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Pivara Celarevo krönt sich zum Champion - mit Bierlaune und Biss

79500 Zuschauer, ein lauer Abend in der Champions League, und zwei Teams, die unterschiedlicher kaum hätten auftreten können: Pivara Celarevo, die serbische Fußball-Märchenmannschaft, und Linfield FC aus Belfast, das Bollwerk in Blau. Am Ende hieß es 2:0 für die Gastgeber - ein Ergebnis, das nüchtern betrachtet verdient war, emotional aber viel mehr erzählte als nur Tore und Statistiken.

Schon in den ersten Minuten war klar, wer hier den Ton angeben wollte. Trainer Andreas Go hatte seine Elf offensiv eingestellt, mit starkem Pressing und der klaren Ansage: "Wir spielen, als würden wir in der Kneipe um die Ehre kicken - nur mit schöneren Trikots." Ediz Sargun prüfte Linfields Keeper Picard gleich mehrfach (11., 20., 24.), während Göran Nilsson im Zentrum an den Grenzen der Physik und des Schiedsrichterverständnisses arbeitete.

Linfield, unter dem britisch stoischen Joe Brunner, hielt dagegen. "Wir wussten, sie würden rennen wie vom Fass gestochen", sagte Brunner später. Seine Elf versuchte es mit Kontern, vor allem über die Flügel. Jake Kenny kam in der 7. Minute zum ersten Abschluss, Benjamin Carsley nach 19 Minuten - doch Pivara-Keeper Dirk Benz hielt alles, was nach Tor roch.

Die erste Hälfte endete torlos, aber keineswegs ereignislos. Zwei gelbe Karten - Michael O’Halloran (32.) für Linfield nach einer Grätsche, die selbst der Ball nicht kommen sah, und Goran Kezman (42.) bei Celarevo für ein taktisches Foul, das man auch als "freundliche Umarmung mit Folgen" bezeichnen könnte.

Nach der Pause kippte das Spiel. Pivara kam mit noch mehr Elan, Linfield mit noch weniger Struktur. In der 55. Minute explodierte das Stadion: Florian Masse spielte einen butterweichen Pass in den Lauf von Adam Ross, und der setzte den Ball mit links ins Eck - 1:0. "Ich hab einfach nicht nachgedacht. Vielleicht war das der Trick", grinste Ross nach Abpfiff.

Brunner reagierte mit der Einwechslung von Theo Whitman, doch statt Stürmer brachte er Verteidiger O’Halloran - eine Maßnahme, die in Belfast wohl als "mutig" gilt, in Celarevo aber eher für Kopfschütteln sorgte. "Sie wollten das Spiel zumachen, aber bei 0:1 ist das wie den Regenschirm im Keller aufspannen", spottete ein Kommentator.

Linfield bäumte sich zwischen der 60. und 75. Minute nochmal auf, Evan Brady und Elliot Harte hatten gute Chancen, doch es fehlte die Präzision. Und als dann Martin Hable, eigentlich Rechtsverteidiger, in der 80. Minute nach einer Ecke den Ball ins Netz wuchtete - Vorlage: Innenverteidiger Kezman - war der Deckel drauf. 2:0, und das Stadion vibrierte wie ein Braukessel kurz vor dem Überlaufen.

Linfield versuchte es noch mit jugendlichem Elan: George McAteer, 20 Jahre jung, kam in der 80. Minute - und verletzte sich drei Minuten später. "Er hat wenigstens Einsatz gezeigt", meinte Brunner trocken.

Statistisch war es beinahe ausgeglichen: 14:12 Torschüsse, 51,8 % Ballbesitz für Celarevo. Doch der Unterschied lag im Mut. Während die Gastgeber mit offenem Visier agierten, blieb Linfield defensiv und hoffte auf Wunder, die an diesem Abend ausblieben.

Nach dem Schlusspfiff lagen sich die Spieler von Pivara Celarevo in den Armen, Coach Andreas Go stand mit einem Becher in der Hand (angeblich isotonisch, aber Kenner zweifeln) und grinste: "Wir haben nicht nur gewonnen, wir haben Geschichte geschrieben. Und das mit Spielern, die noch wissen, wie man den Rasen riecht."

Linfields Kapitän Javier Baro blieb fair: "Sie waren einfach besser. Wir haben versucht, sie zu ärgern, aber sie haben einfach nicht aufgehört zu lächeln."

So endet also ein Finale, das kein Taktikseminar, aber ein Fest der Entschlossenheit war. Pivara Celarevo, der kleine Klub mit dem großen Herzen, steht auf dem Gipfel Europas - und irgendwo in einer Bar in Celarevo wird heute Nacht sicher noch jemand rufen: "Noch ein Bier für den Champion!"

Und man kann es ihnen nicht verdenken.

18.10.643993 14:55
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Sex vor einem Spiel? Das können meine Jungs halten, wie sie wollen. Nur in der Halbzeit, da geht nichts.
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