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Regionalliga B | 5. Spieltag | 21.09.26 | FK Pirmasens - Wuppertal 0:0 Anstoß war um 20.15 Uhr, doch Pirmasens schien schon vorher auf Betriebstemperatur zu sein. Bereits in der 3. Minute prüfte Noah Specht Wuppertals Torhüter Cesare Passeri. Eine Minute später zog Mario Krajcik ab. Der Ball flog zwar nicht ins Netz, aber immerhin mit der Entschlossenheit eines Spielers, der den Abend nicht mit bloßem Abwarten verbringen wollte. Wuppertal antwortete über die Flügel, wie es Trainer Pedro Zoo offenbar vorgesehen hatte. Martin Keil kam in der 17. und 31. Minute zu Chancen, Massimiliano Pentone versuchte es in der 20. Minute. Die Gäste hatten mit 51,25 Prozent sogar etwas mehr Ballbesitz, machten daraus aber herzlich wenig. Kurz gesagt: Wuppertal hatte den Ball, Pirmasens hatte die besseren Ideen. "Wir wollten geduldig spielen und über außen kommen", sagte Zoo nach dem Spiel. "Geduldig waren wir. Beim Abschluss vielleicht ein bisschen zu geduldig." Ein Satz, der im Presseraum für einige zustimmende Blicke sorgte - und bei den Pirmasenser Verteidigern vermutlich für ein müdes Lächeln. Pirmasens wurde vor der Pause immer gefährlicher. Krajcik schoss in der 25. Minute erneut, Alex Coviello scheiterte in der 34. Minute, Specht war in der 38. und 40. Minute beteiligt. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte kam Wuppertals Martin Prinz noch einmal zum Abschluss. Doch Walter Kuehn im Pirmasenser Tor und Passeri auf der anderen Seite hatten offenbar beschlossen, den Abend ohne größere Aufregung zu bestreiten. Zur Halbzeit stand es 0:0 - und auf den Rängen dürfte sich mancher gefragt haben, wie viele Chancen eine Mannschaft eigentlich braucht, bevor der Fußballgott ausnahmsweise den Taschenrechner weglegt. Pirmasens kam nach dem Seitenwechsel offensiver aus der Kabine. Trainerin Gudrun Schweitzer ließ ihre Mannschaft höher stehen und den Druck erhöhen. Das passte zum Bild des Spiels: Die Gastgeber wollten den Sieg, Wuppertal wollte vor allem nicht den Überblick verlieren. In der 48. Minute versuchte es Dorinel Dumitru, kurz danach Miljenko Kresic. Der Innenverteidiger hatte offenbar genug davon, dass die Angreifer den Ball nicht ins Tor brachten, und übernahm die Angelegenheit selbst. In der 60. und 63. Minute sorgte der 17-jährige Jacob Schumann für weitere Unruhe. "Ich dachte kurz, irgendwann muss einer davon reingehen", soll Schumann später mit einem Schulterzucken gesagt haben. Ein nachvollziehbarer Gedanke, statistisch allerdings ohne juristische Bindung. Pirmasens verbuchte am Ende 13 Torschüsse, Wuppertal deren sechs. Auch bei den Zweikämpfen lagen die Hausherren vorn: 53,96 Prozent der Duelle gingen an den FK. Noah Specht sah in der 52. Minute Gelb, Eric Diarra musste bei Wuppertal in der 66. Minute verletzt vom Feld und wurde durch Liam Feldmann ersetzt. Pirmasens wechselte ebenfalls mehrfach, unter anderem kam Alexander Satchmore für Specht. In der Schlussphase warfen die Gastgeber noch einmal alles nach vorn. Satchmore schoss in der 72. und 73. Minute, Stefan Keller versuchte es in der 88. Minute. Trainerin Schweitzer soll an der Seitenlinie gerufen haben: "Wir spielen weiter, bis der Ball freiwillig nachgibt!" Er gab nicht nach. Das Tor ebenfalls nicht. So blieb ein torloses Unentschieden, das Pirmasens angesichts von 13:6 Torschüssen eher wurmen dürfte. Wuppertal nimmt einen Punkt mit, Passeri vermutlich einige gute Reflexe - und beide Teams die Erkenntnis, dass man ein Spiel auch gewinnen kann, ohne ein Tor zu schießen. Theoretisch. In der Praxis blieb es diesmal bei der besonders konsequenten Umsetzung des zweiten Teils. 21.09.2026 20:56 |
Sprücheklopfer
Wenn ich den Fans den Stinkefinger zeige, weiß ich, dass ich im nächsten Spiel ausgepfiffen werde. Das macht mich richtig geil auf das Spiel.
Mario Basler