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Southampton macht kurzen Prozess: 5:0 gegen überfordertes Swindon

Premier League | 3. Spieltag | 19.09.26 | FC Southampton - Swindon Town 5:0

52.522 Zuschauer, Flutlicht, Premier League am dritten Spieltag - und am Ende eine Partie, die eher nach gründlicher Hausaufgabe als nach offenem Schlagabtausch aussah. Der FC Southampton besiegte Swindon Town mit 5:0 (3:0) und machte dabei früh klar, dass dieser Abend für die Gäste aus einer langen Warte auf den Schlusspfiff bestehen würde.

Southampton begann offensiv und mit aktivem Pressing. Die Mannschaft von Michael Böning wollte offenbar nicht erst lange herausfinden, wie der Gegner so drauf ist. Nach neun Minuten prüfte Gabriel Beecroft erstmals den Swindoner Torhüter Freddie Bail. Kurz darauf legte Jan Ovesen nach, Dusko Pantelic schoss ebenfalls auf das Tor - Southampton sammelte Chancen wie andere Menschen Einkaufszettel.

In der 21. Minute war es dann so weit: Riley Stanton traf nach Vorarbeit von Adrian Pascual zum 1:0. Zwei Minuten später schlug Stanton erneut zu, diesmal nach Zuspiel von Billy Benett. Swindon hatte kaum Zeit, die Anzeigetafel zu lesen, geschweige denn das eigene Spiel zu sortieren. "Wir wollten ruhig bleiben", hätte Swindons Trainer Barney Cheep später sagen können. "Das ist uns bis zum zweiten Gegentor ungefähr sieben Sekunden lang gelungen." Die O-Töne dieses Berichts sind szenisch nachempfunden, da keine Originalzitate vorliegen.

Southampton blieb auf dem Gaspedal. In der 29. Minute erhöhte Gabriel Beecroft nach Vorlage von Jan Ovesen auf 3:0. Es war ein Angriff, bei dem die Gastgeber ihre offensive Ausrichtung und ihr ausgeglichenes Passspiel eindrucksvoll verbanden. Swindon kam zwar durch Kian Williamson und Daniel Roades zu Abschlüssen, doch von echter Gefahr war nur selten etwas zu spüren. Die Gäste besaßen am Ende sieben Torschüsse - Southampton brachte es auf 19. Zahlen können manchmal grausam sein. Diese waren es.

"Wir haben den Ball nicht schlecht laufen lassen", könnte Böning in der Kabine gesagt haben. "Nur bitte künftig nicht vergessen, dass der Gegner auch gern einmal an den Ball möchte." Tatsächlich war der Ballbesitz mit 51,3 zu 48,7 Prozent erstaunlich ausgeglichen. Swindon hatte also durchaus Phasen der Kontrolle. Nur: Kontrolle ohne Wirkung ist im Fußball ungefähr so nützlich wie ein Regenschirm unter Wasser.

Kurz nach Wiederanpfiff nahm Southampton den Gästen endgültig die Hoffnung auf eine wundersame Rückkehr. In der 47. Minute traf Jan Ovesen nach Zuspiel von Joaquin Maniche zum 4:0. Swindon wechselte zur Pause doppelt, Southampton brachte Arjen Schuyler für Adrian Pascual. Am grundsätzlichen Bild änderte das wenig: Die Gastgeber blieben offensiv, schalteten beim Schießen nun aber vom Modus "aus allen Lagen" auf "lieber eine gute Chance" um. Eine taktische Feinheit, die Swindon vermutlich trotzdem nicht als Erleichterung empfand.

Die Gäste versuchten, über junge Kräfte und einzelne Vorstöße zurück ins Spiel zu kommen. Bradley Cromwell, Robert Lockhart und Connor Linney kamen zu Abschlüssen. Southampton verteidigte jedoch konzentriert und gewann 53,6 Prozent seiner Zweikämpfe. In der 70. Minute kam Liam Allington für Maniche - und 77 Minuten waren gespielt, als Allington selbst den Schlusspunkt setzte. Nach Vorlage von Arjen Schuyler traf er zum 5:0.

Danach plätscherte die Partie aus. Swindon musste kurz vor Schluss noch die Verletzung von Kian Williamson verkraften, Southampton wechselte ebenfalls. Die Gastgeber hatten längst alles erledigt: fünf Tore, 19 Torschüsse, ein überzeugender Auftritt und eine Tribüne, die sich den Samstagabend kaum hätte angenehmer organisieren können.

Böning hätte nach dem Abpfiff wohl zufrieden feststellen dürfen: "Wir waren heute sehr konsequent." Cheep hingegen blieb nur Galgenhumor: "Immerhin haben wir bei den Zweikämpfen nicht null Prozent erreicht." Ein kleiner Trost. Southampton nimmt drei Punkte mit - Swindon vor allem die Erinnerung, dass Premier-League-Abende deutlich länger werden können, wenn man früh fünf Tore kassiert.

19.09.2026 21:49
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Ein Denkmal will ich nicht sein, darauf scheißen ja nur die Tauben.
Toni Polster auf die Frage, ob er in Köln schon ein Denkmal sei
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