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Santa Eulalia ringt Conquense nieder - Gimenez trifft spät zum 2:0

56346 Zuschauer im Estadio de Santa Eulalia sahen am Donnerstagabend ein Spiel, das nie wirklich in Gefahr war, aber trotzdem bis zur Schlussminute spannend blieb. Am Ende stand ein verdienter 2:0-Sieg für die Hausherren gegen ein Conquense, das vor allem durch frühe Verletzungen und späte Ideenlosigkeit auffiel.

Schon die ersten Minuten ließen erkennen, wohin die Reise gehen würde: Santa Eulalia kontrollierte das Geschehen, Conquense hoffte, dass der Ball sich irgendwann erbarmen würde, in die gegnerische Hälfte zu rollen. Der erste Aufreger kam in der 12. Minute, als Conquenses Eduardo Cabrera nach einem harten Zweikampf verletzt raus musste. Trainer Andreas Sch schickte Antonio Perez aufs Feld - und murmelte dabei Richtung Bank: "Das wird heute ein langer Abend, Jungs." Er sollte recht behalten.

Santa Eulalia, von Trainer Dede Dedede gewohnt pragmatisch eingestellt, begann mit viel Ballbesitz, aber etwas zu viel Geduld. Erst in der 35. Minute brach Alexander Penksa den Bann: Nach einem präzisen Zuspiel von Javi Galan setzte der rechte Mittelfeldmann den Ball trocken ins rechte Eck - 1:0. "Ich hab gar nicht groß gezielt", grinste Penksa später, "ich wollte nur, dass endlich was passiert."

Conquense kam auch danach kaum aus der eigenen Hälfte. Pasi Nyman mühte sich vorne redlich, hatte aber gegen die kompakte Defensive um Leon Hunt keine Chance. Ein paar halbherzige Schüsse (insgesamt drei) blieben das Höchste der Gefühle. Und wenn der Ball doch mal in Richtung Tor flog, stand Esteban Figo da, als hätten sie ihn direkt in die Linie betoniert.

Zur Halbzeit versuchte Andreas Sch, das Spiel mit einem jungen Verteidiger umzubauen: Der 18-jährige Carles Herrera kam für Duverger, der sich kurz vor der Pause eine Gelbe abgeholt hatte. "Ich wollte frischen Mut bringen", erklärte der Coach später. "Bekommen hab ich vor allem frische Fehler." Denn Santa Eulalia blieb dominant, auch wenn die Statistik etwas anderes suggerierte - 49,7 Prozent Ballbesitz gegen 50,3 für Conquense. "Wenn man den Ball hinten quer spielt, zählt das auch", spöttelte Santa-Trainer Dedede.

In der zweiten Hälfte wurde Santa Eulalia aggressiver, ohne die defensive Grundordnung aufzugeben. Leandro Etxebarria wich für Tomas Zabavnik, der sofort für frischen Wind über links sorgte. Penksa feuerte, Budan flankte, Galan dirigierte - und der Ball wollte einfach nicht rein. Der Gästetorwart, der junge Francisco Munoz, hielt, was zu halten war, und manchmal auch, was eigentlich unhaltbar war.

In der 73. Minute sah Conquenses Teenager Herrera dann Gelb, nachdem er Gimenez rustikal stoppte. Der anschließende Freistoß landete in der Mauer, doch Santa Eulalia blieb dran. "Wir haben gespürt, dass das zweite Tor kommen muss", sagte Galan später. "Es wäre einfach unhöflich gewesen, das Publikum ohne Feierabendtreffer nach Hause zu schicken."

Und so kam es: In der 90. Minute krönte Luís Gimenez seine starke Leistung, als er einen cleveren Doppelpass mit Galan eiskalt abschloss - 2:0. Während die Fans jubelten, rannte Dede Dedede an der Seitenlinie entlang, die Arme in der Luft. "Das war die Antwort auf eine Woche Training, die härter war als mein Kaffee", lachte er nach dem Spiel.

Conquense versuchte in der Nachspielzeit noch einen Ehrentreffer, aber Nyman verzog aus spitzem Winkel. Danach war Schluss, und man konnte fast das Aufatmen hören - allerdings nur auf der Seite der Gäste.

Statistisch gesehen war das Spiel kein Festival: 15 Torschüsse für Santa Eulalia, 3 für Conquense, 56 Prozent gewonnene Zweikämpfe für die Gastgeber. Aber es war ein Sieg der Klarheit, des Willens - und der Geduld. "Wir wollten zeigen, dass man auch mit 49 Prozent Ballbesitz dominieren kann", sagte Dedede mit einem Augenzwinkern. "Und ganz ehrlich: 51 Prozent sind eh überbewertet."

Für Conquense bleibt die Erkenntnis, dass man Spiele nicht im Krankenlager gewinnt. "Wir haben heute viel gelernt", meinte Trainer Sch mit stoischer Miene. "Leider nicht, wie man Tore schießt."

Santa Eulalia dagegen darf weiter träumen. Zwei Tore, drei Punkte, zufriedene Fans - und ein Trainer, der diesmal sogar lächelte. "Vielleicht gönn ich mir morgen frei", witzelte Dedede zum Abschied. "Aber nur vielleicht."

Und so endete ein Abend, der nie spektakulär war, aber genau das richtige Maß an Drama, Ironie und Fußball bot - ganz so, wie es Santa Eulalia liebt.

26.10.643990 23:44
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Man darf das Spiel doch nicht so schlecht reden wie es wirklich war.
Olaf Thon
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