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Midlands Villa schlägt Stoke City - Evan Ward tanzt den Unterschied

Ein kalter Februarabend, Flutlicht, 25.428 Zuschauer - und ein Midlands-Villa-Team, das sich sichtlich vorgenommen hatte, die Winterträgheit endlich abzuschütteln. Mit einem 2:0 gegen Stoke City gelang das eindrucksvoll. Held des Abends: Evan Ward, der mit zwei Treffern (59. und 75. Minute) das Spiel entschied - und sich danach den Applaus der Tribünen mit einem breiten Grinsen abholte.

"Ich wollte einfach mal wieder Spaß am Schießen haben", sagte Ward nach dem Spiel, während er noch mit Grasflecken auf der Hose vor der Presse stand. Spaß hatte er offenbar genug - und Stoke Citys Defensive deutlich weniger.

Die erste Halbzeit verlief noch nach dem Motto: viel Wille, wenig Wirkung. Midlands Villa hatte mit 57 Prozent Ballbesitz zwar die Spielkontrolle, aber der Ball wollte einfach nicht ins Netz. Owen Hartshorn prüfte in der 2. und 13. Minute den Gästetorhüter Simcha Amir, Alexander Hennessy hämmerte in der 15. Minute knapp drüber, und Aaron Bancroft köpfte in Minute 38 an den Pfosten. Trainer Ron Li blieb gelassen: "Ich habe ihnen in der Pause gesagt: Wenn ihr weiter so spielt, fällt irgendwann einer rein. Und siehe da, Evan hört ja manchmal zu."

Stoke City dagegen kam mit offensiver Grundhaltung, aber ohne Durchschlagskraft. Pedro Ruy versuchte es früh (8.), Billy Shepherd (17.) und Liam Gross (45.) wollten es ihm gleichtun - aber entweder fehlte Präzision oder Luke Whelan im Tor der Gastgeber hatte seine Handschuhe gut aufgewärmt.

Kurz nach Wiederanpfiff reagierte Gästecoach Horst Fiedler gleich dreifach: Couto, Feher und Duran kamen - jugendlicher Elan für müde Beine. "Wir wollten das Spiel drehen, nicht nur den Ball", erklärte Fiedler später mit einem bitteren Lächeln. Doch statt des Umschwungs kam die kalte Dusche: In der 59. Minute fasste sich Ward zentral ein Herz, dribbelte zwei Verteidiger aus und schob überlegt ins rechte Eck - 1:0.

Stoke City antwortete mit Wut, aber wenig Struktur. Der 18-jährige Gabor Feher brachte zwar frischen Wind auf der linken Seite, doch seine Flanken fanden mehr Rasen als Mitspieler. Als Duran in der 67. Minute die große Chance zum Ausgleich vergab, ahnte man bereits, dass der Fußballgott an diesem Abend in Midlands Blau gekleidet war.

In der 75. Minute dann die Entscheidung: Nach einer Ecke von Hennessy verlängerte Innenverteidiger Dimas Rocha den Ball mit dem Kopf - direkt vor die Füße von Ward, der aus kurzer Distanz zum 2:0 einschob. Der Jubel war entsprechend laut, und selbst der sonst stoische Ron Li ballte kurz die Faust. "Ich wollte eigentlich cool bleiben", gestand er später, "aber selbst ich hab gespürt, dass das der Deckel war."

Stoke versuchte es noch, Feher (61.) und Shepherd (82.) sorgten für die letzten Lebenszeichen - aber Whelan im Villa-Tor blieb souverän. Stattdessen sammelte Midlands Villa noch Gelbe Karten wie Stickerbilder: Rocha (5.), Vasquez (80.) und Hennessy (88.) sahen Gelb für eher rustikale Zweikampfführung. Li kommentierte das trocken: "Wenn man 2:0 führt, darf man ruhig zeigen, dass man nicht mehr teilen möchte."

Statistisch war das Ergebnis klar verdient: 13 Torschüsse für Villa, nur 7 für Stoke; Zweikampfquote 53 zu 47 Prozent. Und während Stoke mit zunehmender Spielzeit hektischer und aggressiver wurde, blieb Villa in seiner ausgewogenen Taktiklinie - kein Pressing, aber viel Ballzirkulation.

Nach dem Schlusspfiff stand Evan Ward noch lange auf dem Rasen, winkte in die Kurve und lächelte fast verlegen. "Ich bin kein Torjäger", meinte er später. "Aber heute hab ich mich mal kurz wie einer gefühlt." Sein Trainer ergänzte lachend: "Wenn er das jede Woche macht, darf er sich auch so nennen."

Stoke City hingegen wirkte nachdenklich. Horst Fiedler sprach von "einer Lektion in Geduld". Seine junge Mannschaft - gleich vier Spieler unter 20 auf dem Platz - zeigte zwar Einsatz, doch die Erfahrung und Struktur fehlten. "Wir lernen aus sowas", sagte Fiedler, "auch wenn’s weh tut."

Für Midlands Villa war es dagegen ein Abend, der Mut macht. Zwei Tore, drei Punkte, ein Publikum, das endlich wieder jubeln durfte. Und vielleicht, nur vielleicht, ein kleiner Wink, dass die Saison noch mehr bereithält. Oder, wie ein Fan beim Rausgehen rief: "Ward for Prime Minister!" - Na ja, zumindest für den nächsten Spieltag hat er schon mal das Vertrauen der Nation.

26.07.643990 06:53
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Marcio Amoroso ist der Prototyp des Spielers, der nach einem 1:10 höchst zufrieden nach Hause geht, weil er das einzige Tor geschossen hat.
Paul Breitner
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