Notbremse
+++ Sportzeitung für Deutschland +++

Pinnebergs Ein-Minuten-Sturm reicht zum 1:0 in Hemmersdorf

Landesliga 32 | 16. Spieltag | 26.08.26 | FSV Hemmersdorf - VfL Pinneberg 0:1

Der VfL Pinneberg hat am Mittwochabend beim FSV Hemmersdorf einen Auswärtssieg eingefahren, der früh entschieden war und dennoch lange nach Fußball aussah. Nach 90 Minuten stand es 0:1 (0:1) - ein Ergebnis, das den Gästen drei Punkte bescherte, den Gastgebern aber immerhin die Erkenntnis ließ, dass man auch mit einem Torschuss einen ganzen Abend beschäftigen kann.

1938 Zuschauer waren am 16. Spieltag der Landesliga 32 um 20.15 Uhr gekommen. Viele hatten sich vermutlich auf einen offenen Schlagabtausch eingestellt. Stattdessen eröffnete Pinneberg die Partie mit der Effizienz eines gut gelaunten Weckers: laut, pünktlich und unangenehm früh.

Nach gerade einmal zwei Minuten prüfte James Baskin Hemmersdorfs Torwart Nico Vollmer. Eine Minute später war es Marcel Pan, der erneut abzog - und diesmal traf. Pan, zentraler Mittelfeldspieler des VfL, vollendete die erste gefährliche Phase der Gäste zum 1:0. Baskin hatte den Treffer vorbereitet und damit binnen 60 Sekunden sowohl als Schütze als auch als Vorlagengeber auf sich aufmerksam gemacht. Viel mehr kann man von einem Auftakt kaum verlangen, außer vielleicht, dass der Kaffee schon fertig ist.

"Wir wollten mutig beginnen. Dass es gleich so schnell geklappt hat, war natürlich perfekt", sagte Pinnebergs Trainer André Marsmann später mit jener Ruhe, die Trainer vor allem dann ausstrahlen, wenn ihre Mannschaft früh führt. "Danach mussten wir nicht hektisch werden."

Hektisch wurde tatsächlich vor allem Hemmersdorf. Die Gastgeber fanden nur schwer Zugriff auf das Spiel und ließen Pinneberg immer wieder kombinieren. Baskin tauchte mehrfach gefährlich auf, Felix Busch versuchte es wiederholt von rechts, Marcel Pan blieb eine ständige Bedrohung aus dem Zentrum. Olivier Simard und Fernando Mendilibar sorgten zusätzlich dafür, dass Hemmersdorfs Abwehr selten Gelegenheit bekam, sich über einen ruhigen Abend zu freuen.

Die einzige nennenswerte Antwort des FSV kam in der 12. Minute. Fabian Schulze fasste sich ein Herz und gab Hemmersdorfs einzigen Torschuss der gesamten Partie ab. Der Ball verfehlte jedoch das Ziel beziehungsweise fand nicht den Weg ins Netz. Danach blieb es bei Ansätzen, langen Blicken Richtung Strafraum und vermutlich einigen inneren Flüchen, die auf der Tribüne aus Gründen der Kinderfreundlichkeit nicht vollständig wiedergegeben werden können.

Pinneberg hatte die Partie weitgehend unter Kontrolle. 61,7 Prozent Ballbesitz sprechen eine deutliche Sprache, ebenso die 19 Torschüsse gegenüber einem einzigen Versuch der Hausherren. Auch in den Zweikämpfen lagen die Gäste mit einer Quote von 58,3 Prozent vorn. Hemmersdorf kam auf 41,7 Prozent. Die Zahlen wirkten zeitweise wie ein höflicher Hinweis an den Gastgeber, dass der Ball heute lieber mit nach Pinneberg wollte.

"Wir waren zu oft einen Schritt zu spät", meinte ein Hemmersdorfer Spieler im Kabinengang. "Und wenn wir den Ball hatten, war er offenbar schon wieder auf Reisen." Trainerliche Wundermittel blieben aus: Beide Mannschaften traten taktisch ausgewogen auf, spielten mit normalem Einsatz und verzichteten auf aktives Pressing. Das machte die Partie kontrolliert, aber nicht unbedingt spektakulär - mit Ausnahme der ersten drei Minuten und einer beachtlichen Zahl von Pinneberger Abschlüssen.

Baskin sah in der 14. Minute die Gelbe Karte, Pinnebergs Felix Maurer folgte kurz vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel wurde es auch für Hemmersdorf ruppiger: Karsten Rauch wurde in der 56. Minute verwarnt, Heinz Döring zehn Minuten später. Tore fielen keine mehr. Pinneberg blieb gefährlich, vergab aber weitere Chancen. Hemmersdorf kämpfte, blieb offensiv jedoch blass.

So blieb es beim 0:1. Pinneberg nimmt drei Punkte mit, Hemmersdorf eine Lektion in Sachen Effizienz - und vielleicht den Rat, beim nächsten Mal nicht erst nach zwölf Minuten auf das gegnerische Tor zu schießen.

26.08.2026 21:23
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Ich habe früher auch die großen Philosophen gelesen. Doch dann habe ich gemerkt, dass die von meinem normalen Denken absolut abweichen. Jetzt lese ich nur noch Fußballfachbücher.
Peter Neururer
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager