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Margate Reds fegen Southampton mit 5:2 aus dem Pokal

55.868 Zuschauer im Margate-Stadion sahen am Mittwochabend ein Viertelfinale, das weniger nach Pokalkrimi und mehr nach rot-weißer Machtdemonstration aussah. Die Margate Reds schickten den FC Southampton mit einem 5:2 (2:0) nach Hause - und das mit einer Mischung aus Spielfreude, Präzision und der nötigen Portion Frechheit.

Von Beginn an machten die Reds klar, dass sie keine Lust auf Verlängerung hatten. Nach gerade einmal drei Minuten prüfte Hansen Scranton zum ersten Mal Southamptons Keeper Clancy, und von da an entwickelte sich eine Einbahnstraße Richtung Gästetor. "Wir wollten zeigen, dass wir das Viertelfinale ernst nehmen", sagte Trainer Ata Lameck später mit einem Grinsen, das zwischen Stolz und leichter Schadenfreude pendelte.

In der 30. Minute war es dann soweit: Didier Marceau tänzelte auf der linken Seite, legte den Ball butterweich in die Mitte - und Scranton machte kurzen Prozess. 1:0. "Ich hab’ nur den Fuß hingehalten", behauptete der Torschütze später bescheiden, während die Fans Jubelgesänge anstimmten, die vermutlich bis in die Nachbarstadt zu hören waren.

Noch vor der Pause legte Morten Johannessen nach. Wieder war Marceau der Vorlagengeber, diesmal kam der Ball flach von links, und Johannessen versenkte ihn mit einem trockenen Schuss ins lange Eck (43.). Southampton taumelte - und hätte die Halbzeitpause wohl am liebsten um zehn Minuten verlängert.

Nach dem Seitenwechsel schien Margate kurz den Fuß vom Gas zu nehmen, was Southampton prompt nutzte. Der junge Jan Ovesen (21) traf in der 60. Minute nach einem Pass von Billy Benett zum 3:1-Anschlusstreffer - und brachte für einen Moment Hoffnung in die Gesichter der mitgereisten Fans. "Da dachte ich, wir sind wieder drin", gab Gästetrainer Michael Böning später zu, "aber dann kam dieser Vrooman."

Denn kaum hatten die Gäste wieder Atem geschöpft, da legte Larry Vrooman mit einem sehenswerten Schuss aus der zweiten Reihe nach (68.). Der Pass kam vom erst 19-jährigen Pietro Nocera, der nach seiner Einwechslung sofort Akzente setzte. Das 4:2 war so etwas wie die Rückmeldung der Reds: "Schön, dass ihr kurz vorbeigeschaut habt, aber das Halbfinale ist schon reserviert."

Zuvor hatte Zivojin Basta bereits in der 57. Minute das 3:0 markiert, wieder nach Vorarbeit von Johannessen - ein Tor, das sinnbildlich für die Spielfreude der Hausherren stand. Basta ließ es sich dann auch nicht nehmen, kurz vor Schluss noch einmal zuzuschlagen. In der 82. Minute, als Southampton längst gezeichnet war, legte Marceau erneut auf, und Basta traf zum 5:2-Endstand. "Ich hätte fast auf den Pass verzichtet und selbst geschossen", lachte Marceau später, "aber Zivojin hätte mir das nicht verziehen."

Zwischenzeitlich hatte sich auch Southampton noch einmal aufgerafft: Leo Broderick, eigentlich rechter Verteidiger, traf in der 64. Minute nach Vorarbeit des eingewechselten Liam Allington. Ein schöner Treffer, aber letztlich nur kosmetische Korrektur in einem Spiel, das längst entschieden war.

Die Zahlen untermauern das Geschehen: 21 Torschüsse der Reds gegenüber 9 der Gäste, 58,5 Prozent Ballbesitz, dazu eine Zweikampfquote von knapp 55 Prozent. Southampton kämpfte, aber Margate spielte - und zwar auf einem Niveau, das Pokalträume weckt.

Einziger Wermutstropfen: Linksverteidiger Teemu Vuorinen sah in der 75. Minute Gelb, nachdem er einen Konter etwas rustikal unterband. Sein Kommentar danach: "Ich wollte nur den Rasen testen." Trainer Lameck nahm’s gelassen: "Wenn das die größte Sorge ist, dann haben wir einen guten Abend gehabt."

Auch Gästecoach Böning blieb fair: "Margate war heute schlicht besser. Wir haben offensiv gedacht, aber defensiv geschlafen." Seine Mannschaft versuchte sich zwar mit langen Pässen und aggressivem Pressing, doch die Reds ließen sich davon kaum beeindrucken.

Als Schiedsrichter Thompson die Partie abpfiff, klatschten selbst einige Gästefans anerkennend. Margate steht nun im Halbfinale des Pokals - und wer sie so spielen sieht, muss sich fragen, wer sie dort noch stoppen will.

Oder, wie Kapitän Marceau mit einem Augenzwinkern sagte: "Wenn wir so weitermachen, brauchen wir bald einen größeren Pokalschrank."

Und wer die Stimmung im Stadion erlebt hat, weiß: Platz dafür wäre definitiv da.

05.07.643993 13:02
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Klaus Toppmöller
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