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Superligaen | 26. Spieltag | 06.09.26 | SC Fyn - SC Kopenhagen 1:2 SC Fyn begann offensiv, aggressiv und mit reichlich Überzeugung. Gerd Hougaard prüfte Kopenhagens Torhüter Fabio Brito bereits in der zweiten Minute. Kurz darauf folgten weitere Abschlüsse von Jannik Poulsen und Thomas Satchmore. Die Hausherren hatten den Ball etwas häufiger - 53,8 Prozent zu 46,2 Prozent - und schoben sich mit sichtbarem Ehrgeiz nach vorn. Nur: Vor dem Tor blieb die große Erleuchtung zunächst aus. Stattdessen schlug Kopenhagen früh zu. In der vierten Minute traf Kim Jakobsen zum 1:0, vorbereitet von Milos Filipovic. Es war Kopenhagens erster gefährlicher Moment und gleich ein besonders erfolgreicher. Auf der Tribüne dürfte mancher Fyn-Anhänger kurz überlegt haben, ob der Eintrittspreis auch eine Rückerstattung bei gegnerischen Kontern beinhaltet. "Wir wollten mutig auftreten", sagte Fyn-Trainer Luis Pinheiro später. "Das haben wir getan. Vielleicht sogar so mutig, dass wir vergessen haben, vorsichtig zu sein." Fyn blieb am Drücker. Hougaard, Satchmore, Björn Bonnaire und Rasmus Laugesen suchten den Abschluss, doch Kopenhagen verteidigte mit Ruhe und einem taktischen Plan, der ungefähr lautete: hinten ordentlich stehen, vorne die seltenen Gelegenheiten bitte nicht verschwenden. Die Gäste spielten ausgewogen, setzten auf kontrolliertes Passspiel und schalteten erst dann intensiver, wenn die Lage es verlangte. In der 40. Minute erhöhte Waldemar Michaelsen auf 2:0. Peter Erichsen lieferte die Vorarbeit, Kopenhagen hatte damit aus gerade einmal vier Torschüssen zwei Treffer gemacht. Fyn dagegen kam im gesamten Spiel auf 16 Abschlüsse. Die Statistik hatte an diesem Abend also eindeutig Humor. Zur Halbzeit reagierte Pinheiro und brachte Rasmus Laugesen für Egil Sommer sowie Jannik Poulsen für Einar Munch. Später kam Fritjof Povlsen für Christoffer Rasmussen. Die Hausherren erhöhten den Einsatz, rannten an und entwickelten zunehmend das, was Trainer gern "Druck" nennen und Zuschauer irgendwann "Nervosität". Kopenhagen blieb bei seiner Linie. Alex Pleuger ließ sein Team kompakt und geduldig auftreten. "Wir wussten, dass Fyn viele Schüsse abgeben würde", sagte der Kopenhagener Coach. "Unser Ziel war, nicht jeden davon persönlich zu nehmen." In der 74. Minute belohnte Einar Munch die Bemühungen der Gastgeber mit dem Anschlusstreffer zum 1:2, vorbereitet von Jeno Lisztes. Plötzlich war das Stadion wieder da. Fyn drängte, Kopenhagen verteidigte, und jeder Ball in Richtung Strafraum wurde mit der Dramatik einer letzten Lebensversicherung behandelt. Bonnaire und Hougaard versuchten es weiter, Kim Storm schoss in der Schlussphase ebenfalls noch einmal - doch der Ausgleich blieb aus. Kopenhagens Simon Johansson musste in der 83. Minute verletzt ausgewechselt werden. Ansonsten brachten die Gäste den Vorsprung über die Zeit. Fyn hatte mehr Ballbesitz, deutlich mehr Torschüsse und die größere Initiative. Kopenhagen aber hatte Jakobsen und Michaelsen - und damit genau zwei Argumente mehr auf der Anzeigetafel. "Wir hätten heute drei Spiele gewinnen können, wenn man nur die Chancen zählt", sagte Hougaard. "Leider zählt im Fußball auch, wohin der Ball fliegt." Und so blieb für SC Fyn am Ende nur die Erkenntnis: 16:4 bei den Torschüssen ist beeindruckend. 1:2 steht trotzdem auf dem Papier. Das Papier ist bekanntlich geduldig - die Tabelle leider nicht. 06.09.2026 21:33 |
Sprücheklopfer
Ich würde am liebsten zu Hause die Rollläden runterlassen, aus der Konservendose essen und mit einem Sack über dem Kopf Feldwege laufen.
Rainer Calmund nach einem 1:3 gegen Cottbus