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Southampton trotzt den Devils - ein Unentschieden mit Charakter

Ein nasskalter Valentinsabend, 48.969 Zuschauer im St. Mary’s Stadium und zwei Mannschaften, die sich nichts schenken wollten: Beim 2:2 (1:2) zwischen dem FC Southampton und den Manchester Devils bekamen die Fans ein Spiel zu sehen, das weniger durch taktische Raffinesse als durch pure Leidenschaft und ein paar charmante Fehler glänzte.

Schon in der 16. Minute zündeten die Devils den ersten Feuerwerkskörper des Abends. Asen Christow, der rechte Flügelstürmer mit der Körpersprache eines Mannes, der nie einen Zweikampf scheut, drosch den Ball nach einem schnellen Doppelpass trocken ins Netz - 0:1. Southamptons Torwart Alberto Mancuso schaute dem Leder nur hinterher, als wolle er sicherstellen, dass der Ball auch wirklich drin ist. "Ich dachte, der Ball sei schon draußen", grinste Mancuso später.

Doch kaum hatten die Gäste ihren Jubel beendet, schlug Southampton zurück. Drei Minuten später donnerte Nicolaas Derrick aus zentraler Position den Ball nach einer Kopfballablage von Kai Peter zum 1:1-Ausgleich ein. "Wir haben sofort reagiert, das war wichtig", sagte Trainer Michael Böning, der an der Seitenlinie so wild gestikulierte, dass selbst der vierte Offizielle kurz überlegte, ob er ihn verwarnen müsse.

Aber die Devils wären nicht die Devils, wenn sie nicht mit einem leichten Anflug von Arroganz zurückschlagen würden. In der 37. Minute zirkelte Jamie Kirwan, der Motor im Mittelfeld, den Ball nach einem Pass von Jeno Bozsik ins Eck - 1:2. "Da hat er mal wieder gezeigt, warum er bei uns die Standards schießt", lobte Devils-Trainer Reto Klopfenstein, während er unauffällig an seinem Kaugummi arbeitete, als wäre das alles Teil eines großen Plans.

Zur Pause hatten die Gäste 57 Prozent Ballbesitz, die Saints dagegen mehr Herz als Feinschliff. 42,6 Prozent vom Spiel, aber 100 Prozent Kampf. Die zweite Halbzeit sollte das bestätigen.

Böning reagierte zur Pause: Liam Allington kam für den ausgepowerten Derrick - ein Wechsel, der sich später als goldrichtig erweisen sollte. Southampton blieb offensiv, manchmal fast übermütig. "Wir schießen aus allen Lagen", brüllte Böning lachend, als Gabriel Beecroft in der 52. Minute aus 25 Metern abzog. Der Ball landete zwar auf der Tribüne, aber der Wille war da.

Ab der 70. Minute wurde es ruppiger. Gabri Yanez, der rechte Mittelfeldmann der Saints, sah Gelb, nachdem er Alfie Perlman etwas zu deutlich zeigte, wie man in Spanien "Guten Abend" sagt. "Ich hab den Ball gespielt", behauptete Yanez später - und grinste dabei so unschuldig, dass man ihm fast glauben wollte.

Drei Minuten nach seiner Verwarnung wurde Yanez dann zum Helden. In der 73. Minute schob er nach Vorlage von Mittelstürmer Manuel Tiago den Ball über die Linie - 2:2! Das Stadion bebte, Böning sprang seinem Co-Trainer in die Arme, und sogar der sonst stoische Linienrichter lächelte kurz.

Die letzten 20 Minuten waren ein offenes Hin und Her. Beide Teams kamen auf jeweils 12 Torschüsse - ein Beweis dafür, dass Statistik manchmal doch Gerechtigkeit kennt. In der 89. Minute hatte Tiago sogar den Sieg auf dem Fuß, doch Devils-Keeper Amram Hanegbi fischte den Ball spektakulär aus dem Winkel. "Ich hab einfach gehofft, dass er nicht reingeht - und diesmal hat’s geklappt", meinte Hanegbi hinterher mit einem Lächeln, das zwischen Erleichterung und Schock pendelte.

In der Nachspielzeit mobilisierten die Gäste noch einmal alles. Klopfenstein brachte frische Kräfte: Mika Kuqi und später Rafet Kisa sollten den Lucky Punch liefern. Doch Southampton verteidigte mit der Zähigkeit einer Mannschaft, die wusste, dass ein Punkt gegen diese Devils Gold wert ist.

Am Ende stand ein 2:2, das beide Seiten als moralischen Sieg verkaufen konnten. "Wir hätten gewinnen müssen", knurrte Klopfenstein. "Wir hätten verlieren können", konterte Böning trocken - und beide hatten recht.

Das Publikum verabschiedete die Teams mit Applaus und kalten Fingern. Ein Spiel voller Energie, Emotionen und kleiner Dramen - kurz: englischer Fußball in seiner schönsten Form.

Und wer sich fragte, was der Valentinstag mit Fußball zu tun hat, bekam die Antwort auf dem Rasen: Es war ein Abend voller Leidenschaft, Missverständnisse und Happy End - nur ohne Rosen.

19.08.643990 01:23
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