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Margate Reds feiern glänzenden 4:0?Heimsieg über die Nottingham Magpies

Ein lauer Märzabend, Flutlicht, 51.625 Zuschauer - und ein Spiel, das für die Nottingham Magpies zum Albtraum wurde. Die Margate Reds zeigten beim 4:0‑Heimsieg am 24. Spieltag der 1. Liga England nicht nur Offensivfreude, sondern auch die seltene Kunst, einen Gegner gleichzeitig zu dominieren und zu demütigen. "Wir wollten von Anfang an zeigen, dass Margate kein Ort für Ausflüge ist, sondern für Albträume", scherzte Reds‑Trainer Ata Lameck nach dem Spiel mit einem Grinsen, das irgendwo zwischen Stolz und Schadenfreude pendelte.

Schon nach zwölf Minuten brach der Bann - und zwar mit der Wucht eines Presslufthammers. Hansen Scranton, der bullige Mittelstürmer mit dem Charme eines Abrissunternehmers, traf nach mustergültiger Vorlage von Rechtsverteidiger Luke Featherstone zum 1:0. Während Scranton jubelnd die Arme ausbreitete, sah man Magpies‑Coach Christoffer Reedtz an der Seitenlinie tief durchatmen. "Ich dachte, das wird der Weckruf", sagte er später. "Aber leider war’s wohl der Wecker, der gleich wieder auf Snooze gedrückt wurde."

Denn kaum 15 Minuten später klingelte es erneut. Owen Beaulieu, der flinke Linksaußen, zog in der 27. Minute nach einem feinen Pass von Felipe Espriu in den Strafraum und schlenzte den Ball unhaltbar ins lange Eck - 2:0. Das Publikum tobte, die Magpies standen ratlos im eigenen Strafraum, als seien sie versehentlich in ein Trainingsspiel der Reds geraten.

Bis zur Pause hatten die Gastgeber 13 Torschüsse, die Gäste: null. Wer Statistiken liebt, hätte hier eine Liebeserklärung an Einseitigkeit schreiben können: 57 Prozent Ballbesitz, 60 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 24 Abschlüsse insgesamt. Bei Nottingham dagegen war der gefährlichste Moment ein Rückpass, der fast im eigenen Netz landete.

Zur zweiten Halbzeit wechselte Lameck Torhüter Hannigan und Innenverteidiger Demirel aus - wohl aus purer Langeweile, nicht aus Not. Und was macht man, wenn das Team ohnehin schon über den Dingen schwebt? Man bringt einen 19‑jährigen, der sich prompt unsterblich macht. Kai Edwards, frischer Joker, traf in der 66. Minute zum 3:0, nach feiner Vorarbeit des unermüdlichen Harold Coeyman. Und weil es so schön war, legte Edwards in der Nachspielzeit (95.) gleich noch einen drauf - wieder Coeyman als Vorlagengeber, wieder eiskalt vollendet.

"Ich war ehrlich gesagt überrascht, dass ich so viel Platz hatte", grinste Edwards nach dem Schlusspfiff. "Aber wenn du einmal läufst und keiner dich aufhält - dann läufst du halt weiter. Und irgendwann ist da eben das Tor."

Die Magpies hingegen wirkten, als hätten sie ihre Flügel schon in der Kabine abgegeben. Kein einziger Torschuss, kein Moment der Hoffnung, nicht einmal ein wütender Konter. Nur ein paar harmlose gelbe Karten in der Schlussphase, als Alfonso Sousa in der 94. Minute endlich etwas Härte ins Spiel brachte - zu spät, zu wenig, zu symbolisch.

Trainer Reedtz versuchte, Fassung zu bewahren: "Wir haben viel gelernt. Zum Beispiel, wie man nicht verteidigen sollte." Dann lachte er kurz und fügte hinzu: "Vielleicht sollten wir das nächste Mal wenigstens versuchen, aufs Tor zu schießen."

Währenddessen genossen die Reds ihren Triumph. Scranton, Beaulieu und der junge Edwards wurden vom Publikum gefeiert, Featherstone winkte mit der Gelben Karte noch den Fans zu - als wäre sie eine Trophäe. Der Abend hatte etwas von einem Schaulaufen: technisch sauber, spielerisch überlegen, taktisch klar. Die Margate Reds spielten "offensiv, aber nicht naiv", wie Lameck betonte. "Wir wollten Spaß haben - und wenn dabei vier Tore fallen, nehmen wir das mit."

Als die Flutlichter langsam ausgingen, summte ein Fan in der Kurve noch: "Vier Tore, null Gegentore - so spielt man Fußball!" Und irgendwo in der dunklen Ecke des Stadions sah man einen Magpies‑Fan, der murmelte: "Vielleicht hätten wir einfach zu Hause bleiben sollen."

Ein Abend der klaren Verhältnisse, ein Spiel, das keine Fragen offenließ - außer vielleicht diese: Wie kann man 90 Minuten Fußball spielen, ohne auch nur einmal aufs Tor zu schießen? Die Antwort: Fragen Sie Nottingham.

Und während Margate von der Tabellenspitze träumt, bleibt den Magpies nur die Erkenntnis, dass Flügel allein nicht reichen - man muss auch fliegen können.

14.06.643993 02:36
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