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Verbandsliga F | 34. Spieltag | 14.09.26 | Sparta Lichtenberg - SV Lurup 2:0 Dabei begann Sparta mit bemerkenswerter Entschlossenheit. Nach gerade einmal einer Minute prüfte Singer den Luruper Torhüter Erik Betz, kurz darauf folgten Abschlüsse von Yannick Bartsch und Tim Schulte. Lurup antwortete durch Oscar Heise, doch insgesamt gehörte die Anfangsphase klar den Gastgebern. "Wir wollten sofort zeigen, dass wir nicht zum höflichen Ballgeschiebe hier sind", sagte Singer später mit einem Grinsen. "Nur das Tor hat zunächst noch gefehlt." Das fehlte dann ziemlich lange. Sparta hatte mehr vom Spiel, kam am Ende auf elf Torschüsse und kontrollierte 55,1 Prozent Ballbesitz. Lurup brachte es auf sechs Abschlüsse und 44,9 Prozent Ballbesitz, blieb aber keineswegs völlig harmlos. Bernd Hess tauchte in der 23. Minute gefährlich auf, und kurz vor der Pause musste die Lichtenberger Defensive bei einem weiteren Versuch des Mittelstürmers aufmerksam bleiben. Auf der Tribüne wurde die Geduld derweil zur sportlichen Nebendisziplin. "Wenn sie jetzt noch länger warten, wird das hier ein Hörspiel", murmelte ein Zuschauer in der 52. Minute. Ein anderer antwortete: "Hauptsache, es gibt am Ende ein Happy End." Er sollte recht behalten, auch wenn die Handlung bis dahin einige Längen hatte. Lurup war offensiv aufgestellt und suchte den kontrollierten Weg nach vorn. Trainer Eddy Lohrbi hatte seine Mannschaft ausgewogen auftreten lassen, auf aggressives Pressing wurde weitgehend verzichtet. Sparta blieb ebenfalls in einer ausgeglichenen Grundordnung, spielte aber mit zunehmender Dauer zielstrebiger. Die Zweikampfquote von 53,6 Prozent zugunsten der Gastgeber passte zum Bild: Lichtenberg war nicht übermäßig bissig, aber meistens einen Schritt schneller am Ball. In der 68. Minute fiel schließlich die Erlösung. Hermann Prinz setzte sich auf der linken Seite durch und bediente Singer, der den Angriff konsequent abschloss. 1:0 - und plötzlich war der Abend nicht mehr zäh, sondern taktisch hochinteressant. Zumindest sahen das die Sparta-Anhänger so; die Luruper Bank dürfte den Vorgang eher als persönliche Beleidigung empfunden haben. Lurup musste nun mehr riskieren, kam aber nicht entscheidend in die gefährliche Zone. Sparta verteidigte konzentriert, auch wenn Niko Burkhardt und Tim Schulte sich jeweils eine Gelbe Karte abholten. "Wir wussten, dass ein Tor Vorsprung gefährlich ist", erklärte ein Lichtenberger Spieler nach dem Abpfiff. "Aber wir wollten auch nicht anfangen, den Ball zu streicheln, bis jemand einschläft." In der 88. Minute war die Frage nach dem Sieger beantwortet. Patrik Mann legte für Singer auf, der erneut traf und seinen persönlichen Abend mit einem zweiten Treffer krönte. Lurup hatte danach keine Antwort mehr, nur noch einen späten Abschluss von Dennis Stein. Der blieb ebenso folgenlos wie die Hoffnungen der Gäste. Trainer Eddy Lohrbi gratulierte dem Gegner fair: "Wir haben ordentlich begonnen, aber Sparta war im entscheidenden Moment kaltschnäuziger." Und Singer? Der nahm den Ball offenbar gedanklich mit nach Hause: "Zwei Tore sind schön. Noch schöner sind aber drei Punkte." Sparta Lichtenberg gewinnt 2:0 - nicht spektakulär von der ersten Minute an, aber effizient, geduldig und am Ende mit dem passenden Sänger im Mittelpunkt. 14.09.2026 22:01 |
Sprücheklopfer
Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!
Rudi Völler