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Margate Reds schlagen Liverpool Reds - Heimteam tanzt an der Küste

Es war ein Abend, an dem die 54.045 Zuschauer im Margate-Stadion sich wohl zweimal zwicken mussten: Erst, um sicherzugehen, dass der Anpfiff tatsächlich gegen den großen Namen aus Liverpool ertönte, und dann, um zu begreifen, dass ihre eigenen "Reds" am Ende wirklich mit 2:1 triumphierten. Trainer Ata Lameck grinste nach Abpfiff so breit wie die Klippen seiner Küstenstadt: "Manchmal braucht man keinen Ozean an Geld, sondern nur Wellen aus Spielfreude."

Von Beginn an war klar, wer hier Heimmusik spielte. Schon in der dritten Minute prüfte Teemu Vuorinen den Gästekeeper mit einem satten Linksschuss. Die Margate Reds pressten nicht, sie schlichen sich an - aber mit Stil. 59 Prozent Ballbesitz und 16 Torschüsse sprechen eine deutliche Sprache: Margate führte Regie, Liverpool suchte nach Text.

In der 27. Minute fand das Drehbuch seinen ersten Höhepunkt. Kai Marley, der Mann mit dem Instinkt eines Straßenfußballers und der Ruhe eines Zen-Meisters, nahm eine butterweiche Vorlage von Robert Amyot auf und drosch den Ball flach ins rechte Eck. 1:0 - und die Tribüne vibrierte, als hätte jemand den Stromzähler überfordert. "Ich hab einfach draufgehalten", lachte Marley später. "Wenn man so viele Chancen hat, will man irgendwann auch mal nach Hause mit einem Lächeln."

Liverpool, sonst berühmt für seine Konter, blieb erstaunlich zahm. Einzig Tristan Apers, der 33-jährige Mittelfeldstratege mit dem eleganten Scheitel, versuchte, Struktur in das Chaos zu bringen. In der 55. Minute gelang ihm das - und wie! Nach einem präzisen Pass von Rechtsverteidiger Jorge Salinas schlenzte Apers den Ball aus 18 Metern unhaltbar ins Netz. 1:1, und plötzlich roch es nach einem Comeback. "Da dachte ich kurz, jetzt kippt das Ganze", gab Lameck später zu. "Aber mein Team hat einfach weitergespielt, als wäre nichts passiert. Vielleicht wussten sie’s besser als ich."

Die Margate Reds reagierten nicht mit Panik, sondern mit Leidenschaft. Statt sich zurückzuziehen, spielten sie weiter offensiv, fast trotzig. Harold Coeyman zog die Fäden im Mittelfeld, Noah Eliot verteilte die Bälle mit der Präzision eines Uhrwerks, und vorne wirbelte Connor Gayheart, als wolle er beweisen, dass 31 das neue 21 ist.

In der 85. Minute schließlich das Finale mit Paukenschlag: Wieder war es der umtriebige Amyot, der auf der rechten Seite durchtankte und punktgenau auf Gayheart flankte. Der Stürmer nahm den Ball volley - und traf. 2:1. Stadion im Ausnahmezustand. Liverpool-Coach Kurt Kaiser stand an der Seitenlinie und schüttelte den Kopf. "Wenn man so viele Flanken zulässt, darf man sich nicht wundern", murmelte er, halb zu sich selbst, halb zu seinem Co-Trainer.

Die letzten Minuten wurden zu einer Mischung aus Nervenkrieg und Lokalfolklore. Liverpool warf alles nach vorne, brachte mit Pim Voores frische Beine, aber Margate verteidigte clever. Torhüter Joshua Hannigan pflückte Flanken wie Äpfel im Herbst, und Innenverteidiger Gottfried Hoffmann räumte auf, was noch herumlag.

Als der Schlusspfiff ertönte, explodierte das Stadion in einem Meer aus Rot und Jubel. "Das war nicht nur ein Sieg, das war ein Statement", sagte Marley, während er sich eine Wasserflasche über den Kopf goss. "Wir sind vielleicht Margate, aber heute fühlten wir uns wie Madrid."

Trainer Lameck nahm’s mit Humor: "Ich habe vor dem Spiel gesagt, wir müssen mutig sein. Ich meinte eigentlich: nicht zu mutig. Aber gut, das Ergebnis geb ich gerne zu."

Liverpool hatte am Ende nur fünf Torschüsse und 41 Prozent Ballbesitz - zu wenig, um an der englischen Küste Punkte zu entführen. Stattdessen reisten sie mit gesenkten Köpfen ab, während die Heimfans "Margate till I die" sangen.

Ein kleiner Verein, ein großer Abend. Und irgendwo zwischen Hafenwind und Flutlicht wusste jeder: Das war mehr als nur ein Sieg. Es war ein Moment, in dem Fußball wieder so schmeckte, wie er sollte - nach Leidenschaft, Schweiß und einer Prise Unvernunft.

Oder, wie Connor Gayheart es lächelnd zusammenfasste: "Manchmal ist das Tor einfach groß genug, wenn man’s nur oft genug probiert."

Margate jubelt, Liverpool grübelt - und die Liga hat ein neues Gesprächsthema.

17.07.643993 10:52
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Grundsätzlich muss man sich überlegen, ob man dann weitermacht. Aber ich lasse mir da Zeit, ich denke da kurzfristig.
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