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Partinico Calcio feiert späten Triumph gegen Gela - 3:2 nach packendem Schlagabtausch

Wenn ein linker Verteidiger zum Matchwinner wird, dann weiß man, dass ein Fußballspiel Geschichten schreibt, die kein Drehbuchautor besser hinbekäme. Partinico Calcio besiegte am Dienstagabend im heimischen Stadion Gela mit 3:2 - und 43.500 Zuschauer sahen ein Spiel, das über weite Strecken so offen war wie eine italienische Espressobar am Sonntagmorgen.

Schon nach sieben Minuten ging es los mit dem Torfestival. Gela, von Trainer Michael Müller gewohnt offensiv eingestellt, nutzte früh eine Standardsituation: Innenverteidiger Tahsin Caliskan, eigentlich für rustikale Grätschen bekannt, köpfte nach einer Ecke von Marco Frechaut zum 0:1 ein. "Ich hab einfach die Augen zugemacht und gehofft, dass der Ball mich findet", grinste Caliskan später in der Mixed Zone - und tatsächlich tat er das.

Doch die Freude der Gäste hielt exakt 60 Sekunden. Direkt im Gegenzug zeigte Partinicos Offensivreihe, dass sie nicht nur schön, sondern auch schnell kann. Adriano Eusebio, der Name klingt nach Kunst, schloss eine wunderbare Kombination über Duarte Galisteo ab - 1:1 in der achten Minute. "Wir wollten zeigen, dass wir keine Statisten sind", erklärte Eusebio, der danach die Eckfahne umarmte wie einen alten Freund.

Das Spiel blieb wild. Partinico presste phasenweise früh, Gela antwortete mit langen Bällen in die Tiefe. In der 24. Minute dann die erste Führung für die Hausherren: Rechtsaußen Asier Verdasco, der schon zuvor zweimal gefährlich vor Gela-Keeper Patrick Gabriel aufgetaucht war, traf nach Vorlage von Isaac Kinmont zum 2:1. "Asier schießt normalerweise nur, wenn er sich sicher ist, dass es gut aussieht", witzelte Trainerin Meggi Ryana später - diesmal sah es nicht nur gut aus, es war effektiv.

Doch wer dachte, Partinico würde das nun souverän runterspielen, kennt Gela nicht. Kurz vor der Pause (42.) schlug Filipe Semedo, eigentlich linker Verteidiger, im gegnerischen Strafraum zu. Nach Vorarbeit von Lucas Cochran drosch er den Ball unter die Latte - 2:2, Halbzeit. "Ich weiß gar nicht, was ich da gemacht habe", lachte Semedo anschließend, "normalerweise bin ich der, der zurückläuft."

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete: mit offenem Visier. Statistisch lag Gela mit 51,8 Prozent Ballbesitz leicht vorn, hatte auch mehr Torschüsse (14:12), doch Partinico blieb zielstrebiger. Nach einer Stunde wurde es ruppiger - Pekka Kallio sah Gelb nach einem rustikalen Einsteigen, wenig später auch Gelas Samuel Perlman. "Da war Feuer drin, aber nie unfair", befand Schiedsrichter Neri nach Abpfiff diplomatisch.

Der entscheidende Moment kam in der 72. Minute und war so unerwartet wie schön: Linksverteidiger Jacob Stanton, bekannt für präzise Flanken, probierte es einfach selbst - und traf. Ein satter Schuss von der Strafraumkante, der unhaltbar im Winkel einschlug. Vorlage? Natürlich wieder Galisteo - der Mann, der offenbar überall war. 3:2, das Stadion bebte. "Ich hab’s mit dem rechten Fuß versucht, weil der linke schon müde war", scherzte Stanton nach dem Spiel.

Gela warf in der Schlussphase alles nach vorn. Trainer Müller brachte frische Kräfte - Barbosa, Veloso, Bedard - doch die Partinico-Defensive hielt stand. Torhüter Alfie Heighway, bis dahin kaum gefordert, wehrte in der 85. und 90. Minute zwei brandgefährliche Schüsse von Javier Garcia ab. "Ich hatte kalte Hände, da kam mir das ganz recht", grinste der Keeper später.

Nach 91 Minuten pfiff der Schiedsrichter ab, und das Stadion verwandelte sich in ein Tollhaus. Partinico Calcio hatte nach einem 2:2 zur Pause den längeren Atem, den mutigeren Linksverteidiger und die glücklichere Trainerin. "Wir haben nie aufgehört zu glauben - und manchmal hilft es, wenn der Ball einfach ins Tor will", sagte Meggi Ryana mit einem Lächeln, das so breit war wie das Spielfeld.

Fazit: Ein Spiel mit fünf Toren, zwei Gelben Karten, einer Verletzung (Corey Staunton musste früh raus) und unzähligen Momenten, über die man in Partinico noch lange reden wird. Ein Sieg der Leidenschaft über die Statistik, des Moments über die Mathematik.

Oder, um es mit Jacob Stanton zu sagen: "Manchmal muss man einfach draufhalten." Und genau das tat er - zum Glück für Partinico Calcio.

03.09.643993 05:39
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