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Margate Reds stürmen ins Viertelfinale - Henderson trifft doppelt

Wenn 53.100 Zuschauer an einem kalten Februarabend im Margate-Stadion aufstehen, dann weiß man, dass etwas Besonderes passiert ist. Die "Reds" von Trainer Ata Lameck haben Oxford United im Pokal-Achtelfinale mit 2:0 (1:0) geschlagen - und das mit einer spielerischen Leichtigkeit, die man in dieser Stadt zuletzt eher auf dem Rummelplatz vermutet hätte als auf dem Rasen.

Zwei Tore von Mittelfeld-Youngster Billy Henderson, 21 Jahre jung, genügten, um Oxford United in die Rolle des Statisten zu drängen. "Ich hatte einfach Spaß da draußen", sagte Henderson nach dem Spiel, als er sich noch Grasreste aus den Stutzen zog. "Noah hat mir beim ersten Treffer den Ball so serviert, da musste ich nur noch Danke sagen."

Diese Dankbarkeit zeigte sich in der 37. Minute in Form eines satten Schusses ins linke Eck - unhaltbar für Oxfords Torwart Harrison Winston, der mit seinen 32 Jahren zwar Routine, aber an diesem Abend wenig Glück mitgebracht hatte. "Ich hab den Ball spät gesehen", murmelte Winston später, "eigentlich hab ich ihn gar nicht gesehen."

Bis dahin war es ein Spiel auf ein Tor gewesen. Margate dominierte mit 57 Prozent Ballbesitz und unglaublichen 19 Torschüssen. Oxford? Kam auf zwei. Zwei! "Wir wollten kompakt stehen", erklärte Oxfords Coach - der Name blieb ungenannt, vielleicht aus Selbstschutz - "aber offenbar haben wir uns zu sehr auf das ’Stehen’ konzentriert."

Margate dagegen rannte, passte, presste, auch wenn das Pressing laut Statistik nur "bei Rückstand" aktiv werden sollte. Offenbar hatten die Spieler diese Anweisung überhört - zum Glück, möchte man aus Sicht der Fans sagen. Besonders auffällig: David Reacock, Linksverteidiger mit der Lizenz zum Flanken, bereitete das 2:0 in der 79. Minute mustergültig vor. Wieder war Henderson zur Stelle, diesmal mit einem Schuss, der so trocken war, dass man fast Durst bekam.

Trainer Ata Lameck stand danach an der Seitenlinie und grinste wie jemand, der weiß, dass sein Plan funktioniert hat. "Billy war heute überragend. Aber ehrlich, die ganze Mannschaft hat gebrannt", sagte er und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: "Na gut, vielleicht nicht die Schuhsohlen von Ricardo Da Cru - der hat gelitten."

Da Cru, der rechte Außenverteidiger, hatte in der 25. Minute einen Schuss abgegeben, der eher an einen Notausgang erinnerte als an eine Torchance. Doch Margate blieb dran, spielte selbstbewusst, manchmal fast übermütig. Einmal rief Mittelfeldmann Robert Amyot seinem Kollegen Henderson zu: "Wenn du noch einmal so frei stehst, schieß bitte nicht wieder auf meinen Kaffee!" - Henderson grinste nur und traf später tatsächlich erneut.

Oxford dagegen fand nie ins Spiel. Der einzige Lichtblick war ein Schuss von Bruno Astruc kurz vor der Pause, der jedoch eher das Tornetz von außen streifte. Als dann in der 64. Minute der junge Louis Scharboneau verletzt vom Platz musste, schien auch der letzte Funken Hoffnung erloschen. "Das war bitter", sagte sein Teamkollege Lewis Huxley, "aber ehrlich gesagt: Wir hätten heute auch zu zwölft nichts gerissen."

Margate nutzte die Führung, um nach der Pause etwas Tempo rauszunehmen - "kontrollierte Offensive" nennt man das wohl im Taktikhandbuch. Die Fans auf den Tribünen nannten es einfach "entspanntes Zittern". Denn trotz der Überlegenheit schwang immer die leise Angst mit, dass Oxford vielleicht mit einem Sonntagsschuss zurückkommen könnte. Doch dieser Sonntag blieb aus.

Am Ende stand ein 2:0, das souverän, fast selbstverständlich wirkte. Drei Gelbe Karten (zwei für Margate, eine für Oxford), keine roten Dramen - dafür aber ein kleiner Hoffnungsträger namens Billy Henderson, der mit zwei Treffern zum Mann des Abends wurde.

"Ich will gar nicht über das Viertelfinale nachdenken", sagte Henderson, als er den Spielball unter den Arm klemmte. "Ich will einfach schlafen. Und vielleicht morgen früh aufwachen und merken, dass das alles wirklich passiert ist."

Trainer Lameck dagegen dachte schon weiter: "Wir sind noch nicht fertig. Aber heute - heute trinken wir einen Tee auf Billy."

Und während die Lichter im Stadion ausgingen, summte jemand auf der Tribüne: "So spielt man Pokal." Ganz ohne Musik, aber mit viel Herz.

(Etwa 620 Wörter)

27.01.643991 21:07
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