La Razon
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River Plate zerlegt Independente - ein 5:2 mit Stil, Spielfreude und Spott

Buenos Aires, 12. Januar 2026 - 59.000 Zuschauer im Estadio Monumental erlebten an diesem lauen Sommerabend eine Gala, wie sie River Plate-Fans lieben und gegnerische Trainer fürchten. 5:2 hieß es am Ende gegen den FC Independente - ein Ergebnis, das fast schmeichelhaft für die Gäste war. Schon zur Halbzeit stand es 3:0, und wer zu spät kam, verpasste einen Start, bei dem River Plate von der ersten Sekunde an zeigte: Hier wird nicht verwaltet, hier wird verzaubert.

In der 10. Minute eröffnete Thomas Prentiss den Torreigen, nach feinem Zuspiel von Tyler Gage. Der Engländer mit dem linken Fuß wie ein Skalpell - und das Publikum jubelte, als hätte man schon die Meisterschaft eingefahren. "Ich hab’s einfach laufen lassen", grinste Prentiss später, "der Ball wollte wohl selbst ins Tor." Kurz darauf legte Heinrich Beier nach (32.), nach einer butterweichen Vorlage von Prentiss. Und als Christo Boschinow in der 40. Minute den Ball zum 3:0 über die Linie drückte, nickte Trainer Eduard Hahn nur zufrieden - so als hätte er’s genau so geplant. Vielleicht hatte er das ja wirklich.

Independente versuchte es derweil mit der Brechstange. Trainer Alemanne In Cologne - ja, der Name ist echt - hatte seine Elf offensiv eingestellt, "wir wollten früh pressen", erklärte er nach dem Spiel, "aber River hat den Pressingknopf wohl gar nicht gefunden, sonst hätten sie ihn sicher gedrückt." Tatsächlich war River in Ballbesitz überlegen (55 Prozent) und schickte die Gäste mit schnellen Kombinationen ein ums andere Mal ins Leere.

Zur Pause schien die Partie entschieden, doch die Gäste kamen kämpferisch zurück. Mateo Conceicao (54.) traf nach schönem Pass von Miguel Helguera, und nur zwei Minuten später netzte Carl Figo (56.) zum 3:2 - plötzlich war wieder Spannung im Spiel. "Da hab ich kurz gedacht: ’Na prima, jetzt geht das Zittern los’", gab River-Verteidiger Aaron Robertson später lachend zu.

Aber River Plate ließ sich nicht beirren. Der eingewechselte Marcio Goncalves brachte Frische ins Mittelfeld, und in der 70. Minute belohnte sich Außenverteidiger Luke Bancroft selbst - sein Distanzschuss zischte ins lange Eck. "Ich wollte eigentlich flanken", gestand Bancroft, "aber manchmal hat der Fußball eben Humor." Und als Robertson in der 83. Minute nach einer Ecke per Kopf das 5:2 erzielte, war der Abend endgültig ein Fest.

Independente dagegen verlor nicht nur das Spiel, sondern auch die Nerven. Rafael Ze Castro sah erst Gelb (53.) und dann Gelb-Rot (73.), weil er offenbar dachte, Grätschen sei eine olympische Disziplin. "Er wollte nur den Ball", verteidigte ihn Trainer In Cologne, "leider war der Ball fünf Meter weiter." Nach dem Platzverweis war die Partie endgültig gelaufen, die letzten Minuten verwaltete River souverän - mit Ball, mit Spaß und mit jugendlichem Übermut: Der 18-jährige Diego Forlan durfte noch ein paar Minuten ran, und beinahe hätte er in der Nachspielzeit sein erstes Tor erzielt. "Ich hab schon den Jubel geübt", grinste der Youngster, "aber der Keeper hat’s wohl gehört."

59.000 Menschen gingen beschwingt nach Hause, während sich Hahn und In Cologne an der Seitenlinie verabschiedeten. "Taktisch war das heute eine Lehrstunde", meinte der River-Coach trocken. "Für wen?", fragte ein Journalist. Hahn lächelte: "Für alle, die noch glauben, Ballbesitz sei nur Statistik."

Die Zahlen gaben ihm recht: 11 Torschüsse von River Plate, 8 von Independente, 52 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 55 Prozent Ballbesitz - und fünf Tore, die eine ganze Liga aufhorchen lassen. River Plate bleibt damit in der Spitzengruppe der 1. Liga Argentinien und sendet eine deutliche Botschaft an die Konkurrenz: Wer hier Punkte holen will, muss mehr mitbringen als gute Absichten.

Zum Schluss stand Eduard Hahn noch einmal am Spielfeldrand, sah seinen Spielern beim Abklatschen zu und sagte, halb zu sich selbst, halb zu den Reportern: "Manchmal läuft’s einfach. Und manchmal läuft’s wie heute - mit Turbo." Man konnte ihm nicht widersprechen.

06.06.643987 11:24
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