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Port Vale ringt die Foresters nieder - Curinga entscheidet den Arbeitssieg

Port Vale hat am Freitagabend im Vale Park einen dieser Siege gefeiert, die man später gern als "dreckig, aber verdient" bezeichnet. 2:1 hieß es am Ende gegen die Nottingham Foresters - ein Ergebnis, das so knapp war, wie es klingt, und den 19.278 Zuschauern ein Wechselbad zwischen Begeisterung und Nervenzucken bescherte.

Schon nach acht Minuten brandete Jubel auf, als Cristobal Butragueno, der spanisch klingende Wirbelwind auf der linken Seite, eine butterweiche Vorlage von Vincenzo Curinga nutzte, um den Ball per Volley ins Netz zu dreschen. "Ich hab einfach draufgehalten, Augen zu und gehofft, dass es gut aussieht", grinste Butragueno nach dem Spiel und strich sich die verschwitzte Stirn aus dem Gesicht - Mission gelungen.

Doch Nottingham wäre nicht Nottingham, wenn sie sich davon hätten beeindrucken lassen. In der 27. Minute zirkelte Callum Smith, unterstützt von Flankengott Luke O’Leary (der sich kurz zuvor eine Gelbe Karte abgeholt hatte, vermutlich wegen übermäßiger Leidenschaft), den Ball präzise ins lange Eck. 1:1 - und plötzlich war wieder alles offen.

Port Vale reagierte jedoch wie ein Boxer, der kurz gewackelt, aber nicht gefallen ist. Genau in der 45. Minute - als die meisten schon mit dem Pausenbier liebäugelten - schlich sich Curinga in den Strafraum, nahm einen flachen Rückpass von Linksverteidiger Carl Strauss auf und vollendete eiskalt. 2:1, Halbzeit, und Trainer Otze Machet brüllte an der Seitenlinie so laut, dass selbst die Tauben auf der Haupttribüne erschraken. "Ich habe ihm gesagt, er solle heute Verantwortung übernehmen - und das hat er", kommentierte Machet später mit einem Lächeln, das irgendwo zwischen Stolz und Erleichterung hing.

Die zweite Hälfte? Ein zähes Ringen. Port Vale hatte mehr Ballbesitz (59 Prozent), kombinierte sauber, aber ohne das letzte Risiko. Nottingham wiederum kämpfte mit offenem Visier, brachte frische Kräfte: Chalana, del Rio und schließlich der erfahrene Thomas McGowan kamen - doch der erhoffte Ausgleich blieb aus. "Wir haben gedrückt, aber der Ball wollte einfach nicht rein", seufzte Foresters-Coach Leon Löwe, der sich nach Abpfiff demonstrativ die Brille putzte, als wolle er sagen: Ich hab’s auch nicht besser gesehen.

Die Statistik sprach am Ende knapp für die Hausherren: 13 Torschüsse zu 10, fast ausgeglichene Zweikampfquote (50,3 zu 49,7 Prozent) - aber der Unterschied lag im Mut, in der einen Sekunde Entschlossenheit. Besonders auffällig: Vincenzo Curinga, der nicht nur traf, sondern auch als Regisseur glänzte. "Er war heute unser Metronom", sagte Teamkollege Finlay Latham. "Wenn er den Ball hatte, wussten wir: Jetzt passiert was."

In der Schlussphase wurde es noch einmal ruppig. Innenverteidiger Simon Boutin sah Gelb (50.), Mika Pyykkö holte sich in der Nachspielzeit ebenfalls eine ab - beide Male begleitet von lautstarken Kommentaren aus der Kurve, die sich zwischen Empörung und Schadenfreude bewegten. "Klar war das hart, aber das ist Fußball in Stoke", meinte Boutin nach der Partie, während er sich die Schienbeinschoner abstreifte.

Die Foresters warfen in den letzten Minuten alles nach vorn, stellten auf eine offensive Formation um, doch Port Vale verteidigte clever, wenn auch mit schwindenden Kräften. Keeper Waldemar Dalsgaard hielt in der 81. Minute einen Schuss von Liam Primes fest, der wohl sonst den Weg ins Netz gefunden hätte - und wurde danach von seinen Mitspielern fast erdrückt vor Dankbarkeit.

Als Schiedsrichter Hensley nach 94 Minuten abpfiff, war die Erleichterung greifbar. Machet ballte die Faust, Löwe nickte anerkennend - und die Fans sangen sich die Kälte aus den Knochen. Es war kein Spektakel, aber ein Sieg, der nach Arbeit, Schweiß und Nerven roch. "Das sind die Punkte, die am Ende zählen", brummte Machet, bevor er in den Spielertunnel verschwand.

Vielleicht war es kein Fußballfest, aber ein ehrlicher Abend: mit Emotion, Kampf und einem Hauch britischem Chaos. Oder, wie ein älterer Fan beim Hinausgehen sagte: "Zwei Tore, drei Gelbe, keine Herzinfarkte - das ist besser als letzte Woche."

Und so bleibt Port Vale auf Kurs, während Nottingham sich fragt, wie man ein gutes Spiel verlieren kann. Antwort: Man trifft einfach seltener.

21.03.643990 12:10
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Der Trainer hatte nach den ganzen Ausfällen im Angriff nur noch die Wahl zwischen mir und dem Busfahrer. Da der Busfahrer seine Schuhe nicht dabei hatte, habe ich gespielt.
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