Football Today
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Margate Reds tanzen Tiverton Town aus - 4:0 und kein Ende in Sicht

Ein eiskalter Januarabend, 48.153 Zuschauer, Flutlicht, ein Rasen wie gemalt - und eine Heimmannschaft, die offenbar beschlossen hatte, Tiverton Town das Fußballspielen gründlich zu verleiden. Die Margate Reds gewannen am 16. Spieltag der 1. Liga England mit 4:0 (2:0) und zeigten dabei eine Spielfreude, die selbst eingefleischte Taktikfüchse zum Schmunzeln brachte.

Von der ersten Minute an war klar, wer hier den Ton angibt. Connor Gayheart, der bullige Mittelstürmer mit dem Instinkt eines Trüffelschweins, prüfte Tivertons Keeper Zoltan Filkor schon nach zwei Minuten. Filkor parierte noch, aber ahnte da wohl schon, dass dieser Abend lang werden würde. "Wir wollten früh Druck machen", erklärte Margate-Coach Ata Lameck später mit einem Grinsen. "Ich hab den Jungs gesagt: Wenn ihr nicht schießt, gibt’s morgen Lauftraining. Das hat offenbar funktioniert."

Nach einer halben Stunde stand in den Statistikblättern bereits: 15 Torschüsse für die Reds, zwei für Tiverton. Und dann fiel, was zwangsläufig fallen musste. In der 21. Minute bediente Innenverteidiger Gottfried Hoffman (!) mit einem hohen Ball aus der eigenen Hälfte den lauernden Gayheart, der mit der Brust annahm, sich einmal drehte und Filkor keine Chance ließ - 1:0. Der Jubel war eher Erleichterung als Ekstase. Es war die Art Tor, bei der man denkt: "Na endlich."

Tiverton Town versuchte, sich mit einem zarten Gegenangriff zu wehren. Thomas Thiele prüfte in der 11. und 62. Minute zweimal den gegnerischen Keeper Joshua Hannigan - beide Male ohne Fortune. "Wenn du so viele Bälle aufs Tor bekommst und keiner will rein, dann weißt du: Heute geht nix", murmelte Tiverton-Trainer Andi Lipa nach dem Spiel, halb resigniert, halb trotzig.

In der 41. Minute kam es noch dicker: Sigurd Carlsson, der flinke linke Mittelfeldmann der Reds, tanzte drei Gegenspieler aus, legte quer, und wieder stand Gayheart goldrichtig - 2:0. Kurz vor der Halbzeit allerdings der Schock: Gayheart blieb nach einem Zweikampf liegen, musste verletzt raus. "Er hat was am Knöchel, aber er wollte schon wieder aufs Feld humpeln", verriet Coach Lameck. Ersatzmann Armandos Ardizoglou kam - und machte seine Sache ordentlich, auch wenn er kein Glück vor dem Tor hatte.

Die Gäste aus Tiverton, deren taktische Ausrichtung "ausgewogen" hieß, wirkten in Wahrheit eher orientierungslos. Kein Pressing, kaum Pässe in die Tiefe, und wenn, dann landeten sie meist in den Füßen von Margates Abwehr. Drei Gelbe Karten (Lefebvre, Thuringer, Burton) zeugten immerhin davon, dass man körperlich dagegenhalten wollte.

Die zweite Halbzeit war dann eine Demonstration. Margate spielte, als hätten sie ein unsichtbares Metronom im Mittelfeld. Jose Andrade verteilte die Bälle wie ein Dirigent, Finlay Eliot rannte unermüdlich die rechte Seite rauf und runter, und Mathias Herlovsen sorgte für die endgültige Entscheidung: In der 84. Minute zog er nach Vorlage von Andrade trocken ab - 3:0. Das Stadion stand Kopf. "Ich hab einfach draufgehalten", lachte Herlovsen danach. "Wenn du 30 Mal schießt, muss ja mal einer rein."

Doch das Publikum bekam noch ein Dessert: In der 88. Minute kombinierte sich Margate über Eliot und McGeady in den Strafraum, Eliot passte flach nach innen, und McGeady spitzelte den Ball mit der rechten Fußspitze zum 4:0 ins Netz. "Das war wie Futsal im Wohnzimmer", schwärmte ein Fan, während neben ihm jemand meinte: "Tiverton sah aus, als wollten sie lieber die Heizung reparieren."

Die Statistik untermauerte den Eindruck: 31 Torschüsse für Margate, 7 für Tiverton; 52 Prozent Ballbesitz für die Reds - und das bei voller Offensivausrichtung. Ihre Tacklingquote von 56 Prozent zeigte, dass sie auch in den Zweikämpfen Herr der Lage waren. "Wir haben viel investiert, aber das war’s wert", sagte Lameck. "Die Jungs wollten sich einfach austoben."

Tiverton-Coach Lipa fasste den Abend trocken zusammen: "Wenn du vier kriegst und keins machst, gibt’s nicht viel zu erklären. Außer vielleicht, dass Margate heute einfach besser war - und wir schlecht."

Fazit: Ein Spiel, das weniger knapp war, als es die Prozentzahlen vermuten lassen. Margate Reds in Galaform, Tiverton Town im Winterschlaf. Und die Fans? Sie sangen noch Minuten nach Schlusspfiff, während Gayheart mit dick bandagiertem Knöchel winkte. Vielleicht war’s das schönste 4:0 des Winters - zumindest in Margate.

11.07.643987 17:45
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