar, "aber Petare hat offenbar die gefährlichen 50 Prozent."

Die Statistik sollte ihm recht geben. Sporting Petare brachte insgesamt 18 Torschüsse zustande, Deportivo Zulia gerade einmal drei. Beim Ballbesitz lagen die Teams mit 49,59 Prozent für Zulia und 50,41 Prozent für Petare nahezu gleichauf. Der Unterschied lag also nicht darin, wer den Ball hatte, sondern wer damit etwas anzufangen wusste. Auch in den Zweikämpfen war Petare überlegen: 57,88 Prozent gewonnene Duelle standen 42,12 Prozent aufseiten der Gastgeber gegenüber.

Nach der Pause wechselte Skupzig Jakub Vladyka und Wesley Sneijder aus, Asen Stoitschkow und Filipe Bischoff kamen. Am Spielbild änderte sich wenig. Petare blieb offensiv, Zulia wirkte bemüht, aber nicht zwingend. Dann keimte kurz Hoffnung auf: In der 61. Minute verkürzte David Adao auf 1:2. Der 19-Jährige traf nach Vorarbeit von Mariusz Wojciechowski und ließ die Heimfans für einen Moment glauben, die Partie könne noch kippen.

Doch die Hoffnung hielt genau eine Minute. In der 62. Minute stellte Savo Trkulja den alten Abstand wieder her - vorbereitet von Wesley Sneijder, der zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr auf dem Platz stand. Ein kleiner statistischer Widerspruch, ein großer emotionaler Dämpfer für Zulia. Die Gäste hatten damit ihre drei Tore erzielt, während ihre Angreifer weiter fleißig auf das Tor schossen. Forlan und Long entwickelten dabei fast den Ehrgeiz, den Torhüter Lopez persönlich zur Halbzeitpause zu verabschieden.

"Wir wollten geduldig bleiben", hätte Trainer Skupzig nach dem Spiel sagen können. "Und wenn möglich, nicht jede Chance erst nach drei Stationen erklären." Zulia-Coach Emil Freier hätte die Partie vermutlich ähnlich trocken zusammengefasst: "Wir hatten den Ball. Petare hatte leider die bessere Idee."

In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch. Ogilvie sah in der 90. Minute Gelb-Rot und musste vom Feld. Zulia kam durch Isidoro Carcedo in der Nachspielzeit noch zu einem Abschluss, doch am Ergebnis änderte sich nichts. Petare gewann 3:1 und nahm drei Punkte mit. Zulia bleibt die Erkenntnis, dass Ballbesitz allein ungefähr so gefährlich ist wie ein Regenschirm im Strafraum: nützlich, aber nicht unbedingt spielentscheidend.

29.08.2026 21:37
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Prinzessin Fergie möchte an einem Kamelrennen teilnehmen. Nicht entschieden ist, wer sie reitet. Das ist Harald Schmidt, das sind Meilensteine guten Humors.
Mehmet Scholl
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager