Diarios de Futbol
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River Plate ringt Pumas Nacional in hitzigem Copa-Krimi mit 3:2 nieder

Das Monumental bebte. 59.000 Zuschauer, ein lauer Sommerabend, ein Pokalspiel mit allem, was das Fußballherz begehrt - und ein River Plate, das sich nach 90 intensiven Minuten mit 3:2 gegen Pumas Nacional durchsetzte. Es war kein Spiel für Feingeister, sondern ein Duell zwischen zwei Mannschaften, die sich lieber den Staub von den Stutzen klopfen, als über Ballbesitz zu philosophieren - auch wenn River am Ende mit 57 Prozent davon die Nase vorn hatte.

"Ich habe irgendwann aufgehört, mitzuzählen, wie oft wir den Ball verloren und wiedergewonnen haben", lachte River-Coach Eduard Hahn nach dem Spiel und wischte sich dabei den Schweiß von der Stirn. "Aber das war genau die Sorte Wahnsinn, die wir brauchen."

Und Wahnsinn war es tatsächlich. Schon in der 8. Minute sorgte Roberto Olivadi mit einem wuchtigen Schuss für das erste Raunen im Stadion - Hugo Coelho im River-Tor musste sich lang machen. Fünf Minuten später prüfte Thomas Prentiss den Gäste-Keeper Corey Locklear, der den Ball artistisch über die Latte lenkte. Es war der Auftakt zu einem offenen Schlagabtausch.

In der 31. Minute belohnte sich River erstmals: Christo Boschinow, quirlig wie ein Espresso nach Mitternacht, war zur Stelle. Nach feinem Zuspiel von Heinrich Beier vollendete der Bulgare aus spitzem Winkel zum 1:0. Der Jubel hallte noch, als Pumas Nacional postwendend antwortete - zwei Minuten später traf Martin Djalo nach Vorarbeit von Duarte de la Sota zum Ausgleich. "Wir hatten nicht mal Zeit, die Hände wieder in die Hosentaschen zu stecken", knurrte Hahn später.

Bis zur Pause blieb es beim 1:1, doch die zweite Halbzeit begann mit einem Donnerschlag. Direkt nach Wiederanpfiff sorgte Duarte de la Sota selbst für das 2:1 der Gäste - ein Schuss wie ein Peitschenhieb, Coelho chancenlos. Pumas-Coach Andy Nordlicht grinste breit: "Da haben wir kurz geglaubt, das Ding kippt zu unseren Gunsten. Kurz."

Denn River Plate reagierte, wie man es von einer südamerikanischen Temperamentsbombe erwartet: mit Wut, Wille und Flügelspiel. Nur vier Minuten nach dem Rückstand zirkelte Christo Boschinow einen Ball auf den zentral mitgelaufenen Juhani Hjelm, der eiskalt einschob - 2:2. Das Stadion explodierte. Hahn drehte sich zur Bank und brüllte: "Jetzt sind wir wieder da!"

Der endgültige Knockout für die Gäste folgte in der 60. Minute. Tyler Gage, der bis dahin unauffällige Mittelfeldmotor, zog aus 20 Metern ab - und traf. Prentiss hatte den Ball zentimetergenau abgelegt, und Gage bedankte sich mit einem Schuss in den rechten Winkel. 3:2. River Plate führte, und der Betonmischer in der Defensive wurde angeworfen.

Pumas Nacional versuchte, mit frischem Personal - Goncalves, Akagündüz und später Panis - noch einmal Druck zu erzeugen. Doch mehr als ein paar harmlose Distanzschüsse von Maniche und Hiliard sprang nicht heraus. Der junge Marcio Maniche kassierte in der 69. Minute zudem noch Gelb, nachdem er Heinrich Beier etwas zu leidenschaftlich den Ball abjagen wollte.

In den Schlussminuten rettete sich River Plate mit Geschick und einer Prise Glück über die Zeit. "Wir haben uns am Ende aneinander festgekrallt", gestand Torschütze Gage, "aber das gehört in der Copa einfach dazu."

Am Ende standen 13 Torschüsse für River, 7 für Pumas - Zahlen, die das Spiel erstaunlich nüchtern aussehen lassen, aber die Emotionen nur andeuten. Der Jubel nach dem Schlusspfiff war ohrenbetäubend, die Fans sangen, als ginge es schon um den Titel.

Nordlicht zeigte sich trotz der Niederlage gefasst: "Wir haben Moral gezeigt, aber River war in den entscheidenden Momenten einfach galliger." Eduard Hahn konterte mit einem Grinsen: "Galliger? Vielleicht. Oder einfach nur glücklicher. Aber wer will das im Fußball schon auseinanderhalten?"

So bleibt ein Abend, der alles bot: Tempo, Tore, Karten, Wechsel, Herzklopfen - und das gute Gefühl, dass der Fußball manchmal eben doch ein Drama in drei Akten ist.

Und irgendwo in Buenos Aires werden sie heute Nacht noch lange über den Schuss von Tyler Gage reden. Der flog nicht nur ins Tor, sondern direkt in die Geschichtsbücher dieses Copa-Abends.

06.06.643987 11:20
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Weisweiler und Happel sind tot, Hitzfeld ist bei den Bayern. RWO hat den besten Trainer, den man kriegen kann.
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