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Regionalliga B | 6. Spieltag | 22.09.26 | FSV Malchin - FK Pirmasens 0:1 Die Gäste begannen kontrolliert, ohne sich dabei in übertriebene Hast zu verstricken. Pirmasens hatte mehr vom Ball - 54,8 Prozent - und brachte es insgesamt auf 13 Torschüsse. Malchin hielt mit 45,2 Prozent Ballbesitz dagegen und kam auf neun Abschlüsse. Das klingt nach einem ausgeglichenen Spiel, und über weite Strecken sah es auch genau danach aus: ordentlich, umkämpft, bisweilen zäh. Kurz gesagt: Regionalliga mit allem, was dazugehört - inklusive der regelmäßigen Frage, ob der Ball nun wirklich ins Tor oder nur in die allgemeine Nähe davon wollte. Malchin meldete sich früh. In der 3. Minute prüfte Martin Schmitz den Pirmasenser Schlussmann Lucas Grantham. Sechs Minuten später versuchte es Marc Kremer, der insgesamt mehrfach für Unruhe sorgte. Kremer blieb auch in der 19. und 41. Minute auffällig, doch seine Abschlüsse fanden nicht den Weg ins Netz. "Wir hatten genug Situationen, um uns das Leben leichter zu machen", sagte Kremer später. "Leider haben wir beschlossen, daraus eine Geduldsprobe für alle zu machen." Pirmasens war keineswegs untätig. Mike Schön und Alexander Satchmore sorgten in der Anfangsphase für Warnsignale, Satchmore legte in der 36. Minute nach. Kurz vor der Pause kamen die Gastgeber durch Marwin Hamann und Janis Mertens noch einmal gefährlich vor das Tor. Doch zur Halbzeit stand es 0:0 - ein Zwischenstand, der beiden Mannschaften immerhin die Gelegenheit gab, in der Kabine so zu tun, als laufe alles nach Plan. Nach dem Seitenwechsel wurde Pirmasens etwas griffiger. Die Gäste spielten nun mit stärkerer Aggressivität und setzten später sogar auf aktives Pressing. Malchin blieb zunächst ausgewogen, musste aber in der 49. Minute Maik Wild nach einer Verletzung ersetzen. Für ihn kam Joshua Warriner. Nur zwei Minuten zuvor hatte Miljenko Kresic bereits einen Abschluss für Pirmasens abgegeben, in der 53. Minute folgte Dorinel Dumitru. Dann kam die 61. Minute. Silvestre Mocana setzte sich auf der linken Seite in Szene und bediente Noah Specht. Der Pirmasenser Angreifer blieb ruhig und erzielte das 1:0. Keine Explosion aus dem Lehrbuch, eher ein sauber gesetzter Nadelstich - aber solche Stiche sind im Fußball bekanntlich besonders unangenehm. "Ich dachte kurz, der Ball sei noch nicht bereit", sagte Specht mit einem Grinsen. "Dann war er es plötzlich doch." Malchin suchte die Antwort. Rafael Raab und Martin Schmitz prüften Grantham, Yannick Schulz versuchte es in der 65. Minute. Doch Pirmasens verteidigte den Vorsprung zunehmend entschlossener. In der Schlussphase rückten die Gäste tiefer, pressten bei Gelegenheit und überließen Malchin den Ball - eine taktische Variante, die ungefähr so elegant wirkte wie ein Regenschirm im Sturm, aber ihren Zweck erfüllte. Für zusätzliche Dramatik sorgte Detlev Herbst. Der Malchiner Innenverteidiger sah in der 78. Minute Gelb und musste in der 85. Minute nach Gelb-Rot vom Platz. Danach wurde der Weg zum Ausgleich noch länger. Pirmasens hatte durch Stefan Keller, Fabrizio Isca, Mocana und Satchmore weitere Chancen, machte den Abend aber unnötig spannend. "Wir haben nicht alles schön gelöst, aber wir haben es gelöst", sagte Trainerin Gudrun Schweitzer. Malchin hatte gekämpft, Pirmasens hatte etwas mehr Kontrolle und am Ende den entscheidenden Moment. Der Fußball ist manchmal grausam gerecht - und gelegentlich reicht eben ein Tor, um 3902 Menschen mit sehr unterschiedlichen Gefühlen nach Hause zu schicken. 22.09.2026 20:54 |
Sprücheklopfer
Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!
Rudi Völler