Diarios de Futbol
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Piraten stürmen, Südamerikaner siegen - ein 2:3 mit Herz, Härte und Humor

Ein lauer Abend in Córdoba, 59.000 Zuschauer, ein Flutlicht, das die Luft in vibrierendes Gold taucht - und zwei Mannschaften, die sich nichts schenken. Piratas Córdoba gegen Sud America, das klang schon vor dem Anpfiff nach südamerikanischem Spektakel mit einer Prise Drama. Am Ende wurde es genau das: ein 2:3, das in Erinnerung bleibt - nicht nur wegen der Tore, sondern auch wegen einer roten Karte, einer Verletzung, und einer Trainerin, die sichtlich mitgelitten hat.

"Ich hatte kurz das Gefühl, ich sei auf einer Achterbahn", meinte Piratas-Trainerin Petra Schneider nach dem Spiel mit einem gequälten Lächeln. "Nur dass meine Achterbahn keine Sicherheitsgurte hatte."

Schon in der 12. Minute ging Sud America durch Brandon Aldridge in Führung - ein trockener Schuss aus 16 Metern, humorlos wie ein Steuerbescheid. Vorlage? Innenverteidiger Felipe Teixeira, der offenbar beschlossen hatte, heute als Spielmacher zu glänzen. Die Antwort der Piraten kam umgehend, vier Minuten später: Aad Vanderbilt, der bullige Mittelstürmer, wuchtete eine Vorlage von Tiago Morte über die Linie, als wolle er den Ball persönlich in die Netze der Geschichte treten.

Doch kaum hatten die Heimfans das Jubeln gelernt, schlug wieder die Realität zu - diesmal in Gestalt von Vincent Godinez. Nach einer Ecke, wieder eingeleitet von Teixeira, stand der Stürmer goldrichtig und köpfte zum 1:2. "Ich habe nur die Augen geschlossen und gehofft, dass keiner im Weg steht", grinste Godinez später.

Das Tempo blieb hoch, und Piratas Córdoba zeigte, warum sie als offensivfreudigste Mannschaft der Amerikaliga gelten. Rafael Carracedo prüfte zwischen der 21. und 28. Minute gleich dreimal den gegnerischen Keeper Marcos Diez - ohne Erfolg, aber mit Stil. "Wenn das Tor breiter wäre, hätten wir gewonnen", murmelte Carracedo später, halb im Scherz, halb im Zorn.

In der 35. Minute folgte dann der bis dahin lauteste Jubel: Juan Aguas, der flinke Linksaußen, traf nach Vorarbeit von Verteidiger Alex Eximenonis. 2:2! Das Stadion bebte. Doch wer dachte, nun würde Córdoba das Ruder übernehmen, irrte. Drei Minuten später tanzte Sud Americas Juanito Nene durch den Strafraum, flankiert von Oliver Malfoy - ja, der Name passt zum Theatralischen - und schob eiskalt zum 2:3 ein.

Die zweite Halbzeit war ein Fest für Taktikfreunde. Beide Teams spielten weiter offensiv, aber das Glück blieb fern. Zehn Torschüsse auf jeder Seite zeigen: Es mangelte nicht an Mut, nur an Präzision. Piratas hielt den Ball zu 46,7 Prozent, Sud America mit 53,2 Prozent minimal dominanter - aber wer die Statistik sah, wusste: Das hier war kein Rechenspiel, sondern ein Schlagabtausch mit Leidenschaft.

Dann kam die 39. Minute: Mateo Viana, rechter Verteidiger der Gäste, ging nach einem unglücklichen Zweikampf zu Boden. Diagnose: vermutlich Muskelverletzung. Trainer Wilhelm Reich reagierte schnell - "Ich hatte den Eindruck, sein Bein spricht Portugiesisch, aber er verstand nur Spanisch", witzelte Reich später - und brachte Diego Miguel.

Das Spiel blieb ruppig. Zwei Gelbe Karten - Oliver Malfoy (23.) und Marcio Carreras (36.) - waren nur das Vorspiel. In der 87. Minute sah Louis Bridges von den Piratas Rot, nachdem er einen Konter mit einer Grätsche stoppte, die mehr an Rugby erinnerte. Petra Schneider schüttelte nur den Kopf: "Louis wollte den Ball treffen. Leider war der Ball schon in Uruguay."

In den letzten Minuten warfen die Piraten alles nach vorn. Aad Vanderbilt hatte in der 85. Minute noch die große Chance, scheiterte aber an Diez. Sud America verteidigte leidenschaftlich, wenn auch nicht immer elegant. Und als der Schlusspfiff kam, wirkte Trainer Reich fast erleichtert: "Wir haben das Meer überquert und die Piraten besiegt - das reicht für heute."

59.000 Zuschauer applaudierten, einige pfiffen, doch keiner war gelangweilt. Ein Spiel, das alles bot: Tore, Karten, Emotionen, und eine Trainerin, die vermutlich heute Nacht vom VAR träumt.

Zum Schluss stand auf der Anzeigetafel: Piratas Córdoba 2, Sud America 3. In den Gesichtern: Stolz, Wut, Schweiß - und ein bisschen Liebe für diesen verrückten Sport.

Oder wie Aad Vanderbilt es beim Hinausgehen murmelte: "Wenn Fußball einfach wäre, hieße es Schach."

Und wer ihm dabei zusah, wusste: Recht hat er.

21.04.643987 17:45
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